Deutschland – Polen (22.09. Volleyball-EM) live im TV: Welcher Sender überträgt?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Polen – Deutschland im TV und Live-Stream: Wer überträgt das EM-Viertelfinale am 22.09.2026?

Was für ein Volleyball-Krimi – und plötzlich träumt Deutschland von einer EM-Medaille! Nach dem sensationellen 3:2-Erfolg gegen Gastgeber Bulgarien steht die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale. Am Dienstag, 22. September 2026, wartet in Sofia allerdings der nächste Riesen-Brocken: Titelverteidiger Polen.

Nach aktuellem Stand soll der erste Aufschlag gegen 15 Uhr deutscher Zeit erfolgen, die endgültige Bestätigung der Uhrzeit steht allerdings noch aus.

Polen gegen Deutschland nicht im Free-TV

Eigentlich hätte sich diese deutsche Mannschaft nach dem Spektakel gegen Bulgarien einen großen TV-Sendeplatz verdient. Kurzfristig ins Free-TV schafft es das Viertelfinale aber offenbar trotzdem nicht.

ARD, ZDF und Sport1 zeigen Polen gegen Deutschland nach aktuellem Stand nicht live. Auch bei Eurosport ist keine Übertragung vorgesehen.

Die zentrale Adresse bleibt damit Sporteurope.TV. Der Streaminganbieter besitzt die deutschen Rechte an der Volleyball-EM und zeigt sämtliche Begegnungen des Turniers live.

Wer ausschließlich das Viertelfinale sehen möchte, kann einen Einzelstream für 6,90 Euro buchen. Der Turnierpass für die komplette Männer-EM kostet einmalig 19,90 Euro. Ein langfristiges Abo ist dafür nicht notwendig.

Eine kostenlose deutsche Streaming-Alternative bei sportschau.de oder YouTube ist bislang ebenfalls nicht angekündigt. EuroVolley.TV bietet die EM international an, in Deutschland greifen aufgrund der vergebenen Rechte allerdings entsprechende Einschränkungen.

Welche Kommentatoren bei Sporteurope.TV das Viertelfinale begleiten, wurde bislang noch nicht veröffentlicht.

Deutschland vollbringt gegen Bulgarien ein Volleyball-Wunder

Dass die DVV-Auswahl überhaupt unter den besten acht Mannschaften Europas steht, war am Samstag lange kaum noch vorstellbar.

Vor 13.250 lautstarken bulgarischen Fans lag Deutschland gegen den Vizeweltmeister bereits mit 0:2 Sätzen zurück. Doch dann drehte die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti komplett auf.

Mit 25:19 und 25:23 rettete sich Deutschland in den Tiebreak und gewann diesen mit 15:12. Erik Röhrs war mit 20 Punkten bester deutscher Scorer, Anton Brehme kam auf 14 Zähler.

Besonders bemerkenswert: Deutschland muss für den Rest der EM auf Zuspieler Johannes Tille verzichten. Routinier Jan Zimmermann sprang gegen Bulgarien ein – und half dabei, eine eigentlich schon verlorene Partie noch zu drehen.

Polen ist der große Favorit

Nun steigt der Schwierigkeitsgrad noch einmal. Polen ist nicht irgendein Gegner, sondern der amtierende Europameister und Weltranglistenerste.

Die Mannschaft von Nikola Grbić gewann zuletzt die Nations League, holte bei Olympia 2024 Silber und zählt bei nahezu jedem großen Turnier zum engsten Favoritenkreis. Im Achtelfinale hatte Lettland beim klaren 3:0 keine Chance.

Tomasz Fornal erzielte dabei 19 Punkte, dazu verfügt Polen mit Stars wie Wilfredo León über enorme Qualität in Aufschlag und Angriff.

Auch der direkte Vergleich spricht deutlich für Polen: Von zehn erfassten Pflichtspielduellen seit 2008 gewann Deutschland lediglich eines. Noch im Juni setzte sich Polen in der Nations League mit 3:1 durch.

Hat Deutschland trotzdem eine Chance?

Klar ist: Deutschland geht als deutlicher Außenseiter ins Viertelfinale. Chancenlos ist das DVV-Team aber keineswegs.

Ausgerechnet Bulgarien lieferte dafür während der Gruppenphase den Beweis und schlug Polen mit 3:2. Wenige Tage später warf Deutschland wiederum Bulgarien aus dem Turnier.

So einfach funktioniert Volleyball-Mathematik natürlich nicht. Dennoch zeigt es: Polen ist verwundbar.

Deutschland hat bei dieser EM bereits gegen die Türkei, Lettland, Rumänien und die Schweiz gewonnen und nun auch einen emotionalen Fünfsatz-Thriller überstanden. Besonders mit druckvollen Aufschlägen und einem stabilen Block kann das Team auch dem Favoriten Probleme bereiten.

Nach diesem verrückten Comeback gegen Bulgarien dürfte ohnehin eines gelten: Angst muss diese deutsche Mannschaft vor niemandem mehr haben.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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