Auf den FC Carl Zeiss Jena wartet ein echtes Highlight. Am 23. August 2026 empfängt der Regionalligist den Zweitligisten SV Darmstadt 98 im Ernst-Abbe-Sportfeld. Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt, schließlich liegen zwischen beiden Vereinen zwei Ligen. Doch gerade die 1. Runde im DFB-Pokal ist seit Jahren für Überraschungen bekannt.
Der Außenseiter wird von einer euphorischen Kulisse getragen, während der Favorit möglichst keine Zweifel aufkommen lassen möchte. Für die Lilien ist die Partie deshalb alles andere als ein Selbstläufer.
Ausgangslage: Jena hofft auf den Pokal-Coup
Der FC Carl Zeiss Jena geht als klarer Außenseiter in diese Begegnung. Dennoch dürfte sich im Lager der Thüringer niemand chancenlos fühlen. Der Traditionsverein verfügt über reichlich Pokal-Erfahrung und weiß, wie wichtig ein leidenschaftlicher Auftritt vor heimischem Publikum sein kann. Gerade im Ernst-Abbe-Sportfeld entwickelte sich Jena in der Vergangenheit immer wieder zu einem unangenehmen Gegner für höherklassige Mannschaften.
Die Gastgeber sind bereits in die Regionalliga Nordost gestartet. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Zwickau gelang am zweiten Spieltag ein wichtiger 1:0-Auswärtssieg beim SV Babelsberg 03. Damit konnte die Mannschaft den misslungenen Auftakt schnell korrigieren. Es folgte ein 4:0 gegen RSV Eintracht, ein 1:2 gegen RW Erfurt und zuletzt ein 1:0-Sieg bei Chemie Leipzig.
Darmstadt 98 reist dagegen mit deutlich höheren Erwartungen an. Trainer Florian Kohfeldt möchte mit seinem Team in der 2. Bundesliga eine erfolgreiche Saison spielen und wird den DFB-Pokal keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner dürfte das Ziel klar sein: früh in Führung gehen und die Partie möglichst innerhalb der regulären Spielzeit entscheiden.
Formcheck: Darmstadt mit Fehlstart in der 2. Bundesliga
Eine Aussage über die Form fällt Ende August naturgemäß noch schwer. Dennoch liefern die Sommervorbereitung sowie die ersten Ligaspiele einige interessante Hinweise.
Jena zeigte in den Testspielen durchaus überzeugende Leistungen. Besonders der überraschende 2:0-Erfolg gegen Bundesligist Union Berlin sorgte für Aufsehen und bewies, dass die Mannschaft defensiv sehr diszipliniert auftreten kann. Zuvor gewann der FCC mit 4:2 gegen Germania Halberstadt und spielte anschließend 1:1 bei der SpVgg Bayreuth. Lediglich das geplante Testspiel gegen Bayer Leverkusen musste abgesagt werden.

Auch Darmstadt präsentierte sich in der Vorbereitung ordentlich. Die Lilien eröffneten ihre Testspielserie mit einem deutlichen 12:0 gegen die SG Arheilgen, besiegten anschließend den FC 08 Homburg klar mit 5:1 und setzten sich später auch beim FC-Astoria Walldorf mit 4:1 durch. Die Ergebnisse zeigen, dass die Offensive bereits früh in der Saison funktionierte und Kohfeldts Mannschaft regelmäßig zu vielen Torchancen kam.
Den Auftakt in die neue Saison in der 2. Bundesliga hatte man sich in Darmstadt allerdings anders vorgestellt. Zum Start rettete man nach einem 0:2-Rückstand zwar noch ein 2:2-Remis zu Hause gegen Holstein Kiel. Danach folgte allerdings eine bittere 0:1-Pleite in Dresden. Nur ein Punkt nach zwei Spieltagen – zu wenig für die Ansprüche der Lilien.
