Der DFB-Pokal hält für den SC Freiburg zum Auftakt gleich eine unangenehme Aufgabe bereit. Am Sonntag (23. August 2026) gastiert der Europa-League-Finalist der vergangenen Saison um 18 Uhr bei Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer sind nach dem bitteren Abstieg zwar nur noch Drittligist, gehören dort aber zu den großen Aufstiegsfavoriten. Und gerade im Pokal könnte der Heimvorteil im ausverkauften Düsseldorfer Stadion eine wichtige Rolle spielen.
Auf dem Papier ist Freiburg der Favorit. Doch die Ausgangslage ist keineswegs so eindeutig, wie es der Klassenunterschied vermuten lässt.
Ausgangslage: Fortuna mit totalem Fehlstart in Liga 3
Der Abstieg aus der 2. Bundesliga war für Fortuna Düsseldorf ein Schock. Nun soll dieser möglichst schnell korrigiert werden. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende zählt bei Experten und Buchmachern zu den ganz großen Favoriten auf den direkten Wiederaufstieg.
Der Start in die neue Drittligasaison hätte allerdings kaum schlechter laufen können. Düsseldorf verlor am ersten Spieltag beim SV Waldhof Mannheim mit 1:2, danach folgte ein desolater Auftritt beim 0:2 zu Hause gegen Hoffenheim II. Bei der Fortuna brennt nach zwei Pflichtspielen schon der Baum. Trainer Alexander Ende muss bereits um seinen Job zittern.
Trotz des Fehlstarts bleibt die Qualität des Kaders aber unbestritten. Düsseldorf verfügt über deutlich mehr individuelle Klasse als die meisten Konkurrenten und hat den Anspruch, möglichst schnell wieder nach oben zu kommen.
Für den Pokal ist der Fehlstart allerdings zweischneidig. Einerseits fehlt nach den beiden Niederlagen etwas Selbstvertrauen, andererseits bietet die Partie gegen Freiburg die perfekte Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
Freiburg startet deutlich später in die Saison
Der SC Freiburg geht mit einer völlig anderen Ausgangslage in die Partie. Nach einer herausragenden Saison 2025/26, in der die Mannschaft von Trainer Julian Schuster sogar das Europa-League-Finale erreichte, wartet nun der Neustart.

Besonders wichtig: Während Düsseldorf bereits im Ligabetrieb steckt, ist die Pokalpartie für Freiburg das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Die ungewöhnlich lange Sommerpause sorgt deshalb für eine gewisse Unsicherheit.
Natürlich spricht die individuelle Qualität für den Bundesligisten. Freiburg ist in der vergangenen Saison weit über sich hinausgewachsen und hat auf europäischer Bühne bewiesen, dass die Mannschaft auch mit großem Druck umgehen kann. Allerdings ist der Pokalauftakt in Düsseldorf etwas völlig anderes als ein gut vorbereitetes Heimspiel in der Bundesliga.
Form: Düsseldorf mit Dämpfer, Freiburg mit Fragezeichen
Die Fortuna hat zwar bereits zwei Pflichtspiele absolviert, die beiden Niederlagen in Mannheim und gegen Hoffenheim II waren aber alles andere als der erhoffte Startschuss für die Mission Wiederaufstieg.
Trotzdem könnte genau dieser Wettkampfrhythmus im Pokal ein Vorteil sein. Die Spieler haben bereits um Punkte gekämpft, wissen, wie intensiv ein Pflichtspiel ist, und sind körperlich im Wettbewerbsmodus.
Bei Freiburg lässt sich die Form dagegen kaum seriös bewerten. Testspielergebnisse sind nach einer langen Sommerpause nur bedingt aussagekräftig. Entscheidend wird sein, wie schnell die Schuster-Elf wieder ihren Rhythmus findet.
Taktik: Fortuna muss mutig sein
Düsseldorf sollte sich vor eigenem Publikum nicht zu tief zurückziehen. Die beste Chance gegen Freiburg dürfte darin liegen, den Bundesligisten früh zu attackieren und über schnelle Umschaltmomente hinter die Freiburger Abwehr zu kommen.
Freiburg wiederum wird versuchen, mit kontrolliertem Ballbesitz Ruhe in die Partie zu bringen. Je länger die Gäste ohne Gegentor bleiben, desto größer dürfte der Qualitätsvorteil werden. Für Düsseldorf könnte deshalb eine frühe Führung Gold wert sein.
Wettquoten: Freiburg Favorit, aber nicht ohne Risiko
Die Buchmacher sehen Freiburg erwartungsgemäß als Favoriten. Der Klassenunterschied zwischen Bundesliga und 3. Liga ist schließlich beträchtlich. Allerdings ist Düsseldorf keineswegs chancenlos.
Der Heimvorteil, der bereits vorhandene Pflichtspielrhythmus und die enorme Bedeutung des Pokals für die Fortuna sprechen gegen einen lockeren Freiburger Spaziergang. Wer auf den Bundesligisten setzt, muss zudem berücksichtigen, dass es für Freiburg das erste Pflichtspiel nach einer langen Pause ist.
Direkter Vergleich (h2h): Freiburg wiederholt den Coup?
Besonders interessant ist der direkte Vergleich aus der vergangenen Pokalsaison. Bereits am 29. Oktober 2025 trafen beide Mannschaften in der 2. Runde des DFB-Pokals aufeinander – ebenfalls in Düsseldorf.
Damals setzte sich Freiburg mit 3:1 durch und zog ins Achtelfinale ein. Die Fortuna kennt also die Erfahrung, gegen Freiburg im eigenen Stadion auszuscheiden. Die Frage lautet: Wiederholt sich die Geschichte?
Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Allerdings sind die Voraussetzungen diesmal andere. Düsseldorf spielt mittlerweile in der 3. Liga und hat den klaren Anspruch, dort nur ein Jahr zu verbringen.
Prognose und Wett-Tipp: Düsseldorf verliert höchstens knapp
Unser Favorit auf das Weiterkommen bleibt Freiburg. Für einen klaren Freiburger Sieg spricht jedoch deutlich weniger als für das Weiterkommen an sich.
Düsseldorf ist bereits im Wettkampfmodus, spielt zu Hause und hat nach dem Fehlstart in Mannheim einiges wiedergutzumachen. Vor allem aber dürfte die Fortuna gegen einen Bundesligisten maximal motiviert sein. Freiburg kommt dagegen nach einer langen Sommerpause und muss im ersten Pflichtspiel unter Beweis stellen, dass die Mannschaft sofort wieder auf Wettkampfniveau ist.
Das +1,5-Handicap auf Düsseldorf bietet deshalb aus unserer Sicht den interessanteren Ansatz. Die Wette ist auch dann erfolgreich, wenn Freiburg gewinnt – solange der Bundesligist nicht mit zwei oder mehr Toren Unterschied siegt.
- Tipp: Fortuna Düsseldorf +1,5 Handicap
- Quote: 1,85
- Ergebnis-Prognose: Fortuna Düsseldorf – SC Freiburg 1:2
Freiburg macht den nächsten Schritt im Pokal, doch die Fortuna sorgt für einen deutlich engeren Fight als es der Klassenunterschied vermuten lässt.


