Am Samstag, 29. August 2026, empfängt Energie Cottbus um 13:00 Uhr die SpVgg Greuther Fürth im LEAG Energie Stadion. Beide Mannschaften gehen mit einer Enttäuschung aus dem DFB-Pokal in den dritten Zweitliga-Spieltag.
Die Stimmungslage ist trotzdem unterschiedlich: Aufsteiger Cottbus hat bereits einen starken Heimsieg gegen Hannover gefeiert und präsentierte sich auch beim 0:2 gegen Bundesligist Augsburg mutig. Fürth wartet dagegen nach drei Pflichtspielen noch auf den ersten Sieg.
Ausgangslage: Cottbus will vor eigenem Publikum wieder sein anderes Gesicht zeigen
Nach zwölf Jahren ist Energie zurück in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz begann ihre Mission Klassenerhalt mit einem überraschenden 3:1 gegen Hannover 96. Am zweiten Spieltag folgte ein deutlicher Rückschlag: Bei Arminia Bielefeld verlor Cottbus 0:3 und blieb sogar ohne Schuss auf das Tor.
Ein großes Thema ist der langfristige Ausfall von Mittelstürmer Erik Engelhardt. Der Angreifer fehlt nach seiner schweren Knieverletzung monatelang. Mit Dmytro Bogdanov wurde im Angriff nachgelegt, gegen Augsburg sammelte der Neuzugang bereits erste Minuten.
Fürth steht nach zwei Ligaspielen bei nur einem Punkt. Trainer Heiko Vogel, seit Dezember 2025 im Amt, muss einen personell veränderten Kader entwickeln.
Besonders der Abgang des langjährigen Kapitäns Branimir Hrgota zum FC St. Pauli wiegt schwer. Beim Ligaauftakt standen mit Ole Pohlmann, Jannis Heuer, Shinta Appelkamp, Krisztián Keresztes und dem erst 18-jährigen Torwart Florian Hellstern gleich fünf Neuzugänge in der Startelf.
Formcheck: Cottbus macht trotz Pokal-Aus Mut, Fürth kassiert den nächsten Rückschlag
Cottbus startete mit einem 3:1 gegen Hannover. Tolcay Ciğerci traf doppelt, Justin Butler erzielte das dritte Tor. Der Sieg war etwas schmeichelhaft, denn Hannover hatte vor allem in der ersten Hälfte zahlreiche Chancen. In Bielefeld zeigte der Aufsteiger anschließend sein bislang schwächstes Saisonspiel und verlor durch drei Treffer von Joel Grodowski verdient mit 0:3.
Umso bemerkenswerter war die Reaktion im DFB-Pokal. Gegen Bundesligist Augsburg verlor Energie zwar 0:2, war über weite Strecken aber mindestens auf Augenhöhe. Cottbus hatte rund 60 Prozent Ballbesitz und kam auf 21 Torschüsse. Anton Kade brachte Augsburg kurz nach der Pause in Führung, das 0:2 fiel tief in der Nachspielzeit, als Energie alles nach vorne warf.

Fürth holte zum Auftakt ein 1:1 beim FC St. Pauli. Im Frankenderby gegen Nürnberg führte das Kleeblatt anschließend zweimal, verlor aber noch 2:4. Besonders bitter: Felix Klaus vergab beim Stand von 2:3 einen Elfmeter.
Im Pokal folgte der nächste Dämpfer. Gegen Ligakonkurrent Bochum geriet Fürth 0:2 in Rückstand. Maxim Dal verkürzte auf 1:2, trotz einer engagierten Schlussphase gelang der Ausgleich aber nicht. Drei Pflichtspiele, ein Remis und zwei Niederlagen sind eine ernüchternde Bilanz.
Taktische Analyse: Cottbus kann Fürths offene Räume attackieren
Cottbus lebt unter Wollitz von Intensität, aggressivem Zweikampfverhalten und schnellem Umschalten. Gegen Augsburg zeigte Energie zudem, dass die Mannschaft auch längere Ballbesitzphasen gestalten kann. Gerade zuhause dürfte der Aufsteiger wieder mutig auftreten.
Fürth besitzt mit Felix Klaus, Shinta Appelkamp und Ole Pohlmann viel Qualität zwischen den Linien. Das Problem liegt derzeit eher in der Balance. Gegen Nürnberg kassierte das Kleeblatt vier Gegentore, auch Bochum kam zu zwei Treffern. Wird Fürth im Aufbau zu offen, kann Cottbus mit Tempo in die freien Räume stoßen.
Direkter Vergleich: Die Vergangenheit spricht deutlich für Greuther Fürth
Der direkte Vergleich ist einer der wenigen Punkte, die klar für die Gäste sprechen. In 20 Zweitliga-Duellen gewann Fürth zwölfmal, Cottbus fünfmal, drei Begegnungen endeten unentschieden. Die letzten fünf direkten Duelle gingen allesamt an das Kleeblatt.
Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings mehr als zwölf Jahre zurück. Im Mai 2014 gewann Fürth sogar mit 6:0 in Cottbus. Für die aktuelle Partie besitzt diese historische Bilanz wegen der komplett veränderten Mannschaften nur begrenzte Aussagekraft.
Wettquoten: Die Buchmacher erwarten ein nahezu ausgeglichenes Spiel
Auch die Quoten zeigen, wie offen dieses Duell eingeschätzt wird. Für einen Cottbuser Heimsieg werden aktuell ungefähr 2,50 bis 2,65 angeboten. Das Unentschieden bewegt sich etwa zwischen 3,70 und 3,90, ein Fürther Auswärtssieg liegt ungefähr bei 2,35 bis 2,45.
Interessant ist deshalb der Markt „Draw No Bet“. Für Cottbus ohne Unentschieden gibt es derzeit Quoten um 2,00. Gewinnt Energie, ist die Wette erfolgreich; bei einem Remis wird der Einsatz zurückerstattet.
Wett-Tipp und Prognose: Der Heimvorteil spricht für Cottbus
Fürth verfügt auf dem Papier über den etwas breiteren Kader. Die bisherigen Pflichtspiele liefern aber wenig Gründe, die Franken auswärts zu favorisieren. Das Kleeblatt wartet noch auf den ersten Saisonsieg und hat in den vergangenen beiden Pflichtspielen sechs Gegentore kassiert. Cottbus zeigte beim 3:1 gegen Hannover und trotz des 0:2 gegen Augsburg, wie unangenehm die Mannschaft im eigenen Stadion sein kann.
- Unser Wett-Tipp: Energie Cottbus – Draw No Bet
- Empfohlene Quote: 2,02
Der Sicherheitsmechanismus bei einem Unentschieden macht diesen Markt attraktiver als den normalen Heimsieg. Cottbus bringt zuhause enorme Intensität auf den Platz und dürfte aus der guten Pokalleistung trotz des Ausscheidens Selbstvertrauen ziehen. Fürth ist offensiv gefährlich, wirkt defensiv momentan aber anfällig. Deshalb sehen wir die etwas besseren Chancen bei Energie – mit der Absicherung, dass wir bei einer Punkteteilung unseren Einsatz zurückbekommen.


