
Ella Seidel trifft am Dienstag (01.09.26) in der ersten Runde der US Open auf Yuliia Starodubtseva. Die deutsche Hoffnung geht als klare Außenseiterin in die Partie. Seidel hat in den vergangenen Monaten viel Boden in der Weltrangliste verloren und konnte auf Hartplatz zuletzt kaum überzeugen.
Starodubtseva reist dagegen mit einem Viertelfinaleinzug in Monterrey nach New York und hat damit unmittelbar vor dem Grand Slam neues Selbstvertrauen gesammelt.
Ausgangslage: Seidel sucht nach ihrer Form
Seidel steht aktuell nur noch auf Rang 124 der Weltrangliste. Zu Jahresbeginn war die 21-Jährige zwischenzeitlich bereits die Nummer 78 und schien sich dauerhaft in Richtung Top 100 zu entwickeln. Inzwischen zeigt die Formkurve jedoch deutlich nach unten.
Auch bei Grand Slams wartet Seidel noch auf ihren ersten Sieg im Hauptfeld. Bei den Australian Open, French Open und in Wimbledon war 2026 jeweils bereits in der ersten Runde Schluss. In New York steht sie nun erstmals im Hauptfeld.
Starodubtseva besitzt mit Rang 74 die deutlich bessere Ausgangsposition. Die Ukrainerin hatte nach einem starken Saisonbeginn zwischenzeitlich ebenfalls eine schwierige Phase, scheint unmittelbar vor den US Open aber rechtzeitig wieder in die Spur gefunden zu haben.
Formcheck Seidel: Auf Hartplatz zuletzt kaum Erfolgserlebnisse
Seidels Ergebnisse auf Hartplatz bereiten vor dem Turnierstart Sorgen. Ihre Saisonbilanz auf diesem Untergrund steht derzeit bei neun Siegen und 15 Niederlagen.
Anfang August gewann sie in Warschau zunächst klar mit 6:2, 6:2 gegen Dalma Galfi, verlor anschließend aber 3:6, 4:6 gegen Gabriela Knutson. Noch ernüchternder verlief der Auftritt in der Cincinnati-Qualifikation. Gegen Nadia Podoroska war Seidel beim 2:6, 2:6 weitgehend chancenlos.
Seitdem hat die Deutsche kein offizielles Match mehr bestritten. Einerseits hatte sie dadurch ausreichend Zeit zur Vorbereitung, andererseits fehlt ihr vor New York der Wettkampfrhythmus.
Formcheck Starodubtseva: In Monterrey endet die Negativserie
Starodubtseva hatte vor dieser Woche ebenfalls große Probleme. Nach ihrem ersten WTA-Finale in Charleston folgte eine lange Schwächephase, zuletzt verlor die Ukrainerin sechs Matches nacheinander.
In Monterrey gelang nun die Trendwende. Zum Auftakt bezwang sie die junge Österreicherin Lilli Tagger. Anschließend folgte ein bemerkenswert souveränes 6:4, 6:3 gegen die gesetzte Janice Tjen.
Erst im Viertelfinale war gegen Elise Mertens Schluss. Starodubtseva verlor 1:6, 4:6, steigerte sich dabei aber im zweiten Satz. Die Reise von Monterrey nach New York bedeutet eine zusätzliche Belastung, dafür kommt die Ukrainerin mit deutlich mehr aktueller Matchpraxis.
Direkter Vergleich: Starodubtseva gewann das bislang einzige Duell klar
Beide Spielerinnen trafen bislang einmal aufeinander. Im April 2024 setzte sich Starodubtseva bei einem ITF-Turnier in Portugal deutlich mit 6:3, 6:1 durch.
Das Match liegt inzwischen mehr als zwei Jahre zurück und besitzt nur begrenzte Aussagekraft. Trotzdem bestätigt es, dass Seidel bislang noch kein gutes Rezept gegen die Ukrainerin gefunden hat.
Wettquoten: Die Deutsche ist klare Außenseiterin
Die Buchmacher sehen Starodubtseva deutlich vorne. Für ihren Matchsieg gibt es aktuell Quoten von ungefähr 1,42 bis 1,50. Seidel wird je nach Anbieter zwischen etwa 2,55 und 2,67 gehandelt.
Interessanter ist deshalb der exakte Satzmarkt. Für einen 2:0-Erfolg von Starodubtseva sind aktuell Quoten um 2,20 verfügbar.
Wett-Tipp und Prognose: Starodubtseva gewinnt glatt!
Seidel besitzt zweifellos Potenzial, ihre aktuelle Form überzeugt uns aber nicht. Auf Hartplatz hat die Deutsche 2026 deutlich mehr Matches verloren als gewonnen und war zuletzt selbst gegen Podoroska klar unterlegen. Starodubtseva hat dagegen unmittelbar vor den US Open zwei Matches gewonnen und ihre sechs Spiele lange Niederlagenserie beendet.
- Unser Wett-Tipp: Yuliia Starodubtseva gewinnt 2:0 nach Sätzen
- Empfohlene Quote: 2,20
Die zusätzliche Reise aus Monterrey ist ein kleiner Risikofaktor. Trotzdem sehen wir die Ukrainerin momentan deutlich stabiler. Sie steht 50 Weltranglistenplätze vor Seidel, besitzt den besseren aktuellen Rhythmus und gewann auch das bislang einzige direkte Duell klar. Deshalb bevorzugen wir den 2:0-Erfolg gegenüber dem niedrig quotierten normalen Matchsieg.
