Am zweiten Spieltag der Nations-League-Gruppe A1 empfängt die Türkei den viermaligen Weltmeister Italien. Beide Mannschaften verloren ihre Auftaktspiele und benötigen ein Erfolgserlebnis, um nicht früh den Anschluss an Frankreich und Belgien zu verlieren. Die Dreiweg-Quoten lassen eine weitgehend offene Begegnung erwarten. Italien besitzt nominell leichte Vorteile, befindet sich nach der erneut verpassten WM-Qualifikation aber in einem umfassenden Umbruch. Die Türkei kann dagegen zum zweiten Mal nacheinander vor heimischem Publikum antreten und dürfte den Gästen mit ihrer kompakten Spielweise erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Für die Wett-Prognose bietet sich deshalb eine Kombination an, die den türkischen Heimvorteil mit einer moderaten Torgrenze verbindet.
Ausgangslage: Beide Teams müssen auf ihre Auftaktniederlage reagieren
Die Türkei startete mit einer knappen 0:1-Niederlage gegen Frankreich in die neue Nations-League-Saison. Kylian Mbappé erzielte nach der Pause den einzigen Treffer. Die Mannschaft von Vincenzo Montella hielt gegen den Favoriten über weite Strecken ordentlich dagegen, entwickelte im letzten Drittel jedoch erneut zu wenig Durchschlagskraft.
Italien erlebte einen noch enttäuschenderen Auftakt. Die Azzurri verloren im heimischen Stadio Olimpico mit 0:2 gegen Belgien. Mika Godts brachte die Gäste in Führung, Dodi Lukebakio sorgte im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Italien blieb damit auch im ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr von Roberto Mancini ohne eigenes Tor.
Da in der starken Gruppe auch Frankreich und Belgien warten, besitzt die Partie für beide Mannschaften bereits große Bedeutung. Eine zweite Niederlage würde den Druck vor den folgenden Begegnungen erheblich erhöhen.
Form und Vorbereitung: Türkei zuletzt häufig an engen Spielen beteiligt
Die letzten fünf Pflichtspiele der Türkei endeten ausnahmslos mit einer Differenz von nur einem Tor. Auf einen 1:0-Erfolg im WM-Playoff gegen den Kosovo folgten bei der Weltmeisterschaft zwei 0:1-Niederlagen gegen Australien und Paraguay. Anschließend verabschiedete sich die Türkei mit einem 3:2 gegen die USA aus dem Turnier, ehe sie Frankreich nun mit 0:1 unterlag.
Vier dieser fünf Begegnungen blieben unter 2,5 Toren. Gleichzeitig erzielte die türkische Auswahl dreimal keinen Treffer. Arda Güler und Kenan Yıldız sorgen für technische Qualität und Kreativität, doch im Sturmzentrum fehlt weiterhin ein zuverlässiger Torjäger.
Italien verpasste zum dritten Mal in Folge die Weltmeisterschaft. Nach einem 2:0 im Playoff-Halbfinale gegen Nordirland reichte es im entscheidenden Spiel gegen Bosnien nur zu einem 1:1; das anschließende Elfmeterschießen ging verloren. Mancini reagierte bei seiner Rückkehr mit einem deutlichen Kaderumbau und berief neun Spieler erstmals in die Nationalmannschaft. Das 0:2 gegen Belgien zeigte, dass die neue Formation noch Zeit benötigt.
Taktik und Matchplan: Sicherheit dürfte zunächst Vorrang haben
Die Türkei wird vermutlich erneut aus einer kompakten Grundordnung heraus agieren. Montellas Mannschaft kann Italien den Ball überlassen und nach Ballgewinnen das Tempo von Güler und Yıldız nutzen. Mit der Unterstützung des Publikums in Bursa dürften die Gastgeber mutiger auftreten als zuletzt gegen Frankreich.
Italien muss nach der Heimniederlage zwar offensiver werden, sollte aber nicht unkontrolliert angreifen. Die Abstimmung der stark veränderten Mannschaft ist noch nicht gefestigt. Ballverluste im Aufbau könnten der Türkei genau jene Umschaltmöglichkeiten eröffnen, auf die sie wartet.
Solange kein frühes Tor fällt, dürfte Geduld den Spielverlauf bestimmen. Beide Mannschaften wissen, dass eine erneute Niederlage deutlich schwerer wiegen würde als ein Unentschieden.
Wettquoten: Türkischer Nichtverlust bietet den besseren Ansatz
Italien wird mit Quoten von um 2,50 hauchdünn favorisiert. Ein türkischer Heimsieg bewegt sich zwischen 2,60 und 2,75, während das Unentschieden mit 3,30 bis fast 3,60 angeboten wird. Der geringe Abstand verdeutlicht, dass der Markt keine Mannschaft deutlich vorn sieht.
Für eine Türkei-Wette ohne Remisrisiko gibt es bei Draw No Bet eine Quote von 1,96. Noch interessanter erscheint jedoch die Kombination aus doppelter Chance 1X und weniger als 3,5 Toren zu 2,19. Sie deckt neben dem 0:0 und 1:1 auch türkische Siege wie 1:0, 2:0 oder 2:1 ab.
Verloren wäre die Wette bei einem italienischen Erfolg oder einem türkischen Nichtverlust mit mindestens vier Treffern. Nach den jüngsten Resultaten beider Teams erscheint ein torreiches Spiel jedoch weniger wahrscheinlich als eine umkämpfte Begegnung mit wenigen klaren Chancen.
Direkter Vergleich (H2H): Italien weiterhin ohne Niederlage
Der historische Vergleich spricht deutlich für Italien. Die Squadra Azzurra hat noch kein Länderspiel gegen die Türkei verloren. Das jüngste Aufeinandertreffen im Juni 2024 endete allerdings 0:0 und liefert damit einen weiteren Hinweis auf einen engen Spielverlauf.
Das letzte Pflichtspiel fand bei der Europameisterschaft 2021 statt. Damals gewann Italien in Rom deutlich mit 3:0. Die aktuelle italienische Mannschaft ist mit dem damaligen Europameisterteam jedoch nur eingeschränkt vergleichbar, während die Türkei diesmal den Heimvorteil besitzt.
Wett-Tipp & Prognose: Türkei – Italien (28.09.26)
Italien verfügt nominell über den etwas stärkeren Kader, konnte seine Favoritenrolle gegen Belgien aber nicht bestätigen. Der umfassende personelle Umbruch dürfte weiterhin zu Abstimmungsproblemen führen.
Die Türkei hielt Frankreich bei der knappen Auftaktniederlage lange im Spiel und war zuletzt fast ausschließlich an torarmen Begegnungen beteiligt. Mit dem Heimvorteil in Bursa besitzt die Mannschaft gute Chancen auf mindestens einen Punkt.
Die Kombination mit weniger als 3,5 Toren erhöht die Quote, ohne besonders wahrscheinliche Resultate auszuschließen.
- Unser Wett-Tipp: 1X + unter 3,5 Tore
- Empfohlene Quote: 2,19 (Megapari)


