Am Samstag, 29. August 2026, startet auch RB Leipzig in die neue Bundesliga-Saison. Um 15:30 Uhr empfängt die Mannschaft von Martín Demichelis Borussia Mönchengladbach in der Red Bull Arena. Beide Teams haben ihre Pflichtspiel-Generalprobe im DFB-Pokal souverän erledigt: Leipzig gewann 6:0 bei Eintracht Trier, Gladbach setzte sich mit 5:0 gegen Schott Mainz durch.
Die Buchmacher sehen RB dennoch klar vorne – und nach dem überzeugenden Pflichtspieldebüt des neuen Trainers ist diese Einschätzung nachvollziehbar.
Ausgangslage: Leipzig beginnt mit neuem Trainer und einem Ex-Gladbacher
Bei RB Leipzig gab es im Sommer einen wichtigen Wechsel auf der Trainerbank. Martín Demichelis übernahm die Mannschaft und soll den Klub dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren. Schon beim 6:0 in Trier war seine Idee erkennbar: hohe Intensität, aggressives Pressing und viel Bewegung im Offensivspiel.
Auch der Kader hat sich verändert. Besonders prominent war der Abgang von Yan Diomande zu Real Madrid. Dafür verpflichtete Leipzig unter anderem Rocco Reitz – und ausgerechnet der langjährige Gladbacher trifft nun schon am ersten Spieltag auf seinen Ex-Klub. Im Pokal feierte Reitz nach seiner Erkrankung sein Pflichtspieldebüt für RB und bereitete kurz nach seiner Einwechslung das 4:0 durch Conrad Harder vor.
Gladbach setzt weiterhin auf Eugen Polanski. Der Verlust von Reitz wiegt im Zentrum schwer, dafür wurde der Kader unter anderem mit Daiki Hashioka verstärkt. Hugo Bolin, zunächst nur ausgeliehen, wurde fest verpflichtet und könnte nach seinem starken Pokalauftritt eine wichtige Rolle spielen.
Formcheck: Beide Mannschaften lösen ihre Pokalaufgaben im Spaziergang
Leipzig ließ beim Regionalligisten Eintracht Trier von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Brajan Gruda traf bereits nach 121 Sekunden, Willi Orbán legte kurz darauf nach. Noch vor der Pause sorgte ein Eigentor für das 3:0. Nach dem Seitenwechsel trafen Conrad Harder, Antonio Nusa und Ezechiel Banzuzi zum 6:0-Endstand.
Besonders positiv aus Leipziger Sicht: Die Tore verteilten sich auf mehrere Mannschaftsteile, die Offensive wirkte variabel und das Pressing funktionierte früh sehr gut. Gruda überzeugte zudem in einer flexiblen Rolle zwischen Zentrum und Flügel.

Gladbach hatte beim Fünftligisten Schott Mainz ebenfalls keinerlei Probleme und gewann 5:0. Hugo Bolin traf doppelt, außerdem waren Daiki Hashioka, Lukas Ullrich und Wael Mohya erfolgreich. Kapitän Tim Kleindienst fehlte vorsorglich wegen muskulärer Probleme. Auch ohne den Mittelstürmer kontrollierte die Borussia die Partie klar.
Natürlich waren Trier und Schott Mainz Gegner aus unteren Spielklassen. Trotzdem haben beide Bundesligisten genau das getan, was von ihnen erwartet wurde: früh für klare Verhältnisse gesorgt und souverän die zweite Runde erreicht.
Taktische Analyse: Leipzigs Pressing soll Gladbach früh unter Stress setzen
Demichelis fordert ein intensives Spiel gegen den Ball. Leipzig will den Gegner bereits im Aufbau anlaufen und nach Ballgewinnen möglichst direkt Richtung Tor spielen. Mit Nusa, Gruda und Harder besitzt RB viel Tempo und technische Qualität. Dazu bringen Spieler wie Reitz und Banzuzi Dynamik aus dem Mittelfeld.
Gladbach dürfte versuchen, sich aus dem ersten Pressing spielerisch zu lösen und über die Flügel umzuschalten. Bolin hat im Pokal seine Torgefahr gezeigt, dazu sorgen Franck Honorat und Robin Hack für Tempo. Sollte Kleindienst rechtzeitig fit werden, hätte Polanski außerdem einen starken Zielspieler für direkte Bälle.
Ein Vorteil für Leipzig ist die große Tiefe im Kader. Demichelis konnte in Trier mehrfach wechseln, ohne dass die Qualität sichtbar nachließ. Gerade zum Saisonstart kann das in der Schlussphase entscheidend werden.
Direkter Vergleich: Leipzig hat gegen Gladbach eine Top-Bilanz
Die Bundesliga-Bilanz spricht deutlich für RB. In bislang 20 Duellen gewann Leipzig elfmal, Gladbach nur viermal, fünf Partien endeten unentschieden. Auch in der vergangenen Saison blieb RB gegen die Fohlen ungeschlagen.
Das Hinspiel im Borussia-Park endete 0:0. Im Rückspiel in Leipzig setzte sich RB mit 1:0 durch. Ausgerechnet der inzwischen zu Real Madrid gewechselte Diomande erzielte damals in der 81. Minute das entscheidende Tor.
Wettquoten: Gladbach als klarer Außenseiter
Die Buchmacher sehen Leipzig zum Saisonstart deutlich vorne. Für einen Heimsieg werden aktuell ungefähr 1,52 bis 1,60 angeboten. Das Unentschieden liegt etwa zwischen 4,35 und 4,80, während ein Gladbacher Auswärtssieg Quoten von ungefähr 5,25 bis 5,60 bringt.
Der reine RB-Sieg ist damit für unseren Geschmack zu niedrig. Interessanter ist die Kombination aus Leipziger Heimsieg und mindestens drei Treffern. Für „RB Leipzig gewinnt und über 2,5 Tore“ sind aktuell Quoten um 1,90 erhältlich.
Wett-Tipp und Prognose: Leipzig wird seine größere Qualität ausspielen
Gladbach reist nach dem 5:0 im Pokal mit Selbstvertrauen an und ist offensiv keineswegs ungefährlich. Trotzdem spricht einiges für Leipzig. Demichelis hat bei seinem Pflichtspieldebüt sofort einen überzeugenden Eindruck hinterlassen, RB verfügt über mehr individuelle Qualität und spielt zuhause. Dazu kommt der starke direkte Vergleich.
- Unser Wett-Tipp: RB Leipzig gewinnt & über 2,5 Tore
- Empfohlene Quote: 1,91
Für den einfachen Heimsieg ist die Quote zu niedrig, die Kombination mit mindestens drei Treffern macht den Markt deutlich interessanter.
Gladbach dürfte selbst mutig auftreten und besitzt genügend Qualität für ein eigenes Tor, gleichzeitig erwarten wir von Leipzig mehrere gute Chancen. Ein 3:1 oder 3:0 erscheint realistisch. Deshalb setzen wir auf einen erfolgreichen Bundesliga-Auftakt der Demichelis-Elf in einer Partie mit mindestens drei Treffern.


