Am Samstag (5. September 2026) empfängt der SC Paderborn um 15:30 Uhr den SC Freiburg in der Home Deluxe Arena. Der Aufsteiger hat bei seiner Rückkehr in die Bundesliga direkt ein Ausrufezeichen gesetzt und beim 0:0 in Mainz einen überraschenden Punkt mitgenommen.
Freiburg befindet sich allerdings schon früh in beeindruckender Form. Die Breisgauer haben sämtliche Pflichtspiele gewonnen, die Conference-League-Ligaphase souverän erreicht und Werder Bremen zum Bundesliga-Auftakt mit 4:1 abgefertigt. Paderborn steht deshalb vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe als noch in Mainz.
Ausgangslage: Paderborn sofort konkurrenzfähig, Freiburg mit breiter Brust
Für Paderborn ging es beim ersten Bundesliga-Spiel seit sechs Jahren vor allem darum, direkt zu zeigen, dass der Aufsteiger mit dem Niveau im Oberhaus mithalten kann. Genau das gelang der Mannschaft von Ralf Kettemann.
Mainz hatte zwar mehr vom Spiel und die besseren Torchancen, doch Paderborn verteidigte konzentriert und verdiente sich das 0:0 mit großem Einsatz. Besonders Torhüter Nahuel Noll überzeugte bei seinem Bundesliga-Debüt.
Freiburg ist dagegen bereits seit Wochen im Pflichtspielmodus. Die Mannschaft von Julian Schuster musste aufgrund der Conference-League-Qualifikation früher als viele Konkurrenten auf Wettkampfniveau funktionieren – und macht das bislang nahezu perfekt.
Der zusätzliche Rhythmus scheint momentan klar mehr Vor- als Nachteile zu bringen. Freiburg wirkt eingespielt, körperlich bereit und offensiv ausgesprochen gefährlich.
Formcheck: Freiburg gewinnt derzeit jedes Pflichtspiel deutlich
Paderborn hat bislang zwei Pflichtspiele absolviert. Im DFB-Pokal gewann der SCP mit 4:2 bei Phönix Lübeck, wobei die Partie durchaus einige schwierige Phasen bereithielt. Beim Bundesliga-Auftakt in Mainz stand anschließend vor allem die Defensive im Mittelpunkt.
Freiburgs Bilanz ist noch beeindruckender. Im Conference-League-Hinspiel bei Motherwell gewann der SC mit 3:1. Drei Tage später folgte das klare 5:1 beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal.

Auch im Rückspiel gegen Motherwell ließ Freiburg nichts anbrennen. Nach einem zwischenzeitlichen 1:1 gewann der SC noch mit 4:1 und zog mit einem Gesamtergebnis von 7:2 locker in die Ligaphase ein.
Der bisherige Höhepunkt folgte gegen Werder Bremen. Freiburg gewann erneut 4:1, überragender Mann war Yuito Suzuki mit drei Treffern. Igor Matanovic erzielte das weitere Tor.
Damit steht Freiburg nach vier Pflichtspielen bei vier Siegen und beeindruckenden 16:4 Toren.
Verletzte und gesperrte Spieler: Paderborn muss auf mehrere Optionen verzichten
Beim Aufsteiger fehlen aktuell einige Spieler. Nyamekye Awortwie-Grant und Timur Gayret fallen längerfristig aus, auch Sven Michel steht aufgrund einer Muskelverletzung voraussichtlich nicht zur Verfügung. Bei Sebastian Klaas besteht zumindest Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr.
Freiburg muss unter anderem auf Patrick Osterhage verzichten. Rihito Yamamoto steht ebenfalls noch nicht vollständig zur Verfügung, Florent Muslija fällt nach seiner schweren Knieverletzung langfristig aus.
Die Breisgauer besitzen allerdings einen tiefen Kader und konnten die bisherigen Ausfälle sehr gut kompensieren.
Taktische Analyse: Paderborn muss mutiger werden als in Mainz
In Mainz konnte Paderborn mit einer sehr kontrollierten Herangehensweise leben. Gegen Freiburg dürfte der SCP im ersten Bundesliga-Heimspiel aber zumindest phasenweise mehr nach vorne investieren wollen.
Das könnte den Gästen entgegenkommen. Freiburg ist momentan besonders gefährlich, wenn sich Räume ergeben. Suzuki befindet sich in herausragender Form, Matanovic gibt dem Angriff Präsenz und Spieler wie Scherhant oder Grifo können zusätzliche Gefahr erzeugen.
Interessant ist allerdings, dass Freiburg trotz aller Siege in jedem bisherigen Pflichtspiel genau ein Gegentor kassierte. Komplett unverwundbar ist die Schuster-Elf also nicht. Paderborn hat im Pokal bereits vier Treffer erzielt und sollte zuhause durchaus Chancen auf ein eigenes Tor bekommen.
Direkter Vergleich: Letztes Duell sechs Jahre her
Die letzten Bundesliga-Duelle stammen aus der Saison 2019/20. Damals gewann Freiburg zunächst mit 3:1 in Paderborn. Im Rückspiel sorgte der SCP allerdings für eine Überraschung und gewann trotz Unterzahl mit 2:0 in Freiburg. Christopher Antwi-Adjei und Abdelhamid Sabiri erzielten damals die Treffer.
Insgesamt ist die Pflichtspielbilanz sehr ausgeglichen. Für die aktuelle Prognose ist die Vergangenheit allerdings deutlich weniger relevant als Freiburgs derzeitige Frühform.
Wettquoten: Freiburg ist nur leichter Favorit
Die Buchmacher bewerten dieses Duell deutlich ausgeglichener, als es die jüngsten Ergebnisse zunächst vermuten lassen. Für einen Paderborner Heimsieg werden aktuell etwa 2,80 angeboten, das Unentschieden liegt ungefähr bei 3,40 bis 3,50.
Freiburg geht mit Quoten von etwa 2,35 bis 2,40 lediglich als leichter Favorit in die Begegnung.
Deutlich höher wird die Kombination aus Freiburger Sieg und einem Treffer des Aufsteigers bewertet. Für „Freiburg gewinnt & beide Teams treffen“ gibt es aktuell ungefähr 4,00.
Wett-Tipp und Prognose: Freiburgs Lauf hält an – Paderborn trifft trotzdem
Paderborn hat in Mainz gezeigt, dass der Aufsteiger defensiv konkurrenzfähig ist. Freiburg tritt derzeit aber mit einem völlig anderen offensiven Selbstverständnis auf. Vier Siege und 16 Tore in vier Pflichtspielen sind ein außergewöhnlich starkes Signal.
Gleichzeitig hat der SC in jedem dieser Spiele ein Gegentor zugelassen. Deshalb gehen wir diesmal bewusst etwas offensiver an die Partie heran.
- Unser Wett-Tipp: SC Freiburg gewinnt & beide Teams treffen
- Empfohlene Quote: 4,00
Paderborn wird beim ersten Bundesliga-Heimspiel vermutlich mutiger auftreten als in Mainz und besitzt durchaus genügend Qualität für einen Treffer. Über 90 Minuten erwarten wir allerdings, dass sich Freiburgs größerer Rhythmus und die aktuell herausragende Offensive durchsetzen. Ein 1:2 oder 1:3 ist für uns ein sehr realistisches Szenario – und macht die hohe Kombinationsquote besonders interessant.


