Griechenland hat seine Premiere in der höchsten Nations-League-Spielklasse eindrucksvoll begonnen. Auf den 2:1-Erfolg in Serbien folgte ein historischer 1:0-Sieg in Deutschland. Damit geht die Mannschaft von Ivan Jovanović mit sechs Punkten als Tabellenführer in das Heimspiel gegen die Niederlande. Die Elftal steht nach einem 1:1 gegen Deutschland und einem 2:1 in Serbien bei vier Zählern. Auf dem Papier bringt Oranje weiterhin mehr individuelle Klasse mit. Die bisherigen Auftritte sowie einige personelle Fragezeichen in der Offensive sprechen jedoch gegen eine klare Favoritenrolle.
Die Konstellation verspricht deshalb ein enges Duell, in dem Griechenland aus einer stabilen Grundordnung heraus den nächsten Achtungserfolg anstrebt.
Ausgangslage: Griechenland verteidigt die überraschende Tabellenführung
Für Griechenland ist der Start in die Gruppe kaum zu übertreffen. Beide bisherigen Begegnungen fanden auswärts statt, beide wurden gewonnen. Besonders das 1:0 in Augsburg unterstrich, wie weit die Mannschaft inzwischen ist. Die Griechen hielten dem deutschen Druck stand, verteidigten diszipliniert und belohnten sich in der 74. Minute durch Dimitris Kourbelis.
Mit einem weiteren Punktgewinn würde Griechenland seine ausgezeichnete Position im Kampf um einen der ersten beiden Plätze festigen. Die Niederlande liegen zwei Zähler zurück und könnten mit einem Auswärtssieg die Tabellenführung übernehmen. Eine Niederlage würde Oranje dagegen bereits fünf Punkte hinter die Hellenen zurückwerfen.
Form und Personal: Jovanovićs Mannschaft überzeugt auf fremdem Platz
Griechenland kassierte in den ersten beiden Gruppenspielen insgesamt nur ein Gegentor. Das Team gewann zunächst 2:1 in Belgrad und ließ anschließend beim 1:0 in Deutschland keinen Treffer zu. Jovanović kann dabei auf eine interessante Mischung aus Erfahrung und offensiver Dynamik zurückgreifen. Vangelis Pavlidis bindet gegnerische Innenverteidiger, während Christos Tzolis und Konstantinos Karetsas Tempo sowie Kreativität einbringen.
Die Niederlande blieben ebenfalls ungeschlagen. Gegen Deutschland rettete Cody Gakpo in der Nachspielzeit das 1:1, ehe Mexx Meerdink mit einem Doppelpack den 2:1-Sieg in Serbien sicherstellte. Dieser Erfolg hatte allerdings einen Preis: Gakpo musste bereits nach 17 Minuten mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden. Das Ergebnis der angekündigten Untersuchung stand bei Abschluss unserer Analyse noch aus.
Brian Brobbey fehlte in Belgrad mit Oberschenkelproblemen, Donyell Malen war ebenfalls nicht verfügbar. Da Memphis Depay für diesen Lehrgang nicht nominiert wurde, könnte Xavi in der Offensive erneut improvisieren müssen.
Taktik und Matchplan: Griechenlands Kompaktheit fordert Oranje
Griechenland wird den Niederlanden voraussichtlich größere Ballbesitzanteile überlassen, sich aber keineswegs nur am eigenen Strafraum verschanzen. Bereits in Deutschland pressten die Hellenen phasenweise mutig und störten den Spielaufbau früh. Nach Ballgewinnen sollen Tzolis und Karetsas schnell in die Räume hinter den aufgerückten Außenverteidigern gelangen.
Oranje will unter Xavi intensiver spielen und selbst die Initiative übernehmen. Gegen einen tief und eng verteidigenden Gegner braucht die Elftal jedoch Geduld. Fehlen mehrere etablierte Angreifer, dürfte es schwieriger werden, die griechische Ordnung durch individuelle Aktionen aufzubrechen. Gleichzeitig muss der Gastgeber vermeiden, sich nach dem starken Start zu früh auf das Verwalten zu beschränken.
Wettquoten: Der Markt sieht nur moderate Vorteile für die Niederlande
Die Dreiwegquoten zeigen eine wesentlich offenere Partie, als es der Klang der beiden Fußballnationen zunächst vermuten lässt. Ein griechischer Heimsieg wird mit um 3,20 quotiert, das Unentschieden mit um 3,50. Für einen Erfolg der Niederlande stehen Quoten von 2,00 bis 2,20 bereit.
Der Auswärtssieg erscheint angesichts der aktuellen Form der Gastgeber wenig attraktiv. Interessanter ist die Kombination aus Doppelter Chance 1X und weniger als 3,5 Toren. Dafür wird eine Quote von 2,40 angeboten. Sie berücksichtigt sowohl die griechische Stabilität als auch die Möglichkeit eines kontrollierten Remis.
Direkter Vergleich (H2H): Die Vergangenheit spricht deutlich für Oranje
Der direkte Vergleich fällt klar zugunsten der Niederlande aus. Oranje gewann neun der bisherigen elf Begegnungen, während Griechenland nur einen Sieg und ein Remis verbuchte. Das Torverhältnis lautet 24:3 für die Elftal. In der EM-Qualifikation 2023 setzten sich die Niederländer mit 3:0 und 1:0 durch.
Griechenlands einziger Erfolg war ein 2:1 in einem Testspiel im Jahr 2016. Die langfristige Bilanz bleibt damit ein Warnsignal für die Gastgeber. Für die aktuelle Prognose sollte sie aber nicht überbewertet werden: Griechenland tritt heute stabiler und selbstbewusster auf, während die Niederlande unter einem neuen Trainer erst ihren Rhythmus suchen.
Wett-Tipp & Prognose: Griechenland – Niederlande (01.10.2026)
Griechenland hat in Serbien und Deutschland bewiesen, dass es gegen spielstarke Gegner nicht nur bestehen, sondern auch gewinnen kann. Die kompakte Defensive und das nun vorhandene Selbstvertrauen sprechen dafür, dass die Hellenen auch im ersten Heimspiel mindestens einen Punkt holen können.
Gleichzeitig erwarten wir keinen offenen Schlagabtausch. Die Griechen besitzen keinen Grund, die Partie unnötig wild zu gestalten, während Oranje gegen die gut organisierte Abwehr und mögliche offensive Ausfälle vor einer anspruchsvollen Aufgabe steht. Die Kombination deckt unter anderem ein 0:0, 1:0, 1:1, 2:0 oder 2:1 ab und bietet mit 2,40 eine attraktive Quote.
- Unser Wett-Tipp: Doppelte Chance 1X + unter 3,5 Tore
- Empfohlene Quote: 2,40 (Emirbet)


