Am Freitag (28. August 2026) kommt es am 3. Spieltag der 2. Bundesliga zum Duell zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC. Während die Hausherren nach einem spektakulären Auftaktsieg zuletzt einen Dämpfer hinnehmen mussten, präsentiert sich die Berliner Hertha in der neuen Saison bislang überraschend stark.
Nach zwei Siegen gegen Bochum und Heidenheim reist die Mannschaft von Stefan Leitl mit viel Selbstvertrauen nach Niedersachsen. Kann Hertha BSC im dritten Saisonspiel den dritten Sieg einfahren? Unser Experte Simon Schneider sieht dafür exzellente Chancen.
Ausgangslage: Hertha sorgt nach zwei Spieltagen für Aufsehen
Die Vorzeichen vor der Saison waren bei Hertha BSC alles andere als optimal. Zahlreiche Leistungsträger verließen den Klub, darunter auch Kapitän Fabian Reese, während der Etat deutlich reduziert wurde. Große Namen suchte man auf dem Transfermarkt weitgehend vergeblich. Umso bemerkenswerter fällt der Saisonstart aus.
Hertha gewann zunächst mit 1:0 beim VfL Bochum und legte anschließend mit einem überzeugenden 4:1 gegen Bundesliga-Absteiger Heidenheim nach. Vor allem der Auftritt gegen Heidenheim war ein echtes Ausrufezeichen: Bereits zur Pause führte die Leitl-Elf mit 3:0 und kontrollierte das Spiel über weite Strecken.

Braunschweig kann allerdings ebenfalls auf einen starken Start verweisen. Beim 6:1 in Magdeburg gelang der Eintracht ein sensationeller Auftakt. Gegen Bochum folgte dann jedoch die Ernüchterung. Die 0:1-Heimniederlage war insbesondere deshalb ärgerlich, weil die Niedersachsen zunächst gut ins Spiel kamen, offensiv aber anschließend zu wenig Durchschlagskraft entwickelten.
Formcheck: Berliner Momentum trifft auf Braunschweiger Wundertüte
Nach zwei Spieltagen spricht die Formkurve klar für Hertha. Sechs Punkte, fünf erzielte Tore und nur ein Gegentreffer sind eine Bilanz, mit der vor Saisonbeginn wohl kaum jemand gerechnet hätte. Besonders auffällig ist, wie geschlossen die Berliner trotz des großen personellen Umbruchs auftreten.
Und wenn es einmal läuft, dann hat man offenbar auch das nötige Spielglück. So wie die Hertha am vergangenen Wochenenende in der 1. Runde des DFB-Pokals. Da mussten die Beriner gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken ins Elfmeterschießen – und hatten dank Keeper Gersbeck das bessere Ende für sich.
Braunschweig steht dagegen bei drei Punkten und 6:2 Toren. Das 6:1 in Magdeburg zeigt das enorme offensive Potenzial der Mannschaft, gleichzeitig offenbarte die Partie gegen Bochum, dass die Eintracht Probleme bekommt, wenn der Gegner kompakt verteidigt und selbst die Initiative übernimmt. Genau deshalb ist das Spiel gegen Hertha ein interessanter Charaktertest.
Im DFB-Pokal sind die Braunschweiger übrigens schon ausgeschieden – trotz einer starken Leistung gegen den Erstligisten Union Berlin (2:4).
Taktische Analyse: Hertha dürfte auf Umschalten und Intensität setzen
Taktisch könnte die Partie für Braunschweig unangenehm werden. Die Berliner haben gegen Heidenheim gezeigt, dass sie mit hoher Intensität und aggressivem Gegenpressing auftreten können. Nach Ballverlusten versucht Hertha, den Gegner sofort wieder unter Druck zu setzen und dadurch schnelle Ballgewinne in gefährlichen Zonen zu erzwingen. Gerade Marten Winkler überzeugte dabei gegen Heidenheim mit einem Tor und zwei Vorlagen.
Braunschweig dürfte vor eigenem Publikum mutiger auftreten als zuletzt gegen Bochum. Das kann allerdings auch Räume für die Berliner eröffnen. Nach dem explosiven Auftritt in Magdeburg muss die Eintracht beweisen, dass sie auch gegen einen taktisch gut organisierten Gegner Lösungen findet.
Wettquoten: Hertha ist leichter Favorit
Bei den klassischen 1X2-Märkten ist Hertha aufgrund des perfekten Saisonstarts und der bisherigen Eindrücke nachvollziehbar favorisiert. Als Orientierung bieten sich für die Partie Quoten im Bereich von etwa 3,00 für Braunschweig, 3,50 für das Unentschieden und 2,20 für Hertha an. Die genaue Quote kann sich bis zum Anpfiff natürlich noch verändern.
Interessanter erscheint deshalb ein Blick auf die Tor- und Kombinationsmärkte. Beide Teams haben in den ersten beiden Spieltagen bereits gezeigt, dass sie offensiv für Gefahr sorgen können. Gleichzeitig sind die jüngsten direkten Duelle auffällig eng verlaufen.
Direkter Vergleich (h2h): Zwei sehr knappe Duelle in der Vorsaison
In der vergangenen Saison setzte sich Hertha im Berliner Olympiastadion knapp mit 1:0 gegen Braunschweig durch. In der Rückrunde folgte im Eintracht-Stadion ein 1:1. Damit blieben beide Begegnungen eng und wurden jeweils erst mit einem einzigen Treffer Unterschied entschieden beziehungsweise endeten remis.
Auch insgesamt spricht die jüngere Bilanz für die Berliner: Hertha hat seit mehreren Ligaduellen nicht mehr gegen Braunschweig verloren.
Wett-Tipp: Hertha gewinnt und es fallen mindestens drei Tore
Der Start beider Mannschaften macht diese Begegnung besonders interessant. Braunschweig besitzt genügend offensive Qualität, um vor heimischem Publikum zu treffen. Gleichzeitig wirkt Hertha momentan wesentlich stabiler und taktisch reifer. Der 1:0-Sieg in Bochum und insbesondere das 4:1 gegen Heidenheim waren starke Signale.
- Unser Wett-Tipp: Auswärtssieg & insgesamt ÜBER 2,5 Tore im Spiel
- Beste Quote: 3,70 bei Silverplay
Die Kombination bietet gegenüber dem reinen Auswärtssieg deutlich mehr Rendite. Für Braunschweig spricht zwar der Heimvorteil, doch die Berliner haben bislang gezeigt, dass sie auch nach dem großen personellen Umbruch über eine funktionierende Mannschaft verfügen.
Ein 2:1-Auswärtssieg für Hertha erscheint daher als realistisches Ergebnis. Die hohe Quote macht die Kombiwette zum interessanten Value-Tipp.


