
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (06.08.) greift auch Daniil Medvedev beim ATP Masters in Montreal erstmals ins Turniergeschehen ein. Der ehemalige Weltranglistenerste trifft in der zweiten Runde auf den Niederländer Botic van de Zandschulp, der sich bereits erfolgreich durch die erste Runde gekämpft hat.
Auf dem Papier ist Medvedev mit Quoten um 1,27 der klare Favorit. Ganz so eindeutig erscheint die Ausgangslage allerdings nicht. Der Russe erlebt bislang kein überzeugendes Jahr und hat seit seinem Wimbledon-Aus vor rund einem Monat kein offizielles Match mehr bestritten. Van de Zandschulp bringt dagegen bereits Wettkampfpraxis aus Montreal mit und könnte den Favoriten durchaus vor Probleme stellen.
Medvedev vs. van de Zandschulp: Ausgangslage vor dem Match
Für Daniil Medvedev beginnt in Montreal ein wichtiger Saisonabschnitt. Der Russe möchte auf seinem Lieblingsbelag wieder zu alter Stärke zurückfinden, nachdem die vergangenen Monate nicht nach Wunsch verlaufen sind.
Sein bislang letztes Match absolvierte Medvedev Anfang Juli in Wimbledon. Dort musste er überraschend bereits früh die Segel streichen und verlor glatt in drei Sätzen gegen Jan-Lennard Struff. Seitdem hat der ehemalige US-Open-Sieger kein Turnier mehr gespielt und geht entsprechend ohne Matchpraxis in sein erstes Hartplatz-Match seit längerer Zeit.
Botic van de Zandschulp hat dagegen den Vorteil, die Bedingungen in Montreal bereits kennengelernt zu haben. Der Niederländer setzte sich in der ersten Runde nach einem umkämpften Dreisatzmatch gegen Giovanni Mpetshi Perricard durch und dürfte dadurch mit deutlich mehr Rhythmus auf den Platz gehen.
Formcheck: Medvedev sucht nach seiner Bestform
Dass Daniil Medvedev auf Hartplatz zu den stärksten Spielern der Welt gehören kann, steht außer Frage. Der Russe gewann in seiner Karriere zahlreiche große Titel auf diesem Belag und fühlt sich auf den schnellen Courts traditionell besonders wohl.
Allerdings verlief die Saison 2026 bislang eher durchwachsen. Immer wieder fehlte ihm die Konstanz, die ihn in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hatte. Nach der deutlichen Niederlage gegen Struff in Wimbledon legte Medvedev eine längere Pause ein und muss nun erst wieder seinen Wettkampfrhythmus finden.
Van de Zandschulp reist zwar ebenfalls nicht mit einer langen Siegesserie nach Kanada, konnte sich aber durch den Erfolg gegen Mpetshi Perricard wertvolles Selbstvertrauen holen. Vor allem sein Kampfgeist war beeindruckend, denn gegen den aufschlagstarken Franzosen musste der Niederländer über die volle Distanz gehen und behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven.
Direkter Vergleich: 4:0 für Medvedev
Auch der direkte Vergleich spricht klar für Daniil Medvedev.
Der Russe hat alle vier bisherigen Duelle gegen Botic van de Zandschulp gewonnen. Auf Hartplatz fand der Niederländer bislang kein Mittel gegen Medvedevs starkes Returnspiel und dessen außergewöhnliche Defensivqualitäten.
Trotzdem dürfte sich van de Zandschulp diesmal bessere Chancen ausrechnen als in den vergangenen Begegnungen. Medvedev fehlt die Matchpraxis, während der Niederländer bereits ein erfolgreiches Match in Montreal absolviert hat.
Wettquoten: Medvedev bleibt der klare Favorit
Die Buchmacher sehen Daniil Medvedev erwartungsgemäß deutlich vorne.
Die durchschnittlichen Wettquoten liegen aktuell bei etwa:
- Sieg Daniil Medvedev: 1,22 bis 1,28
- Sieg Botic van de Zandschulp: 3,80 bis 4,00
Diese Einschätzung basiert vor allem auf Medvedevs Klasse auf Hartplatz und seiner dominanten Bilanz im direkten Vergleich. Dennoch erscheint die Favoritenquote relativ niedrig, wenn man seine zuletzt fehlende Matchpraxis berücksichtigt.
Prognose und Wett-Tipp: Insgesamt ÜBER 21,5 Spiele
Daniil Medvedev besitzt ohne Zweifel die größere Qualität und dürfte sich mit zunehmender Matchdauer steigern. Gleichzeitig spricht aber einiges dafür, dass der Russe nicht sofort sein bestes Tennis abrufen wird. Nach einem Monat ohne Wettkampf braucht selbst ein Spieler seines Formats häufig etwas Zeit, um wieder in den Rhythmus zu kommen.
Van de Zandschulp dürfte versuchen, genau diese Phase auszunutzen. Der Niederländer kennt die Bedingungen bereits, hat in Runde eins Selbstvertrauen gesammelt und verfügt über einen starken Aufschlag, mit dem er viele enge Servicegames erzwingen kann.
- Unser Wett-Tipp lautet daher: Über 21,5 Spiele im Match.
- Empfohlene Quote: ca. 1,90
Ein glatter Medvedev-Sieg bleibt zwar das wahrscheinlichste Szenario. Dennoch spricht vieles dafür, dass van de Zandschulp den Favoriten zumindest phasenweise fordert und das Match enger gestaltet, als es die Siegquoten vermuten lassen. Ein Tiebreak oder ein Satz mit 7:5 erscheint durchaus realistisch – und genau deshalb bietet die Über-Wette hier den attraktivsten Value.