
Jan-Lennard Struff bekommt es am Dienstag, 1. September 2026, in der ersten Runde der US Open mit Camilo Ugo Carabelli zu tun. Der Deutsche geht als klarer Favorit in die Partie. Zwar verlief seine Hartplatzsaison bislang ebenfalls nicht überragend, Carabelli fühlt sich auf diesem Untergrund aber noch deutlich weniger wohl.
Für Struff bietet sich damit eine gute Gelegenheit, erstmals seit 2024 wieder die zweite Runde in New York zu erreichen.
Ausgangslage: Struff trotz durchwachsener Saison deutlich favorisiert
Struff geht als Nummer 44 der Weltrangliste in die US Open. Mit inzwischen 36 Jahren gehört der Warsteiner zu den erfahrensten Spielern im Feld. Gerade auf schnellen Plätzen besitzt er mit seinem kraftvollen ersten Aufschlag und der offensiven Spielweise weiterhin Waffen, die viele Gegner vor Probleme stellen.
Carabelli steht aktuell nur auf Rang 76. Der Argentinier hat seine besten Ergebnisse traditionell auf Sand erzielt. Auf Hartplatz fehlt ihm dagegen häufig die Durchschlagskraft, um konstant gegen Top-50-Spieler zu bestehen.
Entsprechend eindeutig fällt auch die Einschätzung der Buchmacher aus. Struff wird für dieses Match als klarer Favorit gehandelt.
Formcheck Struff: Der Aufschlag bleibt die wichtigste Waffe
Struffs nordamerikanische Hartplatzsaison verlief bislang wechselhaft. In Montreal verlor er zum Auftakt gegen Alex Michelsen mit 1:6, 6:3, 1:6.
Besser lief es anschließend in Cincinnati. Gegen Roman Andres Burruchaga setzte sich Struff mit 7:6, 2:6, 6:3 durch und schlug dabei 16 Asse. In der zweiten Runde war gegen Alejandro Tabilo Schluss. Der Deutsche verlor mit 3:6, 4:6 und erspielte sich im gesamten Match keinen einzigen Breakball.
Damit kommt Struff zwar nicht mit einem großen Lauf nach New York. Seine Leistung gegen Burruchaga zeigte aber, wie wirkungsvoll sein Aufschlag auf Hartplatz weiterhin sein kann.
Formcheck Carabelli: Hartplatz ist die große Schwachstelle
Auch Carabelli hat unmittelbar vor den US Open wenig Selbstvertrauen gesammelt. In Montreal unterlag er Cameron Norrie mit 6:7, 4:6. Zwei Wochen später folgte in Cincinnati ein klares 3:6, 3:6 gegen Miomir Kecmanovic.
Die Zahlen unterstreichen die Probleme. Carabelli steht 2026 auf Hartplatz bislang nur bei zwei Siegen und sieben Niederlagen. Seine insgesamt ordentliche Weltranglistenposition basiert deshalb vor allem auf Ergebnissen auf anderen Belägen.
Gerade in einem Best-of-Five-Match gegen einen starken Aufschläger könnte es schwierig werden, wenn der Argentinier früh einem Rückstand hinterherlaufen muss.
Direkter Vergleich: Struff und Carabelli treffen erstmals aufeinander
Ein direktes Duell zwischen beiden Spielern hat es bislang noch nicht gegeben. Der Head-to-Head-Vergleich steht daher bei 0:0.
Entscheidender ist für unsere Prognose ohnehin der Untergrund. Carabelli hat auf Hartplatz 2026 nur etwas mehr als 20 Prozent seiner Matches gewonnen. Struffs Saisonbilanz auf diesem Belag ist zwar ebenfalls negativ, seine Spielweise passt aber deutlich besser zu den Bedingungen in New York.
Wettquoten: die Buchmacher setzen auf Struff
Für einen Struff-Sieg werden aktuell ungefähr 1,28 bis 1,40 angeboten. Carabelli liegt je nach Anbieter bei etwa 3,00 bis 3,30.
Mehr Value bietet aus unserer Sicht das Satz-Handicap. Für Struff -1,5 Sätze gibt es derzeit eine Quote um 1,72. Die Wette gewinnt bei einem 3:0 oder 3:1 für den Deutschen.
Wett-Tipp und Prognose: Struff sollte sich relativ klar durchsetzen
Struff spielt selbst keine herausragende Hartplatzsaison. Trotzdem passt dieses Match-up gut zu ihm. Carabelli hat auf Hartplatz große Probleme, verlor seine beiden jüngsten Matches jeweils ohne Satzgewinn und muss über fünf Sätze mit Struffs Aufschlag umgehen.
- Unser Wett-Tipp: Jan-Lennard Struff -1,5 Sätze
- Empfohlene Quote: 1,72
Einen einzelnen schwächeren Satz kann sich Struff bei dieser Wette sogar erlauben. Für einen Carabelli-Sieg sehen wir aufgrund dessen schwacher Hartplatzbilanz dagegen wenig Argumente. Wir erwarten deshalb einen Struff-Erfolg mit 3:0 oder 3:1 und bevorzugen das Satz-Handicap gegenüber dem niedrig quotierten normalen Matchsieg.
