Flutlicht, Freitagabend und jede Menge Druck: Der Hamburger SV empfängt am 6. November 2026 Borussia Mönchengladbach zu einem kleinen Krisenduell in der Bundesliga. Beim HSV ist die Euphorie nach drei Siegen in Folge komplett verflogen. Auf das 0:1 in Paderborn folgten zwei 1:3-Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt – zunächst im DFB-Pokal, anschließend auch in der Bundesliga.
Gladbach steht zwar weiterhin am Tabellenende, hat sich zuletzt aber deutlich stabilisiert. Dem 3:2 in Stuttgart folgten ein 2:0 gegen Karlsruhe im Pokal und ein 0:0 gegen Paderborn.
Quoten und Ausgangslage: HSV nur leichter Favorit im Krisenduell
Anstoß im Volksparkstadion ist am Freitag um 20:30 Uhr. Nach acht Spieltagen steht Hamburg mit neun Punkten und 7:19 Toren auf Rang 15. Gladbach besitzt lediglich vier Zähler und bleibt mit 11:22 Treffern Tabellenletzter. Zwischen beiden Mannschaften liegen also nur fünf Punkte – entsprechend wichtig ist dieses direkte Duell im Tabellenkeller.
Die Quoten zeigen eine nahezu ausgeglichene Ausgangslage. Ein HSV-Sieg wird aktuell ungefähr mit 2,40 bewertet, das Remis liegt bei 3,70 und ein Gladbacher Auswärtserfolg bei rund 2,70. Besonders interessant ist diesmal der Draw-No-Bet-Markt: Für Gladbach ohne Unentschieden-Risiko gibt es etwa 1,90 bis 1,95. Bei einem Remis würde der Einsatz zurückgezahlt.
Formcheck HSV: Verletzungen verschärfen die Krise
Hamburg hatte sich nach einem katastrophalen Saisonstart eigentlich eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach drei Niederlagen und 0:12 Toren gewann der HSV drei Ligaspiele hintereinander und verschaffte sich damit etwas Luft.
Inzwischen ist die Situation jedoch wieder deutlich unangenehmer.
Beim 0:1 in Paderborn begann die aktuelle Negativserie. Noch schwerer als die Niederlage wogen dort die Verletzungen von Fábio Vieira und Bilal Nadir. Vieira erlitt einen Muskelfaserriss, bei Nadir wurden Muskel und Sehne im Oberschenkel verletzt. Auch Yussuf Poulsen fiel zuletzt wegen Hüftproblemen aus, Kapitän Nicolai Remberg fehlt langfristig mit Kreuzbandriss.

Im Pokal gegen Frankfurt kamen weitere Sorgen hinzu. Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw musste angeschlagen vom Platz. Beim Bundesliga-Rückspiel in Frankfurt fehlten schließlich Bornauw, Nicolás Capaldo, Nadir, Poulsen, Remberg und Vieira. Der HSV verlor erneut mit 1:3 und kassierte bereits seine fünfte Ligapleite.
Gerade die mangelnde Breite des Kaders wird damit zunehmend zum Problem.
Formcheck Gladbach: Stabilisierung trotz Tabellenende
Bei Gladbach sieht die Tabelle weiterhin dramatisch aus. Ein Sieg, ein Remis und sechs Niederlagen aus acht Spielen sind weit entfernt von den eigenen Ansprüchen.
Trotzdem ist eine Entwicklung erkennbar.
Nach sechs Niederlagen zum Start gelang mit dem 3:2 beim VfB Stuttgart endlich der Befreiungsschlag. Im DFB-Pokal folgte ein 2:0 gegen Karlsruhe, obwohl die Borussia zeitweise in Unterzahl spielen musste. Anschließend blieb Gladbach beim 0:0 gegen Paderborn erneut ohne Gegentor. Damit hat die Mannschaft von Alexander Blessin ihre vergangenen drei Pflichtspiele nicht verloren.
Gegen Paderborn fehlte offensiv zwar erneut die Konsequenz. Vor allem im zweiten Durchgang spielte Gladbach zu passiv und musste am Ende sogar froh sein, nicht noch zu verlieren. Positiv bleibt dennoch: Nach 20 Gegentoren in den ersten sechs Bundesliga-Spielen kassierte die Borussia in den vergangenen beiden Pflichtspielen keinen einzigen Treffer.
Genau diese neu gewonnene defensive Stabilität könnte in Hamburg entscheidend werden.
Matchanalyse: Die personelle Situation spricht gegen den HSV
Normalerweise wäre der Heimvorteil im Volksparkstadion ein starkes Argument für Hamburg. Die aktuelle personelle Lage relativiert diesen Vorteil jedoch erheblich.
Mit Vieira, Nadir, Remberg und möglicherweise weiteren Stammkräften fehlen dem HSV wichtige Spieler in nahezu allen Mannschaftsteilen. Gleichzeitig hat die Mannschaft drei Pflichtspiele hintereinander verloren und dabei sieben Gegentore kassiert.
Gladbach ist zwar Letzter, wirkt momentan aber stabiler als noch zu Saisonbeginn. Drei Pflichtspiele ohne Niederlage und zwei Zu-null-Partien hintereinander sprechen dafür, dass Blessin inzwischen eine bessere Balance gefunden hat.
Einen Gladbacher Auswärtssieg zu Quote 2,70 halten wir trotzdem für relativ riskant. Der HSV hat zuhause bereits gezeigt, dass er Spiele gewinnen kann, und die Atmosphäre am Freitagabend dürfte die Hamburger zusätzlich tragen.
Deshalb gefällt uns die Absicherung über Draw No Bet deutlich besser.
Wett-Tipp und Prognose: Gladbach nimmt mindestens einen Punkt mit
Für den HSV kommt dieses Spiel zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Drei Niederlagen hintereinander und eine lange Verletztenliste sorgen für wenig Stabilität.
Gladbach steht tabellarisch zwar noch schlechter da, hat zuletzt aber erstmals über mehrere Spiele hinweg Konstanz gezeigt. Vor allem defensiv macht die Borussia momentan einen deutlich gefestigteren Eindruck.
- Unser Wett-Tipp: Borussia Mönchengladbach – Draw No Bet
- Empfohlene Quote: ca. 1,95
Bei einem Unentschieden wäre die Wette neutral, ein Gladbacher Sieg würde den Tipp gewinnen. Angesichts der aktuellen Entwicklung beider Mannschaften halten wir es für gut möglich, dass die Borussia ihre kleine Serie auch im Volkspark fortsetzt. Ein enges 1:1 oder ein knapper Gladbacher Auswärtssieg erscheint uns derzeit plausibler als ein Hamburger Befreiungsschlag.


