FC Getafe – Racing Santander: Tipp & Prognose (23.08.26)

Am 2. Spieltag der spanischen La Liga empfängt der FC Getafe den Aufsteiger Racing Santander im heimischen Coliseum. Beide Mannschaften warten nach dem ersten Wochenende noch auf ihren ersten Saisonsieg, die Stimmung könnte allerdings kaum unterschiedlicher sein. Getafe kassierte bei Deportivo Alavés eine deutliche 0:3-Niederlage, während Racing bei seiner Rückkehr in die höchste spanische Spielklasse mit einem 2:2 gegen Champions-League-Teilnehmer Villarreal überraschte.
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23.08.2026 Coliseum (Getafe) 19:30
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Alfred Hanisch
geprüft von Simon Schneider | 5 Min. Lesezeit

Am Sonntag, den 23. August 2026, treffen der FC Getafe und Racing Santander am 2. Spieltag der spanischen La Liga aufeinander. Die Partie wird um 19:30 Uhr im Coliseum angepfiffen und stellt für die Gastgeber gleichzeitig das erste Heimspiel der neuen Saison dar. Nach dem enttäuschenden 0:3 bei Deportivo Alavés benötigt Getafe eine Reaktion. Racing reist dagegen mit viel Selbstvertrauen nach Madrid. Der Aufsteiger holte bei seiner Rückkehr in die Primera División unmittelbar einen Punkt gegen Villarreal und zeigte dabei, dass die Mannschaft auch gegen individuell deutlich stärkere Gegner bestehen kann.

Beim FC Getafe steht weiterhin José Bordalás an der Seitenlinie. Der 62-Jährige verlängerte seinen Vertrag erst kürzlich bis 2028 und soll damit auch langfristig das Gesicht des sportlichen Projekts bleiben. Seine Spielidee ist seit Jahren klar: Getafe soll kompakt verteidigen, aggressiv in den Zweikämpfen auftreten und dem Gegner möglichst wenig Raum für kontrollierte Angriffe geben.

Racing Santander wird weiterhin von José Alberto López trainiert. Der 44-Jährige führte die Kantabrier nach 14 Jahren zurück in die höchste spanische Spielklasse. Dabei steht Racing für einen deutlich offensiveren Ansatz als viele andere Aufsteiger. Bereits beim 2:2 gegen Villarreal war zu erkennen, dass die Mannschaft nicht ausschließlich auf Schadensbegrenzung aus ist.

FC Getafe – Racing Santander: Die Ausgangslage

Für Getafe verlief der erste Spieltag alles andere als nach Plan. Bei Deportivo Alavés unterlagen die Azulones deutlich mit 0:3. Das Ergebnis erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte. Bis kurz vor der Halbzeit stand es noch 0:0. Dann sah Kiko Femenía in der 41. Minute die Rote Karte, wodurch Getafe die komplette zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten musste. Alavés nutzte den zusätzlichen Raum schließlich konsequent und erzielte alle drei Treffer nach der Pause.

Entsprechend sollte die Niederlage nicht überbewertet werden. Getafe zeigte vor dem Platzverweis durchaus eine ordentliche defensive Leistung und war in einer ausgeglichenen Begegnung konkurrenzfähig. Im ersten Heimspiel dürfte Bordalás nun wieder genau jene defensive Stabilität einfordern, die seine Mannschaft normalerweise auszeichnet.

Hinzu kommt allerdings die zusätzliche Belastung. Getafe bestreitet am Donnerstag vor der Partie noch das Hinspiel der Conference-League-Qualifikation gegen Partizan Belgrad. Die Mannschaft hat damit wesentlich weniger Regenerationszeit als Racing.

Der Aufsteiger geht dagegen mit einem Erfolgserlebnis in den zweiten Spieltag. Racing erreichte zum Auftakt ein 2:2 gegen Villarreal. Dabei präsentierten sich die Kantabrier vor mehr als 22.000 Zuschauern ausgesprochen mutig. Andrés Martín brachte Racing per Elfmeter in Führung, ehe der erst 19-jährige Sergio Martínez mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0 erhöhte. Villarreal reagierte allerdings noch vor der Pause und glich durch Pape Gueye und Nicolas Pépé innerhalb weniger Minuten aus. Nach dem Seitenwechsel blieb es beim 2:2.

