Wer hätte Freiburg nach drei Spieltagen ganz oben erwartet? Drei Spiele, drei Siege, 10:1 Tore – der Sport-Club hat einen Traumstart hingelegt und reist am Samstag (19. September 2026) tatsächlich als Tabellenführer nach Frankfurt. Die Eintracht hat ihrerseits am vergangenen Wochenende endlich den Knoten durchschlagen und beim 3:1 in Mainz den ersten Bundesliga-Sieg gefeiert.
Trotzdem wirkt Freiburg momentan stabiler, eingespielter und vor allem deutlich selbstverständlicher. Die große Frage lautet deshalb: Hält die Freiburger Serie auch im Deutsche Bank Park?
Ausgangslage: Tabellenführer Freiburg reist mit breiter Brust an
Anstoß in Frankfurt ist am Samstag um 15:30 Uhr. Auf dem Papier sehen die Buchmacher die Gastgeber leicht vorne. Die Siegquoten für die Eintracht liegen derzeit ungefähr zwischen 2,20 und 2,35, Freiburg wird bei etwa 2,80 bis 3,00 gehandelt. Das Remis bewegt sich um 3,70.
Die Tabelle erzählt dagegen eine andere Geschichte. Freiburg hat als einziges Team neben Dortmund alle drei Bundesliga-Spiele gewonnen und liegt aufgrund des besseren Torverhältnisses ganz vorne. Zehn eigene Treffer bei nur einem Gegentor sind nach drei Spieltagen ein beeindruckendes Statement.
Frankfurt steht nach dem Erfolg in Mainz bei vier Punkten. Das ist nach dem schwachen Start zunächst einmal eine deutliche Beruhigung – von echter Konstanz kann bei der Mannschaft von Adi Hütter aber noch keine Rede sein.
Formcheck Eintracht Frankfurt: Mainz-Sieg als Befreiungsschlag
Frankfurts Saison begann ausgesprochen wild. Bei Union Berlin führte die Eintracht nach einem Dreierpack von Younes Ebnoutalib bereits mit 3:1, kassierte in der Schlussphase aber noch zwei Gegentreffer und musste sich mit einem 3:3 begnügen.
Noch bitterer wurde es eine Woche später gegen Augsburg. Frankfurt lag zur Pause mit 1:0 vorne und verlor das Heimspiel anschließend noch deutlich mit 1:4. Nach zwei Partien standen bereits sieben Gegentore auf dem Konto. Hütter wollte die Probleme dabei ausdrücklich nicht als Systemfrage verstanden wissen, sondern forderte ein konsequenteres Zweikampfverhalten.

Die Antwort kam in Mainz. Beim 3:1 zeigte die Eintracht eine wesentlich reifere Leistung. Can Uzun traf doppelt, Jonathan Burkardt steuerte ein Tor und eine Vorlage bei. Besonders wichtig war außerdem Noah Atubolus gehaltener Elfmeter gegen Nadiem Amiri beim Stand von 2:0.
Dieser Sieg dürfte viel Druck genommen haben. Offensiv verfügt Frankfurt ohnehin über genügend Qualität. Entscheidend wird gegen Freiburg sein, ob die defensive Stabilität aus dem Derby bestätigt werden kann.
Formcheck SC Freiburg: Drei Spiele, drei unterschiedliche Siege
Freiburgs perfekter Start ist besonders bemerkenswert, weil die Mannschaft bereits auf ganz unterschiedliche Arten gewonnen hat.
Zum Auftakt wurde Werder Bremen mit 4:1 regelrecht überrollt. Yuito Suzuki erzielte einen Dreierpack, Igor Matanović traf ebenfalls. Freiburg dominierte die Partie über weite Strecken und führte zwischenzeitlich bereits mit 4:0.
Eine Woche später war eine komplett andere Qualität gefragt. Beim Aufsteiger Paderborn tat sich der Sport-Club schwer, gewann durch Maximilian Eggesteins Treffer aber mit 1:0. Paderborn hatte nach der Pause mehrere gute Chancen, Freiburg überstand diese Phase jedoch und brachte die knappe Führung über die Zeit.
Am vergangenen Wochenende folgte schließlich das nächste Ausrufezeichen. Borussia Mönchengladbach wurde mit 5:0 aus dem Stadion geschossen. Yannik Engelhardt und Matanović trafen jeweils doppelt, Eggestein setzte den Schlusspunkt. Damit sprang die Mannschaft von Julian Schuster an die Tabellenspitze.
Zehn Tore verteilen sich also keineswegs auf einen einzigen überragenden Angreifer. Freiburg ist momentan auf mehreren Positionen torgefährlich – und genau das macht die Mannschaft so schwer auszurechnen.
Direkter Vergleich: Frankfurt zuletzt der Angstgegner von Freiburg
Einen Punkt gibt es allerdings, der klar für die Eintracht spricht: die jüngste Bilanz gegen Freiburg.
Frankfurt ist in den vergangenen sieben Bundesliga-Duellen mit dem Sport-Club ungeschlagen. Im März gewann die Eintracht zuhause mit 2:0, das vorherige Duell in Freiburg endete 2:2. Den letzten Freiburger Sieg in Frankfurt gab es bereits im April 2022.
Diese Serie sollte man nicht ignorieren. Gleichzeitig treffen diesmal zwei Mannschaften in völlig unterschiedlicher Frühform aufeinander. Freiburg wirkt derzeit so stabil, dass wir uns nur wegen der Vergangenheit nicht gegen den Tabellenführer stellen wollen.
Matchanalyse: Freiburg wird sich in Frankfurt nicht verstecken
Die Eintracht dürfte nach dem Mainz-Sieg mutiger auftreten und zuhause mehr Ballbesitz suchen. Genau daraus könnten sich allerdings Räume ergeben, die Freiburg nutzen kann.
Der Sport-Club hat momentan enorme Sicherheit im eigenen Spiel. Suzuki, Matanović und Co. sorgen für Gefahr, während die Defensive erst einen Gegentreffer zugelassen hat. Frankfurt hat dagegen trotz der verbesserten Vorstellung in Mainz in drei Ligaspielen schon acht Tore kassiert.
Die doppelte Chance auf Freiburg ist bei Quoten um 1,60 bis 1,65 allerdings zu niedrig. Deutlich attraktiver finden wir deshalb die Absicherung über „Draw No Bet“. Freiburg gewinnt – die Wette gewinnt. Endet die Partie unentschieden, gibt es den Einsatz zurück. Dafür werden aktuell ungefähr 2,20 angeboten.
Wett-Tipp und Prognose: Freiburg bleibt ungeschlagen
Wir glauben, dass der Traumstart des Sport-Clubs Substanz besitzt. Frankfurt hat in Mainz zwar eine starke Reaktion gezeigt, muss aber erst beweisen, dass die defensiven Probleme wirklich gelöst sind.
- Unser Wett-Tipp: SC Freiburg Draw No Bet
- Empfohlene Quote: ca. 2,20
Freiburg muss sich als Tabellenführer in Frankfurt keineswegs verstecken. Wir erwarten ein ausgeglichenes und offensiv geprägtes Spiel, in dem die Gäste erneut ihre derzeitige Effizienz zeigen. Unser bevorzugtes Ergebnisszenario ist ein 2:1 für Freiburg – ein 2:2 würde uns angesichts der Qualität beider Offensivreihen allerdings ebenfalls nicht überraschen.