Trotzdem bleibt der Pokal ein eigener Wettbewerb. Gerade Regionalligisten können mit Leidenschaft, Zweikampfstärke und der Unterstützung ihrer Fans den Favoriten immer wieder vor große Probleme stellen.
Taktische Analyse: Darmstadt wird die Partie kontrollieren
Es ist zu erwarten, dass Jena aus einer kompakten Grundordnung agieren wird. Die Gastgeber werden versuchen, die Räume im Zentrum eng zu machen und Darmstadt möglichst wenig Platz zwischen den Linien zu geben. Gleichzeitig dürfte jede Umschaltsituation konsequent genutzt werden, um den Favoriten unter Druck zu setzen.
Darmstadt wird dagegen viel Ballbesitz haben und das Spiel kontrollieren wollen. Kohfeldts Mannschaft dürfte von Beginn an auf ein hohes Pressing setzen, um ein frühes Tor zu erzwingen. Gelingt dieses nicht, könnte die Partie mit zunehmender Spielzeit unangenehm werden. Bleibt es lange beim 0:0, wächst der Glaube des Außenseiters an die Sensation.
Direkter Vergleich (H2H): Letztes Duell liegt 14 Jahre zurück
Direkte Duelle zwischen beiden Mannschaften sind inzwischen eine Seltenheit. Das bislang letzte Aufeinandertreffen fand im April 2012 in der 3. Liga statt. Damals setzte sich Carl Zeiss Jena mit 2:1 durch.
Für die aktuelle Begegnung besitzt dieses Ergebnis allerdings nur noch begrenzte Aussagekraft. Seitdem haben sich beide Vereine personell und sportlich komplett verändert. Darmstadt schaffte zwischenzeitlich sogar den Sprung in die Bundesliga, während Jena inzwischen in der Regionalliga spielt. Dennoch dürfte der damalige Erfolg den Gastgebern zeigen, dass Überraschungen gegen die Lilien durchaus möglich sind.
Wettquoten für Jena vs. Darmstadt im DFB-Pokal
Die Buchmacher sehen erwartungsgemäß den Zweitligisten klar vorne. Für einen Sieg des SV Darmstadt 98 liegen die Quoten meist zwischen 1,35 und 1,45. Ein Erfolg von Carl Zeiss Jena wird dagegen häufig mit Quoten zwischen 6,50 und 8,50 angeboten, während ein Unentschieden nach 90 Minuten im Bereich um 4,50 notiert.
Interessant erscheinen vor allem die Spezialwetten. Da Jena vor heimischem Publikum mutig auftreten dürfte und Darmstadt offensiv über klare Qualitätsvorteile verfügt, bieten sich insbesondere Torwetten an. Für Beide Teams treffen – Ja werden vielerorts Quoten um 1,90 angeboten, während Über 2,5 Tore meist im Bereich von 1,70 bis 1,80 liegt.
Prognose und Wett-Tipp: Beide Teams treffen in der regulären Spielzeit
Darmstadt bringt die höhere individuelle Qualität mit und sollte sich insgesamt auch durchsetzen. Allerdings spricht einiges dafür, dass Jena im eigenen Stadion ebenfalls zu Chancen kommt.
Die Thüringer haben bereits gegen Union Berlin gezeigt, dass sie mutig auftreten können, und verfügen mit der Unterstützung ihrer Fans über zusätzliche Energie. Gleichzeitig wirkte Darmstadt in den Testspielen offensiv sehr gefährlich, ließ defensiv aber nicht immer alles zu.
Gerade weil Pokalspiele häufig offener verlaufen als erwartet und Außenseiter vor eigenem Publikum meist alles investieren, erscheint die Wette „Beide Teams treffen – Ja“ besonders interessant.
Mit einer Quote von 1,89 bietet auch das beste Verhältnis zwischen Risiko und möglicher Rendite. Ein Ergebnis wie 1:2 oder 1:3 nach regulärer Spielzeit erscheint daher als realistisches Szenario.


