WTA Tennis Guangzhou 2026 live: Welcher TV-Sender überträgt?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 4 Min. Lesezeit
WTA Guangzhou 2026 live im TV und Stream: Wer überträgt das Turnier? Kann Venus Williams nochmal glänzen in der ersten Runde gegen Lilli Tagger?

Die WTA-Saison geht langsam auf die Zielgerade. Parallel zum hochklassig besetzten WTA-500-Turnier in Tokio wird in der kommenden Woche auch bei den Guangzhou Open 2026 um Weltranglistenpunkte gespielt. Die Qualifikation läuft bereits an diesem Wochenende, das Hauptfeld beginnt am Montag, den 26. Oktober.

Das Finale findet am Sonntag, den 1. November 2026, statt. Doch wo können Tennisfans das WTA-250-Turnier aus China live im TV und Stream sehen?

WTA Guangzhou 2026 live im TV: Welcher Sender überträgt?

Auch bei den Guangzhou Open ist in Deutschland Sky Sport die wichtigste Adresse. Sky besitzt die umfangreichen Übertragungsrechte an der WTA Tour in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rechtevertrag umfasst neben den WTA-1000- und WTA-500-Turnieren auch die 250er-Serie außerhalb der jeweiligen heimischen Turniere.

Auf Sky Sport Tennis werden während der Woche die wichtigsten Matches der parallel laufenden ATP- und WTA-Turniere gezeigt. Die Programmierung ist dabei nicht auf Guangzhou allein beschränkt: Gleichzeitig laufen unter anderem das WTA-500-Turnier in Tokio sowie die ATP-500-Events in Wien und Basel. Sky entscheidet deshalb täglich, welche Topspiele auf dem linearen Tennissender zu sehen sind.

Für Montag wird Guangzhou in aktuellen deutschen Tennis-TV-Übersichten ab etwa 9:00 Uhr geführt. Die konkreten Matchansetzungen können sich allerdings mit dem jeweiligen Order of Play noch ändern.

Eine Übertragung im deutschen Free-TV ist nicht vorgesehen.

WTA Guangzhou im Livestream: Sky Go und WOW

Online gibt es mehr Auswahl. Sky-Abonnenten können über Sky Go zuschauen, außerdem ist das Sportangebot über WOW verfügbar. Besonders relevant sind bei Guangzhou die zusätzlichen Tennis-Streams: Über Sky Q gibt es den Bereich „Tennis – Alle Spiele live“, bei WOW finden sich die zusätzlichen Begegnungen unter den Bonus Streams.

Dort werden die vom Veranstalter produzierten Courts mit englischem Originalkommentar oder teilweise ohne Kommentar angeboten. Sky weist allerdings darauf hin, dass nur Courts übertragen werden können, für die der jeweilige Veranstalter ein internationales Signal zur Verfügung stellt.

Wichtig: Tennis TV ist keine Alternative, denn der Dienst gehört zur ATP und zeigt regulär keine WTA-Turniere. Anders als bei den ATP-Turnieren in Wien oder Basel führt der verlässlichste Streamingweg für deutsche Zuschauer in Guangzhou daher über Sky Go beziehungsweise WOW.

Wo läuft WTA Guangzhou in Österreich und der Schweiz?

Der Sky-Vertrag für die WTA Tour gilt ebenfalls für Österreich und die Schweiz. Damit können auch Zuschauer in beiden Ländern auf die jeweiligen Sky-Sport-Angebote und zusätzlichen Streams zurückgreifen.

Sportlich ist Guangzhou insbesondere aus österreichischer und Schweizer Sicht interessant: Lilli Tagger ist sogar an Position vier gesetzt, außerdem steht Sinja Kraus im Hauptfeld. Für die Schweiz sind unter anderem Jil Teichmann und Simona Waltert dabei – ausgerechnet die beiden Schweizerinnen treffen in der ersten Runde direkt aufeinander.

Wann finden die Guangzhou Open 2026 statt?

Die Qualifikation wird am 24. und 25. Oktober ausgespielt. Das 32 Spielerinnen umfassende Hauptfeld beginnt am Montag, den 26. Oktober, und endet mit dem Finale am Sonntag, den 1. November. Gespielt wird auf Outdoor-Hartplätzen im Nansha International Tennis Center. Im Doppel treten 16 Paarungen an.

Das Einzelfinale ist für Sonntag nicht vor 16:30 Uhr chinesischer Zeit vorgesehen. Aufgrund der Zeitverschiebung entspricht das 9:30 Uhr deutscher Zeit.

Badosa, Snigur und Tjen: Wer sind die Favoritinnen?

Einen überragenden Topfavoriten gibt es in Guangzhou nicht. Die Setzliste wird von der Ukrainerin Daria Snigur angeführt. An Nummer zwei steht Janice Tjen aus Indonesien, gefolgt von Lanlana Tararudee und der erst 18 Jahre alten Österreicherin Lilli Tagger.

Dahinter folgen Paula Badosa, Zeynep Sönmez, Maria Timofeeva und Katie Volynets. Gerade Badosa dürfte trotz ihrer Setzposition fünf zu den prominentesten Titelkandidatinnen zählen. Die ehemalige Weltranglistenzweite trifft zum Auftakt auf die Chinesin Wang Xiyu.

Ein weiterer interessanter Name ist Katerina Siniakova. Die Tschechin steht an diesem Sonntag noch im Finale des WTA-Turniers von Osaka und reist anschließend direkt nach Guangzhou weiter. Dort wartet mit Tararudee allerdings sofort eine gesetzte Gegnerin.

Venus Williams sorgt für das größte Aufsehen

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt Venus Williams. Die inzwischen 46-jährige siebenfache Grand-Slam-Siegerin hat eine Wildcard erhalten und spielt erstmals seit 2019 wieder ein Turnier in Asien. Williams tritt sowohl im Einzel als auch gemeinsam mit Janice Tjen im Doppel an.

Zum Auftakt bekommt sie es ausgerechnet mit Lilli Tagger zu tun. Weitere bekannte Spielerinnen im Hauptfeld sind die frühere Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin, Magda Linette und Katerina Siniakova.

Keine deutsche Spielerin in Guangzhou dabei

Deutsche Beteiligung gibt es diesmal nicht. Weder im veröffentlichten Einzel-Hauptfeld noch in der Qualifikation steht eine deutsche Spielerin. Eva Lys, Ella Seidel, Laura Siegemund oder Tatjana Maria sind damit in Guangzhou nicht am Start.

Titelverteidigerin wäre eigentlich Ann Li. Die US-Amerikanerin gewann 2025 das Finale gegen Lulu Sun mit 7:6, 6:2. Li fehlt allerdings im diesjährigen Guangzhou-Feld.

Wie hoch ist das Preisgeld beim WTA Guangzhou?

Das Gesamt-Commitment der Guangzhou Open beträgt 283.347 US-Dollar. Die Siegerin erhält 37.390 Dollar und die für ein WTA-250-Turnier üblichen 250 Weltranglistenpunkte. Für die Finalistin gibt es 22.125 Dollar und 163 Punkte, die Halbfinalistinnen erhalten jeweils 12.331 Dollar und 98 Punkte.

Sportlich ist das Turnier damit deutlich kleiner als das gleichzeitig ausgetragene WTA-500-Event in Tokio. Gerade deshalb präsentiert sich das Feld aber ausgesprochen offen: Snigur und Tjen führen die Setzliste an, während Badosa, Siniakova und Nachwuchshoffnung Tagger ebenfalls realistische Chancen auf den Titel haben.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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