Beim Hamburger SV ist die Stimmung innerhalb weniger Wochen komplett gekippt. Nach einem katastrophalen Saisonstart mit drei Niederlagen und 0:12 Toren haben die Hamburger plötzlich drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen. Eine solche Siegesserie gelang dem HSV im Oberhaus zuletzt in der Saison 2010/11. Am Samstag (24. Oktober 2026) könnte beim SC Paderborn nun sogar der vierte Dreier hintereinander folgen.
Der Aufsteiger wird allerdings nach dem achtbaren 2:2 in Bremen mit neuem Selbstvertrauen antreten und braucht im Kampf um den Klassenerhalt selbst dringend Punkte.
Ausgangslage: HSV plötzlich mit Rückenwind
Anstoß in der Home Deluxe Arena ist am Samstag um 15:30 Uhr. Paderborn hat aus den ersten sechs Ligaspielen fünf Punkte geholt. Der HSV steht nach seiner Siegesserie inzwischen bei neun Zählern und hat damit den Fehlstart zumindest vorerst korrigiert.
Interessanterweise sehen die Buchmacher trotzdem keinen Favoriten aus Hamburg. Paderborn wird für einen Heimsieg aktuell ungefähr bei 2,25 bis 2,40 gehandelt, für den HSV gibt es rund 2,75 bis 2,90. Das Remis bewegt sich im Bereich von 3,60 bis 3,90.
Die Quoten zeigen, dass der Heimvorteil des Aufsteigers hoch bewertet wird. Die aktuelle Form spricht dagegen eindeutig für Hamburg.
Formcheck SC Paderborn: In Bremen lange auf Siegkurs
Von Anfang an war klar, dass es für Paderborn in dieser Saison nur um den Klassenerhalt gehen kann. Gemessen daran sind fünf Punkte nach sechs Spieltagen keine Katastrophe – viel Luft nach unten gibt es allerdings nicht.
Zum Auftakt holte der SCP ein 0:0 in Mainz. Danach folgten Niederlagen gegen Freiburg und Dortmund, ehe mit dem überraschenden 3:1 gegen Hoffenheim der erste Bundesliga-Sieg gelang. Gegen Stuttgart gab es anschließend beim 0:2 den nächsten Rückschlag.

Mut machte nun der Auftritt in Bremen. Paderborn führte im Weserstadion nach einer halben Stunde durch Stefano Marino und Steffen Tigges bereits mit 2:0. Erst nach der Pause schlug Werder zurück. Niclas Füllkrug erzielte innerhalb weniger Minuten beide Bremer Treffer zum 2:2. In der Nachspielzeit hatte Paderborn sogar noch die große Chance auf den Sieg, traf aber nur den Pfosten.
Das zeigt: Der Aufsteiger ist konkurrenzfähig. Paderborn wird Spiele verlieren, kann aber jeden Gegner bestrafen, der die Partie zu locker angeht.
Formcheck Hamburger SV: Drei Siege verändern alles
Beim HSV sah die Welt nach drei Spieltagen noch völlig anders aus.
Auf das 0:2 in Dortmund folgten zwei desaströse 0:5-Niederlagen gegen Mainz und in Leipzig. Null Punkte, null eigene Tore und zwölf Gegentreffer – schlechter hätte die Rückkehr in die Bundesliga kaum beginnen können.
Dann kam die Wende.
Zunächst gewann Hamburg mit 2:1 gegen Köln. Nach der Länderspielpause folgte ein wichtiger 3:2-Auswärtserfolg in Hoffenheim. Gegen Stuttgart setzte die Mannschaft von Merlin Polzin ihre Serie am vergangenen Wochenende fort. Lange stand es 0:0, ehe Miro Muheim in der 88. Minute mit einem wuchtigen Distanzschuss das entscheidende 1:0 erzielte.
Aus 0:12 Toren während der ersten drei Spieltage wurden damit sechs Punkte? Nein: sogar neun Punkte aus drei Spielen bei 6:3 Toren. Besonders wichtig ist, dass der HSV mittlerweile auch enge Begegnungen für sich entscheidet.
Der HSV wirkt plötzlich nicht mehr wie eine Mannschaft, die nur irgendwie mithalten möchte, sondern wie ein Team, das inzwischen verstanden hat, wie es in der Bundesliga Punkte holen kann.
Matchanalyse: Ist Paderborn wirklich der Favorit?
Genau deshalb überrascht uns die Quotenverteilung etwas.
Natürlich besitzt Paderborn den Heimvorteil. Der SCP hat außerdem gegen Hoffenheim gewonnen und in Bremen gezeigt, dass er über gefährliche Umschaltmomente verfügt. Gleichzeitig gingen aber zwei der bisherigen drei Bundesliga-Heimspiele verloren.
Hamburg reist dagegen mit drei Siegen am Stück an. Das Selbstvertrauen könnte nach dem dramatischen Erfolg gegen Stuttgart kaum größer sein.
Trotzdem würden wir nicht komplett auf den vierten HSV-Sieg gehen. Die ersten Auswärtsspiele in Dortmund und Leipzig haben gezeigt, dass Hamburg in der Fremde weiterhin verwundbar sein kann. Paderborn ist außerdem gerade zuhause unangenehm und dürfte nach dem 2:2 in Bremen ebenfalls mit breiter Brust auftreten.
Deshalb gefällt uns diesmal die Absicherung über „Unentschieden – Einsatz zurück“ besser. Für den Hamburger SV Draw No Bet werden aktuell ungefähr Quoten von 2,08 bis 2,10 angeboten.
Wett-Tipp und Prognose: Der HSV setzt seine Serie fort
Paderborn wird dem HSV alles abverlangen. Trotzdem sehen wir die aktuelle Entwicklung klar auf Seiten der Gäste.
Der HSV hat drei völlig unterschiedliche Spiele gewonnen: gegen Köln unter großem Druck, in Hoffenheim auswärts und gegen Stuttgart in einer engen Partie durch einen späten Treffer. Genau solche Ergebnisse sorgen für Selbstvertrauen.
Paderborn besitzt genug Qualität für einen Punkt, weshalb wir das Remis lieber absichern.
- Unser Wett-Tipp: Hamburger SV – Draw No Bet
- Empfohlene Quote: ca. 2,10
Gewinnt Hamburg, ist die Wette erfolgreich. Bei einem Unentschieden gibt es den Einsatz zurück. Nach drei Siegen in Serie erscheint uns das die passende Möglichkeit, auf den starken HSV-Trend zu setzen, ohne die Gefahr eines engen Remis beim unangenehmen Aufsteiger komplett ignorieren zu müssen.


