In Stuttgart brennt der Baum! Fünf Niederlagen aus den ersten sieben Bundesligaspielen, zuletzt eine peinliche 2:3-Heimpleite gegen das zuvor punktlose Gladbach: Der VfB steckt mitten in einer handfesten Krise. Ausgerechnet jetzt müssen die Schwaben am Samstag (31. Oktober 2026, 15:30 Uhr) bei Bayer Leverkusen antreten.
Trainer Sebastian Hoeneß steht zunehmend unter Druck, selbst die ersten Fans werden ungeduldig. Dabei funktioniert Stuttgart in der Champions League prächtig. Warum also läuft in der Bundesliga fast alles schief? Und gelingt ausgerechnet in der BayArena der Befreiungsschlag?
Ausgangslage: Stuttgart steckt tief im Tabellenkeller
Mit gerade einmal sechs Punkten steht der VfB nach sieben Spieltagen auf Rang 15. Eine Horror-Bilanz für einen Champions-League-Teilnehmer! Statt um die internationalen Plätze zu kämpfen, müssen die Schwaben plötzlich nach unten schauen.
Leverkusen spielt dagegen trotz kleinerer Rückschläge oben mit. Die Werkself belegt mit 13 Punkten Rang vier, musste am Sonntag allerdings einen heftigen Dämpfer einstecken: Bei der TSG Hoffenheim setzte es eine 0:3-Niederlage.
Damit wollen beide Mannschaften am Samstag Wiedergutmachung betreiben. Die Voraussetzungen könnten dennoch unterschiedlicher kaum sein.
Formcheck Bayer Leverkusen: Heimstark, aber zuletzt böse erwischt
Eigentlich lief es für Bayer zuletzt hervorragend. Sechs Pflichtspielsiege hintereinander hatte die Mannschaft von Carles Martínez eingefahren, darunter überzeugende Bundesliga-Erfolge gegen Leipzig (2:0), Mainz (4:3) und Freiburg (2:1).
Dann kam Hoffenheim. Nach einer lange ausgeglichenen Begegnung brach Leverkusen in der Schlussphase ein. Andrej Kramarić brachte die TSG per Elfmeter in Führung, anschließend schraubten Alexander Prass und Max Moerstedt das Ergebnis noch auf 3:0.

Trotzdem spricht einiges für Bayer. Alle drei bisherigen Bundesliga-Heimspiele wurden gewonnen, bei einem Torverhältnis von 8:1. Besonders offensiv besitzt Leverkusen enorme Qualität. Patrik Schick ist jederzeit für Treffer gut, insgesamt stehen bereits 16 Saisontore zu Buche.
Formcheck VfB Stuttgart: Hoeneß sucht verzweifelt nach Lösungen
Was ist nur mit diesem VfB los?
Nach Niederlagen gegen Bayern, Hoffenheim, Dortmund und Hamburg sollte gegen Schlusslicht Gladbach endlich die Wende gelingen. Tatsächlich brachte Ermedin Demirović die Schwaben schon nach fünf Minuten in Führung.
Doch statt Sicherheit brachte das frühe Tor offenbar Leichtsinn. Stuttgart verlor komplett den Faden, ließ sich das Spiel aus der Hand nehmen und lag zwischenzeitlich mit 1:3 zurück. Der zweite Demirović-Treffer kam zu spät.
Besonders bitter: Gladbach hatte zuvor sämtliche sechs Saisonspiele verloren!
Hoeneß wirkte anschließend sichtlich angefressen. Seine Rotation ging nicht auf, die Mannschaft leistete sich viel zu viele Fehler. Auch unter den Fans werden inzwischen erste Stimmen laut, die den jahrelang gefeierten Erfolgstrainer kritisch hinterfragen.
Sinnbildlich für die Krise steht Deniz Undav. Der Nationalspieler hat nach sechs Bundesliga-Einsätzen noch kein einziges Tor erzielt und auch keine Vorlage geliefert.
Champions League: Plötzlich zeigt Stuttgart sein anderes Gesicht
Das Verrückte: International präsentiert sich der VfB wie ausgewechselt!
Auf ein 3:1 gegen Viking Stavanger folgte ein überzeugendes 3:0 bei Slovan Bratislava. Zuletzt erkämpfte Stuttgart gegen Atlético Madrid ein 1:1 und dominierte dabei zeitweise sogar den spanischen Spitzenclub.
Sieben Punkte aus drei Champions-League-Spielen – aber nur sechs aus sieben Bundesligapartien!
Am spielerischen Potenzial kann es also kaum liegen. Vieles deutet auf ein mentales Problem hin. Hinzu kommt die enorme Belastung. Am Mittwoch muss Stuttgart im DFB-Pokal in Paderborn ran, am Samstag wartet Leverkusen und schon am Dienstag darauf geht es in der Königsklasse bei Galatasaray weiter.
Ein brutales Programm!
Personallage und direkter Vergleich: Stuttgart hat gute Erinnerungen an Bayer
Leverkusen bangt nach dem Hoffenheim-Spiel um Loïc Badé, der bei einem Zusammenprall eine Kopfverletzung erlitt. Auch Moussa Diaby wurde mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt. Ob beide am Samstag zur Verfügung stehen, bleibt abzuwarten.
Stuttgart könnte nach dem Pokalspiel ebenfalls rotieren müssen.
Mut macht den Gästen immerhin der direkte Vergleich. Beide Bundesligaduelle der vergangenen Saison gewann der VfB: Im Januar triumphierten die Schwaben mit 4:1 in Leverkusen, im Mai folgte ein 3:1-Heimsieg.
Die Werkself hat also noch eine Rechnung offen!
Wettquoten: Bayer 04 ist zu Hause der klare Favorit
Die Buchmacher sehen Leverkusen trotz der jüngsten Niederlage vorne. Die zuletzt veröffentlichten Quoten bewegten sich ungefähr in diesen Bereichen:
- Sieg Leverkusen: 1,78 bis 1,82
- Unentschieden: 4,20 bis 4,62
- Sieg Stuttgart: 3,75 bis 4,07
Wett-Tipp und Prognose: Leverkusen verschärft die VfB-Krise
Wir rechnen mit einer Reaktion der Werkself. Bayer ist zuhause bislang makellos, besitzt viel offensive Qualität und dürfte nach dem Hoffenheim-Debakel besonders motiviert sein.
Stuttgart dagegen schleppt ein gewaltiges Bundesliga-Problem mit sich herum. Die Champions-League-Auftritte zeigen zwar, was die Mannschaft kann. Doch die fehlende Konstanz, Undavs Formkrise und die vielen Spiele innerhalb weniger Tage sprechen derzeit gegen den VfB.
- Unser Wett-Tipp: Sieg Bayer Leverkusen (Heimsieg)
- Empfohlene Quote: ca. 1,80
Ganz ohne Risiko ist die Wette nicht. Stuttgart hat Leverkusen in der vergangenen Saison zweimal geschlagen und könnte jederzeit wieder sein Champions-League-Gesicht zeigen. Dennoch gefällt uns der Heimsieg am besten. Bayer dürfte mehr Kontrolle entwickeln und die Stuttgarter Unsicherheiten ausnutzen. Ein 2:1 oder 3:1 für Leverkusen ist unsere Ergebnisprognose.
Für Hoeneß könnte es damit im Bundesliga-Keller noch ungemütlicher werden.