FC Getafe – Racing Santander: Verletzte & gesperrte Spieler

Getafe muss gegen Racing definitiv auf Kiko Femenía verzichten. Der Rechtsverteidiger wurde gegen Alavés bereits vor der Halbzeit vom Platz gestellt und ist deshalb gesperrt.

Noch schwerer wiegt der langfristige Ausfall von Christantus Uche. Der Offensivspieler erlitt während der Vorbereitung eine schwere Knieverletzung und fällt voraussichtlich für die gesamte Saison aus.

Bei Racing gibt es dagegen positive Nachrichten um Giorgi Guliashvili. Der Georgier war seit seiner im Mai erlittenen Wadenbeinfraktur ausgefallen, kehrte in dieser Woche aber erstmals wieder vollständig ins Mannschaftstraining zurück. Ein Einsatz gegen Getafe könnte dennoch etwas zu früh kommen.

FC Getafe – Racing Santander: Taktische Analyse

Die taktischen Rollen dürften relativ klar verteilt sein. Getafe wird unter Bordalás auch gegen einen Aufsteiger kaum plötzlich zu einer Mannschaft werden, die ausschließlich über lange Ballbesitzphasen kommen möchte.

Vielmehr dürften die Gastgeber versuchen, Racing früh in Zweikämpfe zu verwickeln und das Spiel möglichst physisch zu gestalten. Gerade im eigenen Stadion funktioniert dieser Ansatz traditionell gut. Interessant wird allerdings, wie Racing darauf reagiert. Der Aufsteiger hat bereits gegen Villarreal gezeigt, dass er durchaus selbstbewusst nach vorne spielen möchte. Gerade Andrés Martín könnte im Umschaltspiel zu einem wichtigen Faktor werden.

Trotzdem erwarten wir diesmal eine wesentlich schwierigere Aufgabe für Racing. Villarreal gewährte dem Aufsteiger am ersten Spieltag relativ viele Räume. Getafe dürfte dagegen wesentlich kompakter stehen und das Tempo bewusst aus der Begegnung nehmen.

FC Getafe – Racing Santander: Der direkte Vergleich (H2H)

Der direkte Vergleich besitzt diesmal nur eingeschränkte Aussagekraft. Racing war schließlich seit 2012 nicht mehr in der Primera División vertreten. Entsprechend liegt das letzte Ligaduell bereits mehr als 14 Jahre zurück.

Historisch ist die Bilanz ausgesprochen ausgeglichen. In den bisherigen Begegnungen stehen sieben Getafe-Siege, sechs Erfolge von Racing und drei Unentschieden gegenüber. Das Torverhältnis lautet 19:15 für Getafe.

Die letzten La-Liga-Duelle:

  • FC Getafe – Racing Santander 1:1
  • Racing Santander – FC Getafe 1:2
  • FC Getafe – Racing Santander 0:1
  • Racing Santander – FC Getafe 0:1
  • FC Getafe – Racing Santander 0:1

FC Getafe – Racing Santander: Die Wettquoten

Die Buchmacher sehen Getafe trotz der deutlichen Auftaktniederlage klar vorne. Der Heimvorteil und die größere Erfahrung auf La-Liga-Niveau sorgen dafür, dass Racing als deutlicher Außenseiter gehandelt wird.

Aktuell sind folgende Spitzenquoten verfügbar:

  • FC Getafe gewinnt: 1,92
  • Unentschieden: 3,10
  • Racing Santander gewinnt: 5,15

Die Formkurve: FC Getafe

Getafes Ergebnisse unmittelbar vor dem zweiten Spieltag sind durchwachsen. Die Mannschaft absolvierte zum Ende der Vorbereitung zwei anspruchsvolle Testspiele in kurzer Folge.

Bei der AS Monaco unterlag Getafe mit 0:1. Die Monegassen besaßen insgesamt die besseren Möglichkeiten und setzten sich verdient durch. Nur zwei Tage später folgte ein Test gegen Tottenham. Dort zeigte Getafe eine bessere Leistung und erreichte ein 1:1. Nachwuchsspieler Alberto Risco brachte die Spanier per Volley in Führung, Gallagher glich kurze Zeit später aus.

Zum Saisonauftakt folgte anschließend das bereits angesprochene 0:3 gegen Alavés. Durch den frühen Platzverweis muss diese Niederlage allerdings relativiert werden.

