
Plötzlich sieht Alexander Zverev wieder aus wie ein echter US-Open-Champion. Nach zwei beinahe endlosen Fünfsatzkrimis zum Turnierstart hat sich die deutsche Nummer eins von Runde zu Runde gesteigert – und im Achtelfinale gegen Luciano Darderi seinen bislang überzeugendsten Auftritt gezeigt. Nun wartet mit Botic van de Zandschulp die große Überraschung des Turniers. Auf dem Papier ist Zverev haushoher Favorit. Und diesmal spricht sogar die körperliche Ausgangslage ziemlich deutlich für den Deutschen.
Das Match ist nach deutscher Zeit für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (10. September 2026) angesetzt. Los geht es gegen 1:30 Uhr morgens. Deutsche Tennisfans und Sportwetten-Freunde müssen also erneut lange wach bleiben oder sich den Wecker stellen. Es ist das fünfte Match in Folge, das Zverev in der New Yorker Night Session bestreitet.
Formcheck Zverev: Die deutsche Nr. 1 hat ihren Rhythmus gefunden
Die ersten Tage in New York waren für Zverev alles andere als entspannt. Gegen Lorenzo Sonego musste er über fünf Sätze, gegen Quentin Halys erneut. Mehr als neun Stunden stand er allein in diesen beiden Matches auf dem Platz.
Danach folgte jedoch die Trendwende. Alejandro Tabilo besiegte Zverev glatt in drei Sätzen, gegen Darderi gewann er nun ebenfalls ohne Satzverlust mit 6:2, 6:2, 7:6. Besonders in den ersten beiden Durchgängen dominierte Zverev mit seinem Aufschlag und seiner Rückhand nahezu nach Belieben. Erstmals bei diesem Turnier war sein Arbeitstag sogar noch vor Mitternacht beendet.
Das ist vor dem Viertelfinale enorm wichtig. Ausgerechnet jetzt hat Zverev zwei vergleichsweise kurze Matches hintereinander absolviert.
Formcheck Van de Zandschulp: Ein sensationeller, aber kräftezehrender Lauf
Dass Van de Zandschulp als Weltranglisten-70. im Viertelfinale steht, ist eine der großen Überraschungen dieser US Open.
Dabei hat der Niederländer durchaus Qualität bewiesen. Besonders der klare Dreisatzsieg gegen Alex de Minaur war ein echtes Ausrufezeichen. Danach wurde es allerdings brutal: Sowohl gegen Zizou Bergs als auch gegen Arthur Géa musste Van de Zandschulp über fünf Sätze.
Das Achtelfinale gegen Géa dauerte offiziell 5:13 Stunden und war damit das viertlängste Match der US-Open-Geschichte. Van de Zandschulp lag bereits 0:2 nach Sätzen zurück, wehrte einen Matchball ab und gewann noch 3:6, 6:7, 7:6, 7:6, 6:4.
Das war spektakulär, kostete den Holländer aber sehr viel Kraft.
Matchanalyse: Der Aufschlag ist Van de Zandschulps Hoffnung
Spielerisch sehen wir Zverev klar vorne. Der Deutsche returniert besser, bewegt sich stärker und besitzt aus der Defensive wesentlich mehr Möglichkeiten.
Van de Zandschulps große Chance liegt im ersten Aufschlag. Wenn dieser funktioniert, kann er einzelne Sätze lange eng halten und Zverev möglicherweise in einen Tiebreak zwingen.
Genau deshalb sollte der Deutsche geduldig bleiben. Er muss nicht permanent auf das frühe Break gehen. Je länger die Partie dauert, desto stärker dürfte sich die enorme körperliche Belastung des Niederländers bemerkbar machen.
Ein zusätzliches Fragezeichen gibt es nicht: Beide treffen erstmals überhaupt in einem offiziellen Match aufeinander.
Wett-Tipp und Prognose: Zverev bleibt erneut ohne Satzverlust
Der normale Zverev-Sieg ist für einen Wett-Tipp viel zu niedrig quotiert. Wir gehen deshalb auf das exakte Satzergebnis.
Van de Zandschulp kann einen Durchgang mit seinem Aufschlag eng gestalten. Nach zwei Fünfsatzmatches hintereinander und insbesondere dem Marathon gegen Géa erwarten wir aber nicht, dass er Zverev über mehrere Stunden auf höchstem Niveau Paroli bieten kann.
- Unser Wett-Tipp: Alexander Zverev gewinnt mit 3:0 Sätzen
- Empfohlene Quote: ca. 1,85
Wir rechnen dabei nicht zwingend mit drei einseitigen Sätzen. Ein Verlauf wie 6:3, 7:6, 6:4 wäre sehr gut vorstellbar. Van de Zandschulp hält mit seinem Service lange dagegen – am Ende setzt sich Zverev aber ohne weiteren Umweg ins Halbfinale durch.
