Der SV Wehen Wiesbaden empfängt am 13. Spieltag den TSV Havelse in der BRITA-Arena. Die Ausgangslage scheint klar: Wehen hat vier der letzten fünf Ligaspiele gewonnen und tritt gegen den Tabellenletzten an. Doch Havelse präsentiert sich seit einigen Wochen deutlich verbessert und hat in den vergangenen vier Partien sieben Tore erzielt.
Damit treffen ein formstarker Favorit und ein Außenseiter mit neuem Selbstvertrauen aufeinander. Wehen verfügt über die stärkere Offensive, während Havelses jüngste Auftritte gegen einen allzu eindeutigen Spielverlauf sprechen. Die Frage ist, ob die Gäste auch in Wiesbaden für Gefahr sorgen können.
Ausgangslage: Wehen mit Rückenwind, Havelse kämpft sich heran
Wehen belegt nach zwölf Spieltagen den sechsten Tabellenplatz und hat 18 Punkte gesammelt. Der Rückstand auf die Spitzengruppe ist überschaubar, und die jüngsten Ergebnisse haben den SVWW weiter nach oben gebracht. Vor allem offensiv ist die Mannschaft derzeit überzeugend: 23 Saisontore stehen bereits zu Buche, dazu kommen 18 Treffer in den letzten fünf Ligaspielen. Der 7:1-Erfolg gegen Großaspach und das 4:1 in Verl unterstreichen, wie viel Durchschlagskraft Wehen entwickeln kann.
Havelse steht mit zehn Punkten am Tabellenende und hat bislang sechs Niederlagen kassiert. Die Auswärtsbilanz ist mit keinem Sieg, einem Unentschieden und vier Niederlagen die schwächste der Liga. Zugleich weist der TSV mit 17 Treffern eine durchaus beachtliche Torausbeute für ein Schlusslicht auf. Die Mannschaft ist also nicht darauf beschränkt, nur zu verteidigen. 26 Gegentore zeigen allerdings, wo weiterhin die größte Baustelle liegt.
Formcheck: Havelser Serie ist mehr als eine Momentaufnahme
Wehens Form spricht klar für den Gastgeber. Nach einem 4:2 in Ingolstadt und einem 3:0 gegen Alemannia Aachen folgte ein torloses Remis in Regensburg. Anschließend gewann der SVWW 7:1 gegen Großaspach und setzte sich zuletzt mit 4:1 beim SC Verl durch. Vier Siege und ein Unentschieden aus fünf Spielen sind ein starker Lauf, zumal Wehen in dieser Phase 18-mal traf.
Havelse hat sich nach einer schwierigen Saisonphase ebenfalls gefangen. Auf die Niederlage in Regensburg folgten ein 2:2 gegen Würzburg, ein 1:1 in Meppen, der 3:2-Heimsieg gegen Saarbrücken und zuletzt ein 1:1 gegen Ingolstadt. Der TSV hat damit vier Spiele in Folge nicht verloren und in jedem dieser Duelle getroffen. Sieben Tore in vier Partien sind ein klares Lebenszeichen der Offensive. Allerdings fand der Aufwärtstrend überwiegend im eigenen Stadion statt; das Remis in Meppen war das einzige Auswärtsspiel dieser Serie.
Taktische Aspekte: Wehen kann Räume nutzen, Havelse braucht Mut
Wehen dürfte versuchen, das Spiel früh zu kontrollieren und Havelse mit hohem Tempo sowie schnellen Kombinationen unter Druck zu setzen. Die jüngsten Kantersiege zeigen, dass der SVWW bei gegnerischen Fehlern konsequent nach vorne spielen kann. Gegen ein Team, das bereits 26 Gegentore zugelassen hat, dürften sich Räume für die Angreifer ergeben. Entscheidend wird sein, ob Wehen auch nach einer Führung aktiv bleibt und nicht zu früh in den Verwaltungsmodus schaltet.
Havelse braucht eine kompakte Staffelung, darf sich aber nicht dauerhaft an den eigenen Strafraum drängen lassen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass der TSV zu eigenen Treffern kommt und auch gegen Saarbrücken offensiv erfolgreich sein kann. Gelingt es den Gästen, Wehens Abwehr durch Umschaltmomente zu beschäftigen, ist ein Tor möglich. Die Gefahr besteht darin, dass die defensive Ordnung bei anhaltendem Druck auseinanderfällt.
Direkter Vergleich (h2h): Der letzte Heimsieg ging an Havelse
Das jüngste direkte Duell sollte Wehen als Warnung dienen: Im April 2026 gewann Havelse in Wiesbaden mit 4:1. Dieses Ergebnis liegt zwar einige Monate zurück und die aktuelle Form spricht deutlich stärker für den SVWW. Dennoch zeigt es, dass der TSV in der BRITA-Arena bestehen und die defensive Anfälligkeit der Gastgeber ausnutzen kann. Für die Prognose ist das ein zusätzliches Argument dafür, Havelses Trefferchance ernst zu nehmen.
Wettquoten: Die Kombination erhöht den Wert
Die Dreiwegquoten von 1,40 und darunter für einen Heimsieg, 4,60 bis 5,00 für das Remis und 6,00 bis 6,70 für einen Auswärtssieg ordnen Wehen klar die Favoritenrolle zu. Der einfache Heimsieg ist entsprechend niedrig angesetzt. Die Kombination aus Heimsieg und mehr als 1,5 Wehener Teamtoren erreicht beispielsweise eine 1,70. Sie passt zur jüngsten Torausbeute der Gastgeber, bildet aber Havelses Aufwärtstrend nicht ab und hat darüber hinaus auch nur einen überschaubaren Ertrag.
Die Variante Heimsieg + Beide treffen steht bei 2,54. Sie ist riskanter, verbindet aber Wehens starke Resultate mit Havelses vier Spielen ohne Niederlage und den Treffern der Gäste in jedem dieser Spiele. Gegen die schwache Auswärtsbilanz und die hohe Zahl an Gegentoren bleibt der Heimsieg die tragende Bedingung.
Wett-Tipp & Prognose: Heimsieg trotz Havelser Aufwärtstrend (07.11.26)
Wehen geht mit viel Selbstvertrauen und einer starken Serie in dieses Spiel. Havelses jüngste Ergebnisse verdienen Beachtung, doch der TSV hat von seinen vier ungeschlagenen Partien nur eine auswärts bestritten. Wir erwarten, dass der SVWW seine offensive Qualität durchsetzt, rechnen aber auch mit Chancen für die Gäste. Deshalb wählen wir die chancenorientierte Kombination Heimsieg + Beide treffen.
- Unser Wett-Tipp: Heimsieg + Beide treffen
- Empfohlene Quote: 2,54 (Golazzo)