Die jüngsten Ergebnisse:

  • Deportivo Alavés – FC Getafe 3:0
  • Tottenham Hotspur – FC Getafe 1:1
  • AS Monaco – FC Getafe 1:0
  • Atlético Madrid – FC Getafe 4:1
  • CD Teneriffa – FC Getafe 1:2

Die Formkurve: Racing Santander

Bei Racing ergibt sich ein etwas anderes Bild. Der Aufsteiger absolvierte eine umfangreiche Vorbereitung auf die erste La-Liga-Saison seit 2011/12 und traf dabei auf mehrere Erstligisten.

Gegen Real Sociedad erreichte Racing zunächst ein 1:1, ehe es bei Osasuna eine 0:2-Niederlage gab. Gegen Athletic Bilbao verloren die Kantabrier anschließend mit 0:3. Kurz vor dem Saisonstart steigerte sich die Mannschaft deutlich. Im Test gegen Sporting Gijón setzte sich Racing mit 4:1 durch. Pablo Ramón, Juan Carlos Arana, Yassir Zabiri und Jorge Castellanos erzielten die Treffer.

Am selben Tag folgte außerdem ein 1:1 gegen Deportivo Alavés. Den wichtigsten positiven Eindruck hinterließ Racing allerdings zum Ligaauftakt. Das 2:2 gegen Villarreal zeigte, dass der Aufsteiger offensiv auch gegen eine Spitzenmannschaft gefährlich werden kann.

Die fünf jüngsten Ergebnisse:

  • Racing Santander – FC Villarreal 2:2
  • Racing Santander – Deportivo Alavés 1:1
  • Racing Santander – Sporting Gijón 4:1
  • Racing Santander – Athletic Bilbao 0:3
  • CA Osasuna – Racing Santander 2:0

Wett-Tipp & Prognose: FC Getafe – Racing Santander (23.08.26)

Für uns besitzt Getafe trotz des 0:3 am ersten Spieltag die besseren Voraussetzungen. Die Niederlage gegen Alavés fiel deutlich höher aus, als es der Spielverlauf zunächst vermuten ließ. Erst der Platzverweis gegen Kiko Femenía kurz vor der Halbzeit brachte die Mannschaft von José Bordalás entscheidend ins Hintertreffen.

Racing hat beim 2:2 gegen Villarreal allerdings gezeigt, dass der Aufsteiger keineswegs nur zum Verteidigen in die Primera División zurückgekehrt ist. Die Mannschaft von José Alberto López spielte mutig und führte zwischenzeitlich sogar mit 2:0.

Im Coliseum erwarten wir dennoch ein anderes Spiel. Getafe dürfte wesentlich kompakter verteidigen und versuchen, Racings offensive Dynamik früh zu unterbrechen. Gleichzeitig wird Bordalás nach dem Fehlstart großen Wert darauf legen, im ersten Heimspiel nicht erneut defensiv die Kontrolle zu verlieren.

Die Wettmärkte erwarten ebenfalls wenige Tore. Unter 2,5 Treffer wird aktuell teilweise nur mit 1,35 quotiert. Für unseren Expertentipp ist uns diese Quote allerdings zu niedrig.

Deshalb verbinden wir den erwarteten torarmen Spielverlauf mit einem Heimsieg. „FC Getafe gewinnt & Unter 3,5 Tore“ erscheint uns deutlich attraktiver und deckt insbesondere die plausiblen Resultate 1:0, 2:0 und 2:1 ab.

Für diese Kombination gibt es eine Quote von 2,25 an.

Unser Ergebnistipp lautet 1:0 für den FC Getafe.

  • Empfohlene Wette: FC Getafe gewinnt & Unter 3,5 Tore
  • Quote: 2,25 (GrandzBet)

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Alfred Hanisch - Wettanalyst – Fußball, US-Sport & Cross-Market
Alfred Hanisch Alfred Hanisch ist Wettanalyst bei Sportwetten24 mit einem marktübergreifenden Ansatz über fünf Sportarten und zwei Zeitzonen. Sein Fundament ist der europäische Fußball, seine zweite Säule der US-Sport: NFL und NBA analysiert er seit einem Auslandssemester an der UNLV in Las Vegas. Dazu kommen Tennis und Eishockey als Märkte mit hoher Quoten-Ineffizienz. Alfred hält einen B.Sc. in Sportökonomie von der Universität Bayreuth und arbeitet von dort aus.
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