
Am Freitag (03.07.2026) kommt es in Wimbledon zu einem hochinteressanten Drittrunden-Match. Der deutsche Routinier Jan-Lennard Struff fordert den an Nummer 8 gesetzten Russen Daniil Medvedev heraus. Während die Rollen laut den Buchmachern klar verteilt sind, bringt dieses Duell reichlich Brisanz mit. Struff ist auf Rasen immer ein brandgefährlicher Gegner, der über den Aufschlag kommt, während Medvedev in dieser Saison verwundbar wirkt.
Die genaue Startzeit dieser Partie ist zwar noch offen, es läuft jedoch alles auf ein echtes Highlight am späten Nachmittag oder frühen Abend hinaus.
Struff vs. Medvedev: Die Ausgangslage vor dem Match
Für Jan-Lennard Struff ist der Einzug in die 3. Runde von Wimbledon bereits ein großartiger Erfolg. Der inzwischen 36-jährige Warsteiner – im Herzen leidenschaftlicher Fan von Borussia Dortmund – hat in diesem Match absolut nichts zu verlieren. Er geht als klarer Außenseiter in die Partie, was ihm die nötige Lockerheit verleihen könnte. Ohne Druck kann er sein aggressives Serve-and-Volley-Spiel aufziehen, das auf dem schnellen Londoner Grün extrem ungemütlich zu bespielen ist.
Daniil Medvedev hingegen reist als aktuelle Nummer 9 der Weltrangliste an und steht naturgemäß unter Zugzwang. Die Erwartungen an den ehemaligen Grand-Slam-Sieger sind hoch, doch Rasen war historisch gesehen nie sein absoluter Lieblingsbelag, auch wenn er sich im Laufe der Jahre deutlich gesteigert hat. Für den Russen geht es darum, die Pflichtaufgabe zu lösen und Kraft für die zweite Turnierwoche zu sparen.
Aktuelle Form und bisheriger Turnierverlauf
Jan-Lennard Struff: Der Fünfsatz-Marathonmann
Struff hat zwei brutale Abnutzungsschlachten in den Knochen. In der ersten Runde rang er den zähen Argentinier Sebastián Báez in fünf hart umkämpften Sätzen nieder. Wer dachte, das sei nicht zu toppen, wurde in der zweiten Runde eines Besseren belehrt: Gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima lieferte sich Struff einen epischen Tiebreak-Krimi.
Die Partie musste wegen Dunkelheit sogar über zwei Tage gestreckt werden, ehe der Deutsche mit und die Oberhand behielt. Physisch hat der 36-Jährige enorm viel investiert, mental dürfte dieser Erfolg nach Abwehren zahlreicher Break- und Satzbälle aber enormen Auftrieb geben.
Daniil Medvedev: Solide, aber nicht unantastbar
Der Russe spielt insgesamt keine herausragende Saison 2026 und sucht immer wieder nach seiner absoluten Topform. In Wimbledon präsentierte er sich bislang jedoch weitgehend stabil. Zum Auftakt schaltete er den Routinier Marin Cilic glatt in drei Sätzen aus.
In der zweiten Runde gegen den Spanier Daniel Merida Aguilar leistete er sich zwar einen Durchhänger und gab den ersten Satz ab, fing sich danach jedoch und siegte schlussendlich souverän in vier Sätzen. Medvedev schlägt gut auf, leistet sich gewohnt wenige leichte Fehler von der Grundlinie, bietet aber dennoch immer wieder kleine Angriffsflächen.
Struff – Medvedev: Der direkte Vergleich (Head-to-Head)
Die Historie dieses Duells spricht eine sehr deutliche Sprache. Insgesamt standen sich Struff und Medvedev auf der Tour bereits 12-mal gegenüber.
- Gesamtbilanz: 10:2 für Daniil Medvedev.
- Wimbledon-Historie: Zweimal kreuzten sich ihre Wege bereits an der Church Road (2021 und 2024) – beide Male behielt Medvedev in jeweils vier Sätzen die Oberhand.
- Der Mutmacher für Struff: Dass er den Russen auf Rasen schlagen kann, bewies Struff im Jahr 2021 beim Vorbereitungsturnier in Halle/Westfalen, als er Medvedev glatt in zwei Sätzen bezwang.
Die Matches zwischen den beiden zeichnen sich fast immer durch enge Sätze aus, da Struffs Aufschlag nur schwer zu breaken ist und Medvedevs Defensivkete extrem tief steht.
Ein Blick auf die Wettquoten
Die Buchmacher haben sich sehr eindeutig positioniert. Ein Sieg von Daniil Medvedev ist mit einer Quote von ca. 1,20 quotiert, was ihn zum haushohen Favoriten macht. Wer an die Sensation durch den deutschen Außenseiter glaubt, erhält für einen Sieg von Jan-Lennard Struff eine lukrative Quote um die 5,00.
Angesichts von Struffs brutaler Aufschlagstärke und Medvedevs tiefer Return-Position sind reine Siegwetten in diesem Szenario jedoch risikoanfällig oder bieten kaum Value. Spannender sind hier die Märkte für Satz- oder Handicap-Wetten.
Prognose & Wett-Tipp: ÜBER 3,5 Sätze im Match!
Jan-Lennard Struff wird müde Beine haben, aber er wird alles auf dem Platz lassen. Auf Rasen schützt ihn sein mächtiger Service vor schnellen Breaks. Medvedev wiederum ist bekannt dafür, weit hinter der Grundlinie zu returnieren. Das gibt Struff auf Rasen die perfekte Gelegenheit, mit Serve-and-Volley oder schnellen Inside-Out-Forehands die Punkte kurz zu halten.
Ein glatter Dreisatzsieg für Medvedev ist extrem unwahrscheinlich. Struff hat in den vergangenen Duellen in Wimbledon immer mindestens einen Satz geholt und befindet sich in einer „Jetzt-erst-recht“-Mentalität. Wir erwarten mindestens einen Satzgewinn des Deutschen sowie mindestens einen Tiebreak in dieser Partie. Da Struffs Matches ohnehin extrem umkämpft sind, bietet sich eine Wette auf die Gesamtzahl der Sätze an.
Unser konkreter Wett-Tipp lautet daher: Über 3,5 Sätze im Match (Das bedeutet, dass beide Spieler mindestens einen Satz gewinnen müssen).
- Wett-Tipp: Über 3,5 Sätze (Mindestens 4 Sätze werden gespielt)
- Quote: 1,85 (Schnitt der gängigen Buchmacher)
- Begründung: Struff hat in seinen ersten beiden Runden jeweils fünf Sätze gespielt und bringt die nötige Aufschlagpower mit, um Medvedev Sätze abzunehmen oder ihn in den Tiebreak zu zwingen. Auch das H2H in Wimbledon zeigt, dass Medvedev gegen Struff auf Rasen fast immer über vier Sätze gehen muss. Eine Quote von 1,85 bietet hier exzellenten Value.
