Bayer Leverkusen geht als klarer Favorit in das Europa-League-Spiel auf Kreta. Die Werkself reist mit fünf Pflichtspielsiegen in Folge an und hat in der Ligaphase beide bisherigen Partien ohne Gegentor gewonnen. OFI ist dennoch nicht zu unterschätzen: Der griechische Vertreter besiegte zum Auftakt Hoffenheim und bewies zuletzt auch offensiv seine Gefährlichkeit.
Damit treffen zwei Teams mit sehr unterschiedlichen Erwartungen aufeinander. Leverkusen will seine starke Europapokalserie fortsetzen, während OFI aus dem Heimvorteil und den eigenen Offensivmomenten Mut schöpfen dürfte.
Die jüngsten Ergebnisse legen nahe, dass Bayer das Spiel kontrollieren kann – die Frage ist, ob die Gäste ihre Überlegenheit auch in mehrere Tore ummünzen.
Ausgangslage: Leverkusen mit klarer Favoritenrolle
Nach zwei Spieltagen steht Bayer mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 6:0 weit oben in der Europa-League-Tabelle. Auf den 2:0-Heimsieg gegen NK Celje folgte ein souveränes 4:0 bei Lech Posen. Leverkusen hat damit nicht nur beide Partien gewonnen, sondern auch bereits sechs Treffer erzielt. Der jüngste 2:1-Erfolg gegen Freiburg am Sonntag stärkt das Selbstvertrauen zusätzlich, auch wenn die Werkself dafür einen Rückstand drehen musste.
OFI startete seinerseits mit einem bemerkenswerten 2:0 gegen Hoffenheim in die Ligaphase. Das Team aus Heraklion zeigte dabei, dass es gegen einen Bundesligisten zu klaren Chancen kommen kann. Am zweiten Spieltag unterlag OFI jedoch mit 1:2 in Rennes. Auch in der heimischen Liga war die Defensive zuletzt anfällig: Bei Kalamata verlor die Mannschaft am Sonntag trotz drei eigener Treffer mit 3:4. Die Offensive kann also gefährlich werden, doch die Abwehr ließ zuletzt zu viele Gelegenheiten zu.
Formkurve: Bayer gewinnt, OFI kassiert zu viele Gegentore
Leverkusen reist mit fünf Siegen aus den letzten fünf Pflichtspielen an. Neben den Europa-League-Erfolgen gegen Celje und Lech gelangen in der Bundesliga Siege gegen Leipzig, Mainz und Freiburg. Gerade das 4:3 in Mainz und das 2:1 gegen Freiburg zeigen, dass Bayer auch in engen oder offenen Spielen Wege zum Erfolg findet. Gleichzeitig kassierte die Werkself gegen Mainz und Freiburg Gegentore. Für einen hohen Sieg braucht es deshalb nicht zwingend eine Zu-null-Leistung.
OFIs jüngste fünf Pflichtspiele endeten mit einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen. Auf das 2:0 gegen Hoffenheim folgte ein 2:2 gegen Asteras Tripolis, ehe die Griechen gegen AEK Athen (0:3), Rennes (1:2) und Kalamata (3:4) verloren. Vor allem die jüngsten Resultate zeigen zwei Seiten: OFI kann selbst regelmäßig treffen, hat aber Mühe, gegnerische Angriffe konsequent zu verteidigen.
Taktik: Leverkusen dürfte über Ballbesitz und Tempo kommen
Bayer kann die Gastgeber mit einem kontrollierten Aufbau und schnellen Kombinationen über die Flügel unter Druck setzen. Gegen Freiburg waren Ibrahim Maza und Patrik Schick entscheidend am Sieg beteiligt; auch in Posen verteilten sich die vier Treffer auf mehrere Spieler. Diese Variabilität macht die Leverkusener Offensive schwer auszurechnen. Wenn OFI wie zuletzt mit einer Dreierkette und offensiven Außen agiert, können sich hinter den nach vorn schiebenden Flügelspielern Räume öffnen.
Für OFI dürfte es wichtig sein, die Abstände zwischen Abwehr und Mittelfeld eng zu halten und nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Das Team hat mit drei Treffern in Kalamata und zwei gegen Hoffenheim gezeigt, dass es offensive Phasen nutzen kann. Gegen Leverkusen wird es aber schwer, sich über längere Zeit aus dem Druck zu befreien. Je länger Bayer den Ball zirkulieren lässt, desto häufiger dürften sich Möglichkeiten für Abschlüsse ergeben.
Direkter Vergleich (H2H): Erstes Pflichtspielduell
OFI Kreta und Bayer Leverkusen treffen erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Ein direkter Vergleich liefert daher keine belastbaren Anhaltspunkte für die Prognose. Maßgeblicher sind die unterschiedlichen Erfahrungen und Ergebnisse in der laufenden Europa-League-Ligaphase: Leverkusen hat beide Spiele gewonnen und blieb ohne Gegentor, OFI hat einen Sieg und eine Niederlage verbucht.
Wettquoten: Der Markt sieht Bayer deutlich vorn
Die Dreiwegquoten von 9,00 bis 12,00 für den Heimsieg, 6,00 bis 6,60 für das Remis und 1,20 und darüber für den Auswärtssieg unterstreichen die klare Favoritenstellung der Gäste. Auf den reinen Leverkusen-Sieg fällt die Quote entsprechend niedrig aus.
Für eine höhere Quote kann der Blick auf die Anzahl der Bayer-Tore interessant sein. Der gewählte Markt geht jedoch über eine einfache Torwette hinaus: Leverkusen muss gewinnen und selbst mindestens drei Treffer erzielen.
Wett-Tipp & Prognose: OFI Kreta – Bayer Leverkusen (22.10.2026)
Die Kombination passt zur starken Leverkusener Form und zur defensiven Anfälligkeit, die OFI zuletzt gezeigt hat. Bayer traf in den ersten beiden Europa-League-Spielen insgesamt sechsmal und erzielte auch in den jüngsten drei Bundesliga-Partien jeweils mindestens zwei Tore.
Für den Tipp reicht ein knapper Sieg allerdings nicht: Die Werkself muss gewinnen und mindestens drei eigene Treffer erzielen. Ein 3:1 würde die Wette gewinnen, ein 2:0 oder 2:1 dagegen nicht. Dass OFI selbst gefährlich werden kann, bleibt das größte Risiko. Wir trauen Bayer dennoch zu, die Räume zu nutzen und mit seiner Offensivqualität den Ausschlag zu geben.
- Unser Wett-Tipp: Bayer Leverkusen gewinnt + über 2,5 Leverkusener Teamtore
- Empfohlene Quote: 2,07 bei Monoplay


