US Open 2026 live im TV: Welcher Sender überträgt?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 5 Min. Lesezeit
US Open 2026 im TV: Welcher Sender überträgt das Grand-Slam-Turnier?

Mit den US Open 2026 steht das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres an. Das Einzel-Hauptfeld in New York beginnt am Sonntag, 30. August, das Herren-Finale bildet am Sonntag, 13. September, den Abschluss.

Schon seit dem 23. August läuft die Fan Week mit Qualifikation und weiteren Wettbewerben. Für deutsche Tennisfans gibt es bei der Übertragung eine Besonderheit: Eurosport ist anders als früher nicht die erste Adresse. Sky Sport und Sporteurope.TV übertragen die US Open 2026.

US Open 2026 live im TV bei Sky Sport Tennis

Im klassischen deutschen Fernsehen laufen die US Open bei Sky Sport. Der Pay-TV-Anbieter hat eine mehrjährige Sublizenz für das Grand-Slam-Turnier erworben und berichtet ausführlich aus Flushing Meadows.

Zentraler Sender ist Sky Sport Tennis. In der ersten Turnierwoche startet Sky täglich bereits um 16.45 Uhr mit „US Open Daily“. Ab 17 Uhr folgt die große US-Open-Konferenz, die bis 7 Uhr am folgenden Morgen läuft. Zusätzlich gibt es eigene Übertragungen der Matches aus dem Arthur Ashe Stadium und dem Louis Armstrong Stadium. Weitere verfügbare Courts stehen als Livestream zur Auswahl.

Die US Open sind dabei ein Sonderfall im Sky-Portfolio: Die Rechte stammen nicht einfach aus dem normalen ATP- und WTA-Vertrag des Senders. Sky hat die US-Open-Rechte separat von der DOSB New Media GmbH, dem Betreiber von Sporteurope.TV, sublicenziert.

Männer und Frauen beim selben Sender?

Ja. Bei den US Open werden die TV-Rechte nicht getrennt nach ATP und WTA vergeben. Sowohl das Herren- als auch das Damen-Turnier laufen bei Sky und Sporteurope.TV.

Das bedeutet beispielsweise: Alexander Zverev, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic sind auf denselben Plattformen zu sehen wie Aryna Sabalenka, Iga Swiatek oder Coco Gauff. Das Damen-Finale steigt am Samstag, 12. September, das Herren-Finale folgt am Sonntag, 13. September.

US Open im Livestream: WOW und Sporteurope.TV

Neben Sky gibt es eine zweite besonders interessante Option: Sporteurope.TV, früher unter dem Namen Sportdeutschland.TV bekannt.

Der Streaminganbieter ist der eigentliche Rechteinhaber und zeigt jedes Match des Hauptfeldes als eigenen Livestream. Für 2026 kostet der All-Access-Pass für das komplette Turnier 24,90 Euro einmalig. Ein langfristiges Abonnement ist dafür nicht notwendig. Alternativ werden einzelne Turniertage inklusive der jeweiligen Night Session für 9,90 Euro angeboten.

Zum Team von Sporteurope.TV gehören unter anderem Boris Becker, Matthias Stach, Barbara Rittner, Nicky Geuer und Dennis Heinemann. Zusätzlich gibt es in der ersten Turnierwoche eine tägliche Studiokonferenz.

Sky-Abonnenten können wiederum über Sky Q beziehungsweise Sky Stream schauen. Ohne klassisches Sky-Abo steht WOW als Streamingalternative zur Verfügung. Dort werden neben Sky Sport Tennis auch zusätzliche Matches als Bonus-Streams angeboten.

Gibt es die US Open 2026 im Free-TV bei Eurosport?

Nein. Das ist wahrscheinlich die wichtigste Änderung für Zuschauer, die die US Open noch aus früheren Jahren kennen. In Deutschland gibt es 2026 keine reguläre Live-Übertragung im Free-TV.

Eurosport 1 zeigt das Turnier in Deutschland nicht. Die offizielle Liste der internationalen US-Open-Partner führt für Deutschland Sky und Sporteurope.TV auf. Eurosport besitzt US-Open-Rechte weiterhin in zahlreichen anderen europäischen Ländern, aber nicht für die reguläre deutsche Übertragung.

Auch DAZN ist 2026 keine US-Open-Adresse. Wer alle Matches live verfolgen möchte, benötigt damit Sporteurope.TV oder einen entsprechenden Sky-Zugang.

Was passiert, wenn Alexander Zverev das Finale erreicht?

