Am nächsten Sonntag (13. September 2026) empfängt RB Leipzig um 15:30 Uhr den Hamburger SV. Für den Aufsteiger könnte die Aufgabe zu diesem Zeitpunkt kaum unangenehmer sein. Der HSV hat einen Horrorstart hingelegt, steht nach zwei Spieltagen ohne Punkt und sogar ohne eigenes Tor am Tabellenende. Besonders das 0:5 gegen Mainz am vergangenen Sonntag war ein echtes Debakel.
Leipzig kommt zwar selbst aus einer überraschenden 1:3-Niederlage in Bremen und muss zuvor noch in der Champions League bei Como antreten, geht zuhause aber trotzdem als haushoher Favorit in die Partie.
Ausgangslage: Beim HSV herrscht schon früh Alarmstimmung
Zwei Spiele, null Punkte, 0:7 Tore – schlechter hätte Hamburg kaum in die neue Bundesliga-Saison starten können. Das 0:2 zum Auftakt in Dortmund konnte man angesichts der schwierigen Aufgabe noch einordnen. Vom ersten Heimspiel gegen Mainz hatte man sich anschließend aber eine deutliche Steigerung erhofft.
Stattdessen wurde es noch schlimmer. Der HSV war beim 0:5 über weite Strecken völlig chancenlos und leistete sich defensiv schwere individuelle Fehler. Auch offensiv entwickelte der Aufsteiger kaum Gefahr. Trainer Merlin Polzin übernahm hinterher zwar Verantwortung, konnte den desolaten Auftritt aber naturgemäß auch nicht schönreden.
Entsprechend eindeutig fällt die Favoritenrolle aus. Für einen Leipziger Heimsieg werden aktuell nur Quoten um 1,40 angeboten, während ein HSV-Erfolg teilweise bei 6,50 oder höher liegt.
Formcheck Leipzig: Der erste Rückschlag unter Demichelis
Dabei hat auch Leipzig etwas gutzumachen. Nach dem überzeugenden 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach zum Bundesliga-Auftakt folgte in Bremen eine unerwartet schwache Vorstellung.
RB geriet früh in Rückstand und fand trotz sehr viel Ballbesitz kaum Lösungen gegen die kompakte Werder-Defensive. Bremen erhöhte später auf 3:0, ehe Ridle Baku tief in der Schlussphase nur noch Ergebniskosmetik betrieb. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer sprach anschließend von einem deutlichen Denkzettel, Kapitän David Raum kritisierte fehlende Leidenschaft und Ideen.

Vor dem HSV-Spiel wartet allerdings noch eine zusätzliche Belastung. Am Donnerstagabend muss Leipzig in der Champions League bei Como antreten. Damit bleiben nur zwei volle Tage zur Regeneration. Gerade nach einem intensiven Auswärtsspiel in Italien könnte Trainer Martin Demichelis am Sonntag auf einigen Positionen rotieren.
Qualitativ bleibt der Unterschied zum HSV trotzdem erheblich. Leipzig verfügt gerade in der Offensive über genügend Tempo und individuelle Klasse, um die derzeit extrem unsichere Hamburger Defensive unter Druck zu setzen.
Formcheck HSV: Offensiv komplett harmlos, defensiv erschreckend anfällig
Die vielleicht größte Sorge beim HSV ist nicht einmal allein die Zahl der Gegentore, sondern die Kombination aus defensiver Instabilität und offensiver Harmlosigkeit.
Gegen Dortmund gelang kein Treffer, gegen Mainz ebenfalls nicht. Besonders beim 0:5 im eigenen Stadion fehlte nahezu jede Durchschlagskraft. Mainz-Keeper Alexander Schwolow erlebte einen ausgesprochen ruhigen Nachmittag, während auf der anderen Seite mehrere Hamburger Fehler unmittelbar zu Gegentoren führten.
Natürlich kann sich ein Aufsteiger nach zwei Spielen noch entwickeln. Die Mannschaft wurde im Sommer stark verändert und benötigt möglicherweise Zeit, um sich zu finden. Die Bundesliga wartet allerdings nicht. Mit Leipzig folgt nun bereits der nächste Gegner aus der Spitzengruppe.
Zumindest mental dürfte die Aufgabe klar sein: Hamburg muss zunächst versuchen, überhaupt Stabilität in sein Spiel zu bekommen. Nach sieben Gegentoren wäre es kaum überraschend, wenn Polzin diesmal deutlich vorsichtiger aufstellt.
Matchanalyse: Leipzig sollte genügend Chancen bekommen
Die Champions-League-Belastung ist das stärkste Argument gegen einen allzu hohen Leipziger Sieg. RB könnte nach dem Como-Spiel gerade in der zweiten Hälfte etwas an Intensität verlieren.
Für Hamburg spricht das aber nur bedingt. Der HSV muss erst einmal zeigen, dass er defensiv überhaupt lange genug stabil bleiben kann. Gegen Mainz wurde die Mannschaft schon mit relativ einfachen Mitteln auseinandergezogen.
Wir erwarten deshalb, dass Leipzig früh versucht, für klare Verhältnisse zu sorgen. Ein schnelles 1:0 wäre für den HSV besonders problematisch, weil die Gäste anschließend selbst offensiver werden müssten.
Auf der anderen Seite gefällt uns Hamburgs Angriff derzeit überhaupt nicht. Nach zwei Spielen ohne Treffer erscheint uns deshalb eine Wette auf einen Leipziger Sieg ohne Gegentor interessanter als der extrem niedrig quotierte normale Heimsieg.
Wett-Tipp und Prognose: Leipzig gewinnt – und zwar ohne Gegentor
Dass Leipzig unter der Woche in der Champions League gefordert ist, erhöht das Risiko etwas. Trotzdem ist der Qualitätsunterschied erheblich. Vor allem müsste der HSV nach den bisherigen Eindrücken einen enormen Sprung machen, um in Leipzig offensiv dauerhaft gefährlich zu werden.
Die Wette „Leipzig gewinnt zu null“ wird aktuell mit Quoten um 2,50 angeboten und gefällt uns deutlich besser als ein normaler Favoritensieg.
- Unser Wett-Tipp: RB Leipzig gewinnt zu null
- Empfohlene Quote: ca. 2,50
Leipzig wird nach der Niederlage in Bremen eine Reaktion zeigen wollen, während beim HSV nach dem 0:5 gegen Mainz erst einmal Schadensbegrenzung angesagt ist. Solange die Hamburger Offensive derart harmlos bleibt, spricht vieles dafür, dass RB zuhause relativ souverän gewinnt. Ein 2:0 oder 3:0 für Leipzig erscheint uns am wahrscheinlichsten.

