Der Blick auf die Tabelle und die Wettquoten spricht zunächst für Ingolstadt. Doch die Schanzer treffen auf einen Gegner, der zuletzt stabiler wirkte und zuhause regelmäßig zu eigenen Treffern kommt. Für eine klare Siegerprognose ist die Formkurve der beiden Teams zwar ein Argument, die Heimbilanz Havelses und der neue Schwung des TSV sprechen aber gegen eine einseitige Einschätzung.
Beide Mannschaften kommen mit positiven jüngsten Ergebnissen in die Partie, wenn auch aus unterschiedlichen Ausgangslagen. Entscheidend ist, ob Havelse seine zuletzt verbesserte Offensive bestätigen kann und Ingolstadt zugleich seine gute Serie fortsetzt.
Ausgangslage: Ingolstadt ist Favorit, Havelse aber zuhause unbequem
Nach elf Spieltagen steht der FC Ingolstadt mit 17 Punkten auf Rang sechs. Havelse ist mit neun Zählern Tabellenletzter, hat aber den Anschluss an die vor ihm platzierten Mannschaften gehalten. In der Gesamtbilanz ist der Abstand deutlich: Ingolstadt gewann fünf seiner elf Partien, Havelse erst zwei. Die Gastgeber haben allerdings ihre Heimspiele ordentlich genutzt. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen ist Havelse zuhause nicht leicht zu schlagen. Ingolstadt kommt auswärts auf drei Siege, ein Remis und eine Niederlage.
Die Ausgangsposition zeigt damit zwei verschiedene Argumente: Ingolstadt hat sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt, während Havelse nach dem jüngsten Sieg neues Selbstvertrauen mitnehmen dürfte. Das 3:2 gegen den damaligen Tabellenvierten Saarbrücken war ein wichtiger Schritt, um die Negativserie zu beenden. Bei 16 erzielten und 25 kassierten Toren bleibt die defensive Stabilität aber ein Thema. Ingolstadt weist mit 15:16 eine ausgeglichene Tordifferenz auf.
Formcheck: Havelse im Aufwind, Ingolstadt noch konstanter
Havelses letzte fünf Ligaspiele ergeben die Formkurve LLDDW. Auf zwei Niederlagen gegen Fortuna Köln und Jahn Regensburg folgten ein 2:2 gegen Würzburg und ein 1:1 in Meppen. Der 3:2-Heimsieg gegen Saarbrücken war nun der erste Dreier nach längerer Zeit. Vor allem die jüngsten drei Ergebnisse zeigen, dass Havelse wieder häufiger trifft und sich gegen Gegner aus dem oberen Tabellenbereich behaupten kann. Zugleich sind die drei Gegentore gegen Saarbrücken ein Hinweis darauf, dass die Abwehr weiterhin Räume zulässt.
Ingolstadt kommt mit LLWWW in diese Begegnung. Nach Niederlagen gegen Viktoria Köln und Wehen Wiesbaden hat sich die Mannschaft unter dem neuen Cheftrainer Achim Beierlorzer deutlich gefangen. Es folgten das 3:0 bei Waldhof Mannheim, ein 1:0 gegen Rot-Weiss Essen und zuletzt ein 2:1 gegen Tabellenführer Duisburg. Besonders der Erfolg gegen den MSV fällt ins Gewicht, weil Ingolstadt nach einem Platzverweis lange in Unterzahl spielte und den Vorsprung dennoch verteidigte. Die drei Siege sind ein starkes Gegenargument zu Havelses Heimvorteil.
Taktische Analyse: Tore auf beiden Seiten sind gut vorstellbar
Havelse dürfte versuchen, den Schwung aus dem Saarbrücken-Spiel mitzunehmen und offensiv mutiger aufzutreten. Die jüngsten Heimresultate bestätigen, dass die Gastgeber im eigenen Stadion regelmäßig Chancen und Tore produzieren können. Gleichzeitig muss die Mannschaft aufpassen, sich gegen Ingolstadts Umschaltspiel nicht zu weit auseinanderziehen zu lassen. Ein offener Schlagabtausch könnte zwar dem Tor-Markt helfen, würde aber auch Havelses anfällige Defensive stärker belasten.
Ingolstadt wird nach drei Siegen kaum Anlass sehen, seine zuletzt erfolgreiche Spielweise grundlegend zu verändern. Die Schanzer haben in dieser Serie gezeigt, dass sie sowohl kontrolliert gewinnen als auch in einem intensiveren Spiel bestehen können. Zwei der letzten drei Siege gelangen ohne Gegentor. Genau darin liegt das Risiko für den Tipp: Sollte Ingolstadt die Räume eng halten, könnte Havelse trotz der jüngsten Torerfolge diesmal leer ausgehen.
Direkter Vergleich: Die letzten Duelle waren torreich
Die beiden Begegnungen aus der Vorsaison gewann Ingolstadt. In Hannover siegten die Schanzer mit 6:2, das Rückspiel endete 3:2. Beide Partien überschritten somit die Marke von 2,5 Toren und beide Teams trafen.
Wegen des zeitlichen Abstands und der veränderten Form beider Mannschaften ist das kein verlässlicher Ausblick auf das kommende Spiel. Es passt aber zum Bild einer Paarung, in der Havelse zuhause offensive Momente entwickeln kann und Ingolstadt selbst genügend Qualität für mehrere Treffer mitbringt.
Wettquoten: Der Markt sieht Ingolstadt vorne
Die Dreiwegquoten lauten 3,50 bis 3,70 für einen Heimsieg, um 4,00 für das Remis und um 1,70 für einen Auswärtssieg. Der Markt favorisiert die Schanzer klar, obwohl Havelse in vier seiner sechs Heimspiele nicht verloren hat und zuletzt wieder Punkte sammelte.
Der einfache Auswärtssieg-Tipp bietet zudem eine knappe Quote unterhalb von 1,80. Statt allein auf den Sieger zu setzen, verbinden wir deshalb Tore beider Mannschaften mit einer erhöhten Gesamttorlinie.
Wett-Tipp & Prognose: TSV Havelse – FC Ingolstadt 04 (31.10.26)
Ingolstadt bringt die bessere Serie und die stärkere Tabellenposition mit, während Havelse nach dem Sieg gegen Saarbrücken neuen Auftrieb bekommen hat. Die Gastgeber trafen in den letzten drei Ligaspielen jeweils, und die jüngsten direkten Duelle waren ebenfalls torreich. Dem stehen Ingolstadts zwei Zu-null-Siege in den vergangenen drei Partien gegenüber.
Die Kombination ist deshalb chancenorientiert, aber die Quote von 2,00 vergütet das Risiko: Beide Teams müssen treffen und zusammen mindestens drei Tore erzielen.
- Unser Wett-Tipp: Beide treffen + über 2,5 Tore
- Empfohlene Quote: 2,00 (Emirbet)


