
Dieses Halbfinale hat inzwischen fast schon Tradition in New York. Aryna Sabalenka und Jessica Pegula treffen bei den US Open erneut in einer ganz entscheidenden Runde aufeinander – und diesmal spricht einiges dafür, dass es richtig eng wird. Sabalenka ist als Weltranglistenerste und zweimalige Titelverteidigerin zwar die Favoritin.
Pegula spielt vor heimischem Publikum aber eine starke Saison, kennt die Gegnerin bestens und hat Sabalenka sogar beim bislang letzten Duell im Juni in Berlin geschlagen. Das Halbfinale ist derzeit für Donnerstagabend in New York angesetzt und dürfte nach deutscher Zeit in der Nacht auf Freitag (11. September) stattfinden.
Sabalenka jagt den Titel-Hattrick bei den US Open
Sabalenka steht bereits zum sechsten Mal hintereinander im Halbfinale der US Open. Mehr New-York-Erfahrung auf dieser Bühne geht kaum.
Bis zum Viertelfinale war ihr Turnier zudem ausgesprochen souverän verlaufen. Gegen Linda Noskova wurde die Titelverteidigerin dann erstmals richtig getestet. Sabalenka gewann nach 2:22 Stunden mit 7:6, 3:6, 7:6 und musste im entscheidenden Satz sogar einen Breakrückstand aufholen.
Das Match hat aber auch gezeigt, warum Sabalenka in New York so schwer zu schlagen ist. Selbst wenn ihr bestes Tennis fehlt, besitzt sie inzwischen die mentale Stärke, kritische Phasen zu überstehen.
Pegula immer stark in New York: Wieder unter den letzten Vier
Pegula steht sogar zum dritten Mal in Serie im US-Open-Halbfinale. Im Viertelfinale musste auch die Amerikanerin kämpfen: Gegen Emma Navarro verlor sie den ersten Satz, drehte die Partie aber noch zum 3:6, 6:4, 6:3.
Es war bereits Pegulas 50. Sieg im Jahr 2026 – als erste Spielerin auf der Tour erreichte sie diese Marke in dieser Saison.
Spielerisch ist Pegula eine unangenehme Gegnerin für Sabalenka. Sie nimmt den Ball früh, kann das hohe Tempo der Weltranglistenersten gut aufnehmen und ist stark genug im Return, um Sabalenkas Aufschlag unter Druck zu setzen.
Direkter Vergleich: Pegula weiß, wie es geht
Auch die jüngsten direkten Duelle machen dieses Halbfinale interessant. Von den letzten sechs Begegnungen gewann Sabalenka vier, Pegula zwei.
Besonders relevant: Im US-Open-Halbfinale 2025 setzte sich Sabalenka erst nach drei Sätzen durch. Im Juni 2026 schlug Pegula die Belarussin im Berliner Halbfinale sogar mit 6:4, 6:7, 6:0.
Sabalenka bleibt insgesamt die bessere Hardcourt-Spielerin und verfügt über deutlich mehr direkte Power. Ein Selbstläufer ist dieses Match-up für sie aber definitiv nicht.
Matchanalyse: Pegula sollte sich einen Satz holen
Die Buchmacher sehen Sabalenka ungefähr bei 1,55 bis 1,60, Pegula wird mit Quoten oberhalb von 2,20 gehandelt. Interessanter finden wir allerdings die Satzwetten. Ein 2:0 für Sabalenka bringt etwa 2,30, ein 2:1 sogar Quoten um 4,25.
Gerade die höhere Quote gefällt uns.
Pegula hat genug Qualität, um Sabalenka einen Satz abzunehmen. Sie hat das 2025 in New York geschafft, sie hat Sabalenka 2026 bereits geschlagen und sie kann mit dem Publikum im Rücken auch längere Druckphasen erzeugen.
Über drei Sätze sehen wir Sabalenkas größere Durchschlagskraft aber knapp vorne.
Wett-Tipp und Prognose: Sabalenka gewinnt, muss aber über drei Sätze
Wir erwarten kein dominantes Halbfinale der Titelverteidigerin. Pegula ist dafür momentan zu stabil und das Match-up zu ausgeglichen.
- Unser Wett-Tipp: Aryna Sabalenka gewinnt mit 2:1 Sätzen
- Empfohlene Quote: ca. 4,25
Ein Matchverlauf wie 6:4, 4:6, 6:3 für Sabalenka erscheint uns sehr gut vorstellbar. Pegula macht das Halbfinale lange offen – in den entscheidenden Momenten setzt sich aber erneut die zweimalige Titelverteidigerin durch.