Besonders interessant ist die Free-TV-Frage bei Alexander Zverev. Der Deutsche geht 2026 sogar als Nummer eins der Setzliste ins Turnier und zählt nach seinem French-Open-Triumph zum engsten Favoritenkreis. Jannik Sinner fehlt verletzungsbedingt, während Titelverteidiger Carlos Alcaraz nach längerer Handgelenkspause zurückkehrt.

Alexander Zverev geht als Nummer eins der Setzliste in die US Open 2026!

Doch auch wenn Zverev das Finale erreicht, wird das Match nicht automatisch im Free-TV bei ARD, ZDF, RTL oder NITRO gezeigt. Stand vor Turnierbeginn ist für das Herren-Finale keine solche Übertragung vereinbart.

Das ist durchaus erwähnenswert, weil es zuletzt andere Beispiele gab: Das Australian-Open-Finale 2025 mit Zverev lief zusätzlich bei RTL, sein French-Open-Finale 2026 wurde kurzfristig bei NITRO gezeigt und das Wimbledon-Finale 2026 stellte Prime Video kostenlos zur Verfügung. Diese Vereinbarungen waren jedoch jeweils separate Deals. Für die US Open existiert bislang keine entsprechende Ankündigung.

Sollte Zverev tatsächlich das Endspiel erreichen, wäre eine kurzfristige Sublizenzierung theoretisch denkbar. Garantiert ist sie aber keineswegs. Nach derzeitiger Rechte-Lage würde ein Zverev-Finale am 13. September regulär bei Sky und Sporteurope.TV laufen.

Sky hat seine Planung sogar bereits veröffentlicht: Stefan Hempel soll das Herren-Finale kommentieren, die Übertragung beginnt dort um 19.30 Uhr deutscher Zeit. Das Damen-Finale einen Tag zuvor kommentiert Marcel Meinert.

Wer moderiert und kommentiert die US Open bei Sky?

Sky fährt für das Grand-Slam-Turnier ein größeres Team auf. In der ersten Woche melden sich Paul Häuser und Antonia Wisgickl aus New York, später übernehmen Yannik Erkenbrecher und Lisa Halfmann.

Als Experten sind unter anderem Andrea Petkovic, Philipp Kohlschreiber, Patrik Kühnen und Benni Ebrahimzadeh eingeplant. Zum Kommentatoren-Team gehören Markus Götz, Hannes Hermann, Paul Häuser, Michael Fuchs, Philipp Langosz, Jürgen Müller, Marcel Meinert und Stefan Hempel.

Wo laufen die US Open in Österreich und der Schweiz?

In Österreich können die US Open ebenfalls bei Sky verfolgt werden. Als Streamingangebot steht dort unter anderem Sky X zur Verfügung. Auch Sporteurope.TV besitzt die Rechte für Österreich.

In der Schweiz ist die Auswahl größer. Die offizielle US-Open-Seite führt dort neben Sky und Sporteurope.TV auch SRF/RSI sowie Eurosport als Broadcast-Partner. SRF zeigt ausgewählte Partien und insbesondere die entscheidenden Turnierphasen im frei empfangbaren Fernsehen beziehungsweise Stream. Das Frauen-Finale ist beispielsweise bereits im Programm von SRF zwei eingeplant.

Wann laufen die US Open in Deutschland?

Die Zeitverschiebung nach New York beträgt sechs Stunden. Die Day Session beginnt normalerweise um 17 Uhr deutscher Zeit, die Night Session startet gegen 1 Uhr nachts. Gerade die großen Matches im Arthur Ashe Stadium können deshalb bis weit in den frühen Morgen reichen.

Das Damen-Finale am 12. September ist für 16 Uhr Ortszeit angesetzt, also 22 Uhr deutscher Zeit. Das Herren-Finale beginnt am 13. September um 14 Uhr Ortszeit beziehungsweise 20 Uhr deutscher Zeit.

Sportlich spricht vor allem bei den Männern vieles für ein spannendes Turnier. Zverev ist erstmals bei einem Grand Slam an Position eins gesetzt, Alcaraz kehrt als Titelverteidiger zurück und Novak Djokovic gehört weiterhin zum Favoritenkreis. Bei den Frauen will Aryna Sabalenka ihren dritten US-Open-Titel in Serie gewinnen. Ihre größten Konkurrentinnen sind unter anderem Iga Swiatek und Coco Gauff.

Für deutsche Zuschauer bleibt die TV-Bilanz damit eindeutig: Sky Sport Tennis ist die wichtigste lineare TV-Adresse, Sporteurope.TV die umfassende Einzelturnier-Streamingalternative. Eurosport, DAZN, ARD, ZDF und RTL übertragen die US Open 2026 in Deutschland nach aktuellem Stand nicht live.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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