Das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend (7. November 2026) verspricht einiges. Der VfB Stuttgart empfängt um 18:30 Uhr Werder Bremen – und plötzlich reisen die Gäste sogar als das deutlich besser platzierte Team an. Werder steht nach acht Spieltagen bei starken 15 Punkten und ist seit sieben Bundesliga-Partien ungeschlagen.
Stuttgart wiederum sendete am vergangenen Wochenende ein kräftiges Lebenszeichen: Beim zuvor zuhause ungeschlagenen Bayer Leverkusen gewann der VfB völlig verdient mit 4:2. War das der Befreiungsschlag für die Mannschaft von Sebastian Hoeneß?
Quoten und Ausgangslage: Stuttgart überraschend klarer Favorit
Die Tabelle spricht momentan eindeutig für Bremen. Werder steht mit 15 Punkten und 17:14 Toren auf Rang fünf, Stuttgart kommt nach fünf Niederlagen aus acht Spielen lediglich auf neun Zähler und Platz elf.
Bei den Quoten sieht die Lage erstaunlich anders aus. Stuttgart wird für einen Heimsieg derzeit nur mit etwa 1,50 bis 1,57 gehandelt. Das Remis bringt ungefähr 5,00, während ein Bremer Auswärtssieg teilweise sogar bei 5,00 bis 5,70 liegt. Für über 3,5 Tore werden rund 1,90 bis 2,05 angeboten.
So deutlich würden wir die Partie angesichts der aktuellen Bremer Form nicht zugunsten des VfB bewerten.
Formcheck VfB Stuttgart: Der Sieg in Leverkusen war ein echtes Ausrufezeichen
Stuttgart brauchte diesen Sieg dringend. Vor dem Spiel in Leverkusen hatte der VfB drei seiner vorherigen vier Bundesliga-Partien verloren und war mit lediglich sechs Punkten nach sieben Spieltagen so schwach gestartet wie noch nie unter Sebastian Hoeneß.
In Leverkusen zeigte Stuttgart dann plötzlich wieder vieles von dem, was die Mannschaft in besseren Phasen ausgezeichnet hat.
Ermedin Demirović traf doppelt, Jamie Leweling und Bilal El Khannouss erzielten die weiteren Tore. Besonders beeindruckend: Stuttgart produzierte 3,23 Expected Goals und gewann nicht etwa glücklich, sondern erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten.

Personell gibt es trotzdem Probleme. Angelo Stiller fällt mit einer Verletzung im Adduktorenbereich vorerst aus, auch Leo Sauer steht nicht zur Verfügung. Stiller hatte zuvor in allen zwölf Pflichtspielen der Saison begonnen und gehört im Stuttgarter Mittelfeld normalerweise zu den zentralen Figuren.
Der 4:2-Sieg macht Mut – ob daraus bereits eine nachhaltige Wende geworden ist, muss der VfB nun gegen eines der formstärksten Teams der Liga beweisen.
Formcheck Werder Bremen: Sieben Spiele ungeschlagen – und Füllkrug hört nicht auf zu treffen
In Bremen herrscht derzeit völlig zurecht Euphorie.
Seit dem ersten Spieltag hat Werder kein Bundesliga-Spiel mehr verloren. Nach acht Partien stehen vier Siege, drei Remis und lediglich eine Niederlage. Beim jüngsten 2:0 gegen Hoffenheim feierte die Mannschaft von Daniel Thioune zudem erstmals seit 2014 wieder einen Bundesliga-Sieg gegen die TSG.
Und natürlich traf wieder Niclas Füllkrug.
Der Rückkehrer erzielte in der 57. Minute das 1:0 und steht inzwischen bei neun Bundesligatoren. Noch beeindruckender ist seine Serie: Füllkrug hat in sieben Ligaspielen hintereinander getroffen und damit den alten Bremer Vereinsrekord von Rudi Völler eingestellt. Kein Werder-Spieler hatte nach acht Spieltagen jemals mehr Bundesliga-Tore erzielt.
Eine Sorge gibt es allerdings: Mitchell Weiser musste gegen Hoffenheim bereits nach rund einer Viertelstunde mit Problemen am Oberschenkel ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose stand zunächst noch aus.
Matchanalyse: Warum Füllkrug auch in Stuttgart treffen kann
Beim klassischen 1X2-Markt möchten wir diesmal keine Seite nehmen. Stuttgart hat in Leverkusen gezeigt, welches Niveau in dieser Mannschaft steckt. Einen VfB-Sieg für rund 1,50 finden wir gegen ein seit sieben Ligaspielen ungeschlagenes Bremen aber ausgesprochen niedrig bewertet.
Gleichzeitig wäre ein Bremer Auswärtssieg trotz der verlockenden Quote sehr mutig.
Viel interessanter ist deshalb für uns der Blick auf Füllkrug.
Stuttgart hat trotz des starken Leverkusen-Spiels in acht Bundesliga-Partien bereits 15 Gegentore kassiert. Werder wiederum hat in jedem seiner bisherigen Ligaspiele mindestens einmal getroffen. Und Füllkrug befindet sich derzeit in einer Form, in der praktisch jede gute Bremer Torchance bei ihm endet.
Am Wettmarkt gibt es für ein weiteres Tor des 33-Jährigen aktuell ungefähr Quote 3,00.
Wett-Tipp und Prognose: Füllkrug macht mindestens ein Tor
Stuttgart dürfte nach dem 4:2 in Leverkusen deutlich selbstbewusster auftreten und besitzt zuhause genügend Qualität, um dieses Spiel zu gewinnen. Werder hat sich in den vergangenen Wochen allerdings immer wieder als enorm widerstandsfähig erwiesen.
Statt uns auf einen Sieger festzulegen, setzen wir deshalb auf den Mann, der diese Bremer Erfolgsserie wie kein anderer verkörpert.
- Unser Wett-Tipp: Niclas Füllkrug trifft
- Empfohlene Quote: ca. 3,00
Sieben Bundesliga-Spiele hintereinander mit mindestens einem Füllkrug-Tor sind längst kein Zufallsprodukt mehr. Stuttgart geht als klarer Favorit ins Topspiel – aber wenn Werder in der MHPArena trifft, führt der wahrscheinlichste Weg zum Bremer Tor momentan erneut über seine Nummer neun.


