FC Venedig – AC Florenz: Tipp & Prognose (11.09.26)

Der 4. Spieltag der Serie A beginnt mit einem echten Krisenduell. Sowohl Aufsteiger FC Venedig als auch die AC Florenz haben ihre ersten drei Ligaspiele verloren und stehen noch ohne Punkt da. Während Venedig mit einem solchen Fehlstart zumindest rechnen musste, hat Florenz bereits die Konsequenzen gezogen und nach nur drei Spieltagen Trainer Fabio Grosso entlassen. Paolo Vanoli soll die Fiorentina nun erneut aus der Krise führen.
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11.09.2026 Stadio Pier Luigi Penzo (Venedig) 20:45
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Bester Tipp: Beide Teams treffen – Nein 2,15 jetzt zu Megapari
Alfred Hanisch
geprüft von Simon Schneider | 4 Min. Lesezeit

Am Freitag, den 11. September 2026, empfängt der FC Venedig die AC Florenz zum Auftakt des 4. Spieltags der Serie A. Die Mannschaft von Giovanni Stroppa wartet nach drei Niederlagen ebenso auf den ersten Punkt wie die Fiorentina. Bei den Gästen steht allerdings bereits ein neuer Trainer an der Seitenlinie: Paolo Vanoli ersetzt Fabio Grosso, der nach dem katastrophalen Saisonstart entlassen wurde.

Florenz reist sogar als Tabellenletzter nach Venedig. Drei Niederlagen, lediglich ein eigener Treffer und neun Gegentore verdeutlichen, wie groß die Probleme der Viola bislang waren. Auch Venedig steht bei null Punkten, zeigte beim jüngsten 2:3 in Frosinone offensiv aber zumindest erste Fortschritte.

FC Venedig – AC Florenz: Die Ausgangslage

Für Venedig geht es in erster Linie darum, den Anschluss an die Konkurrenz nicht frühzeitig zu verlieren. Der Aufsteiger startete mit einem 0:2 gegen Lecce in die Saison und unterlag anschließend beim AC Mailand ebenfalls mit 0:2. Beim 2:3 gegen Frosinone gelang offensiv zwar eine Steigerung, defensiv offenbarte die Mannschaft erneut Probleme.

Bei Florenz ist die Situation noch angespannter. Die Fiorentina begann mit einem 0:4 bei der AS Rom, verlor anschließend zu Hause mit 0:3 gegen Frosinone und musste sich zuletzt Torino mit 1:2 geschlagen geben. Ein Tor und neun Gegentreffer nach drei Spielen waren letztlich zu wenig für Grosso.

Mit Vanoli setzt Florenz auf einen Trainer, der den Klub bestens kennt. In der vergangenen Saison übernahm er eine ebenfalls kriselnde Fiorentina und führte sie noch auf Rang 15 sowie ins Viertelfinale der Conference League. Entsprechend groß ist die Hoffnung auf einen unmittelbaren Trainereffekt.

FC Venedig – AC Florenz: Taktische Analyse

Venedig dürfte seinem 3-5-2 grundsätzlich treu bleiben. Stroppa versucht, das Zentrum kompakt zu halten und über die Außenbahnen schnell umzuschalten. Beim 2:3 in Frosinone hatte Venedig 61 Prozent Ballbesitz und zeigte insbesondere nach der Pause mehr Mut. John Yeboah und Richie Sagrado sorgten mit ihren Treffern zumindest für ein offensives Lebenszeichen.

Vanolis erste Aufgabe bei Florenz dürfte dagegen kaum darin bestehen, sofort spektakulären Offensivfußball zu etablieren. Nach neun Gegentoren in drei Spielen muss zunächst die defensive Ordnung wiederhergestellt werden. Ein kontrollierteres 4-3-3 beziehungsweise 4-3-2-1 wäre deshalb keine Überraschung.

FC Venedig – AC Florenz: Der direkte Vergleich

Die jüngere Bilanz spricht überraschend für Venedig. Von den vergangenen fünf Begegnungen gewann Venezia drei, Florenz lediglich eine; ein Spiel endete unentschieden.

Besonders interessant ist das letzte Duell im Stadio Pier Luigi Penzo. Im Mai 2025 setzte sich Venedig mit 2:1 durch. Auch im Oktober 2021 gewann Venezia zu Hause mit 1:0. Die Fiorentina sollte den vermeintlichen Außenseiter daher trotz der größeren individuellen Qualität keinesfalls unterschätzen.

FC Venedig – AC Florenz: Verletzte und gesperrte Spieler

Venedig hat vor allem defensiv einige personelle Sorgen. Armel Bella-Kotchap erlitt gegen Frosinone muskuläre Beschwerden und ist für Freitag fraglich. Marin Šverko fällt mit einer Oberschenkelverletzung voraussichtlich bis Oktober aus, während auch Andrea Adorante aufgrund einer Rückenverletzung fehlt. Bei Bartol Franjić wird der Einsatz wegen körperlicher Beschwerden als fraglich eingestuft, während Toma Bašić mit einer Muskelverletzung zu kämpfen hat. Gerade die möglichen Ausfälle in der Defensive sind angesichts der bisherigen sieben Liga-Gegentore problematisch.

