Am Samstag um 15:00 Uhr eröffnen Slowenien von Boštjan Cesar und Schottland unter dem neuen Nationaltrainer Sébastien Pocognoli ihre Nations-League-Saison. Gemeinsam mit der Schweiz und Nordmazedonien bilden beide Mannschaften die Gruppe B1. Der Gruppensieger steigt direkt in Liga A auf, während der Zweite in die Aufstiegs-Play-offs einzieht. Entsprechend besitzt bereits das direkte Duell in Ljubljana eine erhebliche Bedeutung.
Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Schottland wird am Wettmarkt knapp vorne gesehen, muss aber auf mehrere etablierte Nationalspieler verzichten. Slowenien kann dagegen auf den Heimvorteil und einen Kern um Jan Oblak, Jaka Bijol, Adam Gnezda Čerin und Benjamin Šeško bauen. Die jüngsten Ergebnisse der Gastgeber waren allerdings wechselhaft: In den vergangenen fünf Partien gelang lediglich ein Sieg, zudem wartet Slowenien seit sechs Länderspielen auf eine Partie ohne Gegentor.
Slowenien – Schottland: Die Ausgangslage
Boštjan Cesar hat für die ersten vier Nations-League-Partien einen etwas größeren Kader zusammengestellt und betont, bei seiner Auswahl besonders auf die aktuelle Form geachtet zu haben. Slowenien steht nach einer insgesamt durchwachsenen ersten Jahreshälfte unter Druck, verfügt aber weiterhin über eine interessante Mischung aus internationaler Erfahrung und offensiver Qualität.
Bei Schottland beginnt nach der Weltmeisterschaft ein deutlicherer Umbruch. Steve Clarke trat nach dem Ausscheiden in der Gruppenphase zurück, Pocognoli übernahm im August. Von Schottlands WM-Kader wurden nur 14 Spieler erneut nominiert. Gleichzeitig stehen sieben Akteure ohne A-Länderspiel in Pocognolis erstem Aufgebot. Damit besitzt Schottland viel frisches Personal, aber auch eine gewisse Unsicherheit vor dem ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer.
Slowenien – Schottland: Taktik & Aufstellungen
Sloweniens Spiel dürfte weiterhin stark von seiner defensiven Grundordnung geprägt sein. Mit Jan Oblak besitzt Cesar einen international erfahrenen Torhüter, während Jaka Bijol zu den wichtigsten Spielern in der zentralen Defensive gehört. Im Mittelfeld sollen Adam Gnezda Čerin, Timi Max Elšnik und Sandi Lovrić für Struktur sorgen. Offensiv richtet sich der Blick vor allem auf Benjamin Šeško, daneben stehen unter anderem Žan Vipotnik, Andraž Šporar und Jan Mlakar zur Verfügung.
Schottland dürfte auch unter Pocognoli viel über die Außenbahnen entwickeln. Andy Robertson bleibt dabei eine Schlüsselfigur auf der linken Seite, während John McGinn, Billy Gilmour und Lewis Ferguson Verantwortung im Mittelfeld übernehmen können. Gerade dort wiegt der Ausfall von Scott McTominay allerdings schwer. Im Angriff fehlen zusätzlich mehrere erfahrene Optionen.
Slowenien – Schottland: Direkter Vergleich
Der jüngere direkte Vergleich spricht leicht für Schottland. Die letzten beiden Begegnungen fanden in der Qualifikation zur WM 2018 statt. Schottland gewann sein Heimspiel mit 1:0, während das Rückspiel in Slowenien 2:2 endete. Von den drei zuletzt erfassten direkten Duellen gewann Schottland eines, zwei endeten unentschieden. Slowenien wartet damit noch auf einen Sieg gegen die Schotten.
Allerdings liegen diese Begegnungen inzwischen viele Jahre zurück. Für die aktuelle Prognose sind die personellen Veränderungen und die neue sportliche Ausrichtung beider Mannschaften wesentlich aussagekräftiger.
Slowenien – Schottland: Verletzte und gesperrte Spieler
Slowenien muss in der Defensive auf Kenan Bajrić und Marcel Ratnik verzichten. Beide fehlen verletzungsbedingt, weshalb Cesar Žan Zaletel zusätzlich in sein Aufgebot berufen hat. Gerade Ratniks Ausfall reduziert die Möglichkeiten im Abwehrzentrum.
