
Im Viertelfinale der Erste Bank Open in Wien trifft Alexander Zverev am Freitag, den 30. Oktober 2026, auf Arthur Fery. Das Match ist auf dem Centre Court für nicht vor 17:30 Uhr angesetzt.
Die Rollen sind dabei eindeutig verteilt. Zverev wird bei den Buchmachern aktuell mit Quoten von ungefähr 1,10 bis 1,12 als haushoher Favorit gehandelt. Das ist angesichts des Klassenunterschieds nachvollziehbar. Trotzdem hat Fery spätestens mit seinem Sieg gegen Lorenzo Musetti gezeigt, dass der Deutsche dieses Viertelfinale nicht völlig auf die leichte Schulter nehmen darf.
Zverev nach Griekspoor-Sieg erstmals Nummer eins
Für Zverev hätte der Donnerstag kaum besser laufen können. Der Deutsche schlug den zuletzt hervorragend aufgelegten Tallon Griekspoor mit 6:4 und 7:5 und machte damit endgültig klar, dass er am Montag, dem 2. November, erstmals die Nummer eins der ATP-Weltrangliste sein wird. Zverev wird der 30. Spieler der Geschichte an der Spitze des ATP-Rankings und nach Boris Becker erst der zweite Deutsche.
Nach dem Match wurde dieser Meilenstein in Wien bereits entsprechend gewürdigt. Zverev selbst sprach von einem besonderen Gefühl und betonte, wie fokussiert und motiviert er in die Partie gegangen war.
Sportlich war vor allem sein Aufschlag beeindruckend. Zverev schlug gegen Griekspoor elf Asse und gewann 35 von 39 Punkten nach seinem ersten Service – starke 90 Prozent. Er ließ im gesamten Match keinen Breakverlust zu und benötigte nur jeweils ein Break pro Satz.
Das war eine deutliche Steigerung gegenüber dem äußerst mühsamen Auftakt gegen Martin Landaluce.
Fery sorgt gegen Musetti für die Überraschung
Arthur Fery ist allerdings keineswegs zufällig unter den letzten Acht. Der Brite steht mittlerweile auf ATP-Rang 35 und spielt die mit Abstand beste Saison seiner bisherigen Karriere.
Im Achtelfinale sorgte er für eine Überraschung gegen Lorenzo Musetti. Fery gewann nach 2:44 Stunden mit 6:4, 5:7 und 6:4 und wehrte dabei sieben der neun Breakbälle gegen sich ab.
Damit hat der 24-Jährige bereits gezeigt, dass er auch gegen etablierte Topspieler mithalten kann. Gleichzeitig dürfte das lange Match gegen Musetti einiges an Kraft gekostet haben. Zverev stand gegen Griekspoor dagegen nur 95 Minuten auf dem Platz und sollte körperlich deutlich frischer sein.
Zverev – Fery im h2h: Deutscher gewann in Wimbledon klar
Ein direktes Duell hat es bereits gegeben – und zwar auf großer Bühne. Im Wimbledon-Halbfinale 2026 setzte sich Zverev mit 7:6, 6:2 und 6:4 durch.
Das H2H steht entsprechend bei 1:0 für Zverev. Auffällig war damals vor allem, dass Fery den ersten Satz noch sehr eng gestalten konnte, anschließend aber dem konstanten Druck des Deutschen immer weniger entgegenzusetzen hatte.
Auch unter den schnelleren Indoor-Bedingungen in Wien sollte Zverev mit seinem wesentlich stärkeren Aufschlag klare Vorteile besitzen.
Zverev – Fery: Aktuelle Quoten vor dem Duell in Wien
Die Siegquote von lediglich 1,10 bis 1,12 ist für einen klassischen Favoritentipp kaum interessant. Zverev müsste dieses Match schließlich in weit über 80 Prozent der Fälle gewinnen, damit diese Quote langfristig attraktiv wäre.
Sportlich spricht dennoch sehr viel für den Deutschen. Er hat gegen Griekspoor eine seiner besten Aufschlagleistungen der vergangenen Wochen gezeigt, kennt Fery bereits aus Wimbledon und dürfte nach dem Erreichen der Weltranglistenspitze keineswegs satt sein.
Im Gegenteil: Nach diesem persönlichen Meilenstein bietet sich nun die Gelegenheit, die Woche mit dem Titel in Wien abzurunden.
Wett-Tipp und Prognose: Sieg Zverev mit Handicap -5,5 Spiele
Für eine Quote oberhalb der Marke von 1,90 gefällt uns deshalb das deutlichere Handicap besser als der reine Sieg.
- Unser Wett-Tipp: Alexander Zverev -5,5 Games
- Beste Quote: 1,90
Zverev muss dafür beispielsweise mit 6:3, 6:3 oder 6:4, 6:2 gewinnen. Das ist natürlich anspruchsvoller als ein einfacher 2:0-Tipp, erscheint nach seiner Vorstellung gegen Griekspoor aber realistisch.
Fery hat gegen Musetti viel investiert und darf nach seiner bisherigen Saison keinesfalls unterschätzt werden. Wenn Zverev jedoch erneut annähernd 90 Prozent seiner Punkte über den ersten Aufschlag gewinnt und beim Return regelmäßig Druck entwickelt, dürfte der Klassenunterschied über zwei Sätze sichtbar werden.
Deshalb ist Zverev -5,5 Games ab einer Quote von 1,90 für uns die interessantere Wette als der einfache Favoritensieg zu lediglich rund 1,11.
