Am Freitagabend (04.09.2026) eröffnet ein echtes Traditionsduell den 2. Bundesliga-Spieltag. Um 20:30 Uhr empfängt der VfB Stuttgart den 1. FC Köln in der MHP Arena. Die Stimmungslage könnte kaum unterschiedlicher sein. Stuttgart kassierte zum Saisonstart beim FC Bayern eine heftige 1:5-Niederlage und steht beim ersten Heimspiel bereits unter Zugzwang.
Köln dagegen feierte gegen Hoffenheim einen emotionalen 3:2-Sieg und reist mit viel Selbstvertrauen nach Schwaben. Trotzdem sind die Rollen bei den Buchmachern extrem klar verteilt.
Ausgangslage: Stuttgart will die Bayern-Packung sofort vergessen machen
Der VfB hatte sich den Start in die neue Saison sicherlich anders vorgestellt. Beim Meister in München hielt die Mannschaft von Sebastian Hoeneß phasenweise ordentlich dagegen und kam durch Josha Vagnoman sogar zum zwischenzeitlichen 1:1. Anschließend brachen jedoch alle Dämme. Bayern gewann am Ende 5:1 und hätte aufgrund zahlreicher weiterer Chancen sogar noch höher siegen können.
Nun kommt das erste Heimspiel genau zum richtigen Zeitpunkt. Gegen Köln ist Stuttgart individuell klar besser besetzt und will zeigen, dass die deutliche Niederlage in München vor allem mit der außergewöhnlichen Qualität des Gegners zusammenhing.
Köln reist dagegen mit drei Punkten an. Die Mannschaft von René Wagner lag gegen Hoffenheim zweimal zurück und bewies bemerkenswerte Moral. Said El Mala erzielte das erste Kölner Saisontor, anschließend wurde Neuzugang Thijs Dallinga zum großen Helden. Der eingewechselte Niederländer traf innerhalb von zehn Minuten doppelt und drehte die Partie zum 3:2.
Formcheck: Stuttgart braucht eine Reaktion, Köln kommt mit viel Euphorie
Vor der Bayern-Niederlage hatte Stuttgart seine erste Pflichtspielaufgabe souverän erledigt. Im DFB-Pokal gewann der VfB mit 4:0 bei Hansa Rostock. Damit steht die Mannschaft nach zwei Pflichtspielen bei fünf eigenen Treffern, musste allerdings ebenfalls fünf Gegentore hinnehmen.
Die 1:5-Niederlage sollte trotzdem nicht überbewertet werden. Bayern scheint derzeit noch einmal eine Klasse besser als der Rest der Bundesliga zu sein. Entscheidend ist vielmehr, wie Stuttgart auf diesen Rückschlag reagiert.

Köln hat bereits zweimal enorme Moral gezeigt. Im Pokal lag der FC beim Drittligisten Würzburger Kickers ebenfalls 0:1 zurück und drehte das Spiel dank eines Doppelpacks von Isak Johannesson noch zum 2:1.
Gegen Hoffenheim wiederholte sich das Muster auf höherem Niveau. Köln lag zur Pause hinten, glich durch El Mala aus, geriet erneut in Rückstand und gewann trotzdem noch 3:2. Dass Dallinga bei seinem Bundesliga-Debüt als Joker sofort zweimal traf, erweitert Wagners Möglichkeiten im Angriff erheblich.
Verletzte und gesperrte Spieler: Stuttgart muss Ausfälle kompensieren
Beim VfB ist die Verletztenliste durchaus lang. Nikolas Nartey fällt mit einer Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite mehrere Wochen aus. Auch Dan-Axel Zagadou, Lorenz Assignon, Luca Jaquez, Leo Sauer, Justin Diehl und Torhüter Dennis Seimen werden derzeit als nicht verfügbar geführt. Chris Führich ist aufgrund muskulärer Probleme zumindest fraglich.
Köln hat ebenfalls einige Ausfälle. Innenverteidiger Timo Hübers fehlt mit einer Knieverletzung, Sebastian Sebulonsen laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Auch Luca Waldschmidt dürfte wegen muskulärer Probleme nicht rechtzeitig fit werden.
Eine Sperre aus dem ersten Bundesliga-Spiel belastet dagegen aktuell keines der beiden Teams.
Direkter Vergleich: Stuttgart hatte Köln zuletzt klar im Griff
Der jüngste direkte Vergleich spricht deutlich für die Schwaben. Stuttgart gewann beide Bundesliga-Duelle der vergangenen Saison. Im September 2025 setzte sich der VfB mit 2:1 in Köln durch, im Februar folgte zuhause ein 3:1.
Auch davor tat sich Köln regelmäßig schwer. Seit September 2022 hat der FC keines der sechs Bundesliga-Duelle gegen Stuttgart gewonnen. Der VfB holte in diesem Zeitraum vier Siege und zwei Unentschieden.
Insgesamt ist die historische Bilanz dieses Traditionsduells nahezu ausgeglichen. Für die aktuelle Prognose besitzen die jüngsten Ergebnisse aber deutlich mehr Aussagekraft – und diese sprechen klar für Stuttgart.
Wettquoten: Die Buchmacher erwarten einen Stuttgarter Heimsieg
Der Markt sieht Stuttgart trotz des 1:5 in München als sehr klaren Favoriten. Für einen VfB-Heimsieg gibt es aktuell lediglich Quoten von ungefähr 1,43 bis 1,46. Das Unentschieden wird mit etwa 4,60 bis 5,25 bewertet, während für einen Kölner Auswärtssieg je nach Anbieter ungefähr 5,00 bis 6,15 angeboten werden.
Der normale Heimsieg ist uns deshalb zu niedrig. Spannender ist die Kombination „Stuttgart gewinnt und beide Teams treffen“. Dafür sind aktuell Quoten um 2,37 verfügbar.
Wett-Tipp und Prognose: Stuttgart gewinnt – aber Köln trauen wir erneut ein Tor zu
Die 1:5-Niederlage gegen Bayern sieht brutal aus, ändert für uns aber nichts an der grundsätzlichen Qualität des VfB. Stuttgart besitzt den stärkeren Kader, spielt zuhause und hat die vergangenen beiden direkten Duelle gewonnen. Eine deutliche Reaktion der Hoeneß-Elf ist zu erwarten.
Köln sollte man nach dem Saisonstart allerdings nicht unterschätzen. Der FC hat in beiden Pflichtspielen einen Rückstand gedreht und mit El Mala sowie Dallinga genügend offensive Qualität, um auch in Stuttgart gefährlich zu werden.
- Unser Wett-Tipp: VfB Stuttgart gewinnt & beide Teams treffen
- Empfohlene Quote: 2,37
Der einfache Stuttgarter Sieg bietet zu wenig Rendite. Die Kombination mit einem Kölner Treffer erhöht die Quote deutlich und passt zum bisherigen Saisonbild. Stuttgart muss nach der Bayern-Packung offensiv reagieren, während die eigene Defensive personell nicht optimal besetzt ist. Köln kommt mit enormem Selbstvertrauen und hat bereits fünf Pflichtspieltore erzielt. Ein 3:1 oder 3:2 für den VfB erscheint deshalb als realistisches Szenario.