Bei Schottland ist die Ausfallliste prominenter. Scott McTominay fehlt nach einem medizinischen Eingriff und wird erst später wieder im Training erwartet. Auch Ché Adams und Lawrence Shankland fallen verletzt aus. Darüber hinaus fehlen im Vergleich zum WM-Kader unter anderem Lyndon Dykes, Grant Hanley und John Souttar.
Slowenien – Schottland: Die Wettquoten
Die Quoten unterstreichen, wie ausgeglichen die Begegnung erwartet wird. Für einen slowenischen Heimsieg werden aktuell bis zu 2,81, für das Unentschieden etwa 3,25 und für einen schottischen Auswärtssieg bis zu 2,75 angeboten.
Bei den Torwetten wird eine eher zurückhaltende Partie erwartet. Unter 2,5 Tore liegt derzeit ungefähr bei 1,58 und ist damit für unseren Expertentipp zu niedrig. Aufgrund der Quote von 2,75 ist deshalb der direkte Auswärtssieg Schottlands interessanter. Die Ausfälle erhöhen zwar das Risiko, die größere Kaderbreite und die Qualität auf mehreren Schlüsselpositionen sprechen dennoch für die Gäste.
Die Formkurve: Slowenien
Zuletzt verlor Slowenien mit 1:2 gegen Kroatien. Davor gab es ein 1:1 gegen Zypern, während Montenegro auswärts mit 3:2 bezwungen wurde. Zuvor unterlag Slowenien Ungarn mit 0:1 und spielte gegen Schweden 1:1. Damit gelang in den vergangenen fünf Begegnungen nur ein Sieg.
Besonders auffällig ist die Defensive. Slowenien hat inzwischen in sechs aufeinanderfolgenden Partien mindestens einen Gegentreffer kassiert. Gleichzeitig war die Mannschaft in vier ihrer jüngsten fünf Spiele selbst erfolgreich.
Die Formkurve: Schottland
Bei der Weltmeisterschaft gelangen zunächst deutliche Siege: Curaçao wurde 4:1 geschlagen, gegen Bolivien folgte ein 4:0 und gegen Haiti ein 1:0. Danach konnte Schottland das Niveau gegen stärkere Gegner jedoch nicht halten. Gegen Marokko verlor die Mannschaft 0:1, anschließend folgte ein 0:3 gegen Brasilien. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial, aber auch die Unterschiede je nach Qualität des Gegners. Unter Pocognoli beginnt nun ein neuer Abschnitt.
Wett-Tipp & Prognose: Slowenien – Schottland (26.09.26)
Die Ausgangslage ist wesentlich ausgeglichener, als es die FIFA-Rangliste allein vermuten lässt. Slowenien besitzt den Heimvorteil und mit Oblak, Bijol, Gnezda Čerin und Šeško eine starke Achse. Gerade Šeško kann einer neu zusammengestellten schottischen Mannschaft Probleme bereiten.
Auf der anderen Seite wartet Slowenien seit sechs Spielen auf eine weiße Weste und gewann nur eines der jüngsten fünf Länderspiele. Die Ausfälle von Bajrić und Ratnik reduzieren zudem die Optionen in der Defensive.
Bei Schottland wiegen insbesondere McTominays und Adams‘ Ausfälle schwer. Dennoch besitzt Pocognoli mit Robertson, Gilmour, McGinn und Ferguson weiterhin viel internationale Erfahrung. Dazu könnte der Trainerwechsel nach dem enttäuschenden WM-Aus fĂĽr neue Impulse sorgen. Wir tippen:
- Empfohlene Wette: Schottland gewinnt #
- Quote: 2,75
Da Unter 2,5 Tore lediglich um 1,58 notiert und damit für unseren Expertentipp nicht infrage kommt, gefällt uns der direkte Schottland-Sieg zu 2,75 besser. Das Risiko ist angesichts des Heimvorteils der Slowenen beträchtlich, die Quote bildet dieses aber entsprechend ab.
Empfohlene Wette: Schottland gewinnt
Quote: 2,75 (SpinBetter)