Bei Florenz ist die Situation etwas übersichtlicher. Fabiano Parisi fällt nach seiner Kreuzbandverletzung weiterhin längerfristig aus. Hinter Christ Inao Oulaï steht ebenfalls ein Fragezeichen, nachdem er sich gegen Torino am Bein verletzt hatte.

FC Venedig – AC Florenz: Die Wettquoten

Die Buchmacher erwarten eine relativ ausgeglichene Begegnung, wobei Florenz trotz des Fehlstarts leicht favorisiert wird. Interessanter als die klassische Dreiwegwette erscheinen allerdings die Torwetten. Für Unter 2,5 Tore gibt es aktuell 1,90, während Über 2,5 Treffer mit 1,80 bewertet wird. Besonders interessant ist „Beide Teams treffen – Nein“ zu 2,15. Wer mit einem sehr vorsichtigen Beginn rechnet, findet für Unter 1,5 Tore sogar eine Quote von 3,70.

Für unseren späteren Expertentipp rückt vor allem „Beide Teams treffen – Nein“ in den Mittelpunkt. Florenz hat in drei Ligapartien lediglich einen Treffer erzielt. Gleichzeitig dürfte Vanoli nach neun Gegentoren zunächst größeren Wert auf defensive Stabilität legen. Ein kontrolliertes Spiel mit wenigen klaren Torchancen wäre daher keine Überraschung.

Die Formkurve: FC Venedig

Venedig hat vier Pflichtspiele hintereinander verloren. Nach dem 3:2-Pokalerfolg gegen Modena begann die Serie-A-Saison mit einem 0:2 gegen Lecce. Beim AC Mailand setzte es anschließend erneut eine 0:2-Niederlage. Auch im Pokal bei Udinese reichte es trotz eines eigenen Treffers nur zu einem 1:2. Zuletzt unterlag der Aufsteiger Frosinone mit 2:3. Immerhin zeigte Venedig dort Moral und verkürzte einen deutlichen Rückstand durch späte Treffer von Yeboah und Sagrado. Offensiv ist damit eine leichte Verbesserung erkennbar, die defensive Anfälligkeit bleibt jedoch das größte Problem.

Die Formkurve: AC Florenz

Florenz befindet sich ebenfalls in einer handfesten Ergebniskrise. Nach einem 1:1 im Test gegen Deportivo La Coruña und einem 4:1-Pokalerfolg über Benevento folgte ein katastrophaler Ligastart. Zunächst verlor die Fiorentina bei der AS Rom mit 0:4, danach folgte eine überraschende 0:3-Heimpleite gegen Frosinone. Beim jüngsten 1:2 gegen Torino gelang zwar endlich der erste Ligatreffer, die dritte Niederlage konnte aber nicht verhindert werden. Mit insgesamt 1:9 Toren aus den ersten drei Spieltagen stimmen sowohl die offensive als auch die defensive Entwicklung bedenklich. Der Trainerwechsel zu Vanoli soll nun für einen Neustart sorgen.

Wett-Tipp & Prognose: FC Venedig – AC Florenz (11.09.26)

Zwei punktlose Mannschaften treffen aufeinander, entsprechend groß ist der Druck. Venedig zeigte gegen Frosinone offensiv Fortschritte, bleibt defensiv aber anfällig. Florenz besitzt den individuell stärkeren Kader, muss nach dem katastrophalen Saisonstart jedoch zunächst wieder Stabilität entwickeln.

Eine 1X2-Wette erscheint uns angesichts der Form beider Mannschaften zu riskant. Interessanter ist „Beide Teams treffen – Nein“. Florenz hat bislang lediglich einmal getroffen und könnte unter Vanoli wesentlich kontrollierter agieren. Venedig wiederum blieb in zwei seiner drei Ligapartien ohne eigenen Treffer.

  • Empfohlene Wette: Beide Teams treffen – Nein
  • Quote: 2,15 (Megapari)

Der Trainerwechsel ist dabei ein wichtiger Faktor. Vanoli kennt die Fiorentina aus der vergangenen Saison und muss keine komplett neue Mannschaft kennenlernen. Nach neun Gegentoren in drei Spielen dürfte sein erster Ansatz darin bestehen, das Risiko zu reduzieren und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu verkleinern.

Bester Tipp: Beide Teams treffen – Nein 2,15 jetzt zu Megapari
Alfred Hanisch - Wettanalyst – Fußball, US-Sport & Cross-Market
Alfred Hanisch Alfred Hanisch ist Wettanalyst bei Sportwetten24 mit einem marktübergreifenden Ansatz über fünf Sportarten und zwei Zeitzonen. Sein Fundament ist der europäische Fußball, seine zweite Säule der US-Sport: NFL und NBA analysiert er seit einem Auslandssemester an der UNLV in Las Vegas. Dazu kommen Tennis und Eishockey als Märkte mit hoher Quoten-Ineffizienz. Alfred hält einen B.Sc. in Sportökonomie von der Universität Bayreuth und arbeitet von dort aus.
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