Am Samstag (12. September 2026) empfängt die TSG Hoffenheim um 15:30 Uhr den VfB Stuttgart. Gerade bei den Gastgebern steht nach zwei Spieltagen bereits ordentlich Druck auf dem Kessel. Hoffenheim ist noch ohne Punkt, obwohl die Leistungen beim 2:3 gegen den 1. FC Köln und beim 2:3 gegen den BVB über weite Strecken keineswegs schlecht waren.
Der VfB hat dagegen nach der 1:5-Klatsche bei Bayern mit einem starken 4:1 gegen Köln geantwortet. Allerdings müssen die Schwaben eine englische Woche verkraften: Am Mittwoch wartet in der Champions League noch Viking Stavanger, bevor es nur drei Tage später nach Sinsheim geht.
Ausgangslage: Hoffenheim braucht endlich Punkte
Null Punkte nach zwei Bundesliga-Spielen hören sich nach einem klassischen Fehlstart an. Das komplette Bild zeichnet diese Bilanz bei Hoffenheim allerdings nicht. Die Mannschaft von Christian Ilzer war sowohl gegen Köln als auch gegen Dortmund über längere Phasen die bessere Mannschaft und lag in beiden Partien in Führung.
Besonders bitter war das Dortmund-Spiel. Hoffenheim führte nach 54 Minuten mit 2:0 und hatte den BVB bis dahin weitgehend im Griff. Trotzdem ging die Partie noch mit 2:3 verloren. Bereits gegen Köln hatte die TSG eine Führung nicht über die Zeit gebracht.
Damit wird das Problem ziemlich deutlich: Hoffenheim spielt phasenweise richtig guten Fußball, schafft es aber noch nicht, diesen über 90 Minuten stabil abzurufen. Sechs Gegentore nach zwei Spieltagen sind schlicht zu viel.
Die Buchmacher sehen trotzdem leichte Vorteile bei den Gastgebern. Für einen Hoffenheimer Sieg werden aktuell etwa 2,35 angeboten, Stuttgart liegt bei rund 2,70.
Formcheck Hoffenheim: Gute Leistungen, schlechte Ergebnisse
Gegen Dortmund war die Niederlage besonders schwer zu erklären. Leon Avdullahu und Tim Lemperle sorgten für die verdiente 2:0-Führung, ehe Hoffenheim innerhalb weniger Minuten komplett die Kontrolle verlor.
Avdullahu kritisierte anschließend vor allem die fehlende Konzentration seiner Mannschaft. Trainer Ilzer sah ebenfalls eine starke erste Stunde, bemängelte aber, dass sein Team gute Phasen nicht konsequent genug nutzt.

Offensiv muss sich Hoffenheim kaum verstecken. Vier Tore gegen Köln und Dortmund sind ordentlich, und gerade gegen den BVB erspielte sich die TSG zahlreiche gute Möglichkeiten. Das Problem liegt eindeutig auf der anderen Seite des Platzes.
Gegen Stuttgart dürfte Hoffenheim erneut versuchen, mutig nach vorne zu spielen. Nach zwei Niederlagen wäre ein vorsichtiger Auftritt vor eigenem Publikum ohnehin kaum die richtige Antwort.
Formcheck Stuttgart: Starke Reaktion nach der Bayern-Klatsche
Auch beim VfB war der Saisonstart zunächst alles andere als optimal. Das 1:5 in München war ein heftiger Rückschlag und offenbarte vor allem defensiv große Probleme.
Die Reaktion gegen Köln hätte allerdings kaum besser ausfallen können. Stuttgart gewann verdient mit 4:1, traf zudem zweimal Aluminium und kontrollierte weite Teile der Partie. Bilal El Khannouss, Grischa Prömel, Ermedin Demirovic und Josha Vagnoman sorgten für die Tore.
Damit stehen auch beim VfB nach zwei Bundesliga-Spielen bereits sechs Gegentore auf dem Konto. Gleichzeitig hat Stuttgart selbst fünfmal getroffen. Die bisherigen Ergebnisse 1:5 und 4:1 zeigen ziemlich gut, wie offensiv und torreich die ersten Wochen verlaufen sind.
Ein zusätzlicher Faktor ist diesmal die Belastung. Stuttgart empfängt am Mittwoch Viking Stavanger in der Champions League und muss bereits am Samstag wieder in Hoffenheim antreten.
Sebastian Hoeneß dürfte deshalb zumindest auf einigen Positionen über Rotation nachdenken müssen. Gerade wenn die Kräfte in der zweiten Halbzeit nachlassen, könnte das gegen eine laufstarke Hoffenheimer Mannschaft relevant werden.
Matchanalyse: Viel spricht erneut für mehrere Tore
Einen klaren Sieger festzulegen, fällt uns bei diesem Duell schwer. Hoffenheim hat besser gespielt, als null Punkte vermuten lassen. Stuttgart besitzt den stärkeren Kader und kommt mit dem Selbstvertrauen aus dem 4:1 gegen Köln, hat aber die zusätzliche Champions-League-Belastung.
Deutlich klarer erscheint uns das mögliche Spielbild.
Hoffenheims beide Bundesliga-Spiele endeten 2:3. Stuttgart hat in seinen beiden Partien insgesamt elf Tore erlebt. Beide Mannschaften können offensiv viel Druck entwickeln, wirken defensiv aber noch überhaupt nicht gefestigt.
Ein vorsichtiges 0:0-Spiel passt deshalb kaum zu den bisherigen Eindrücken. Gerade Hoffenheim muss endlich auf Sieg spielen, während Stuttgart mit seiner individuellen Qualität im Umschalten jederzeit gefährlich werden kann.
Wett-Tipp und Prognose: Wir setzen auf ein echtes Torfestival
Der Wettmarkt „Beide Teams treffen“ wird mit Quoten um 1,39 sehr niedrig gehandelt. Interessanter finden wir deshalb eine deutlich offensivere Torlinie.
Für mindestens vier Treffer im Spiel gibt es aktuell Quoten knapp über 2,00.
- Unser Wett-Tipp: Über 3,5 Tore
- Empfohlene Quote: ca. 2,05
Hoffenheim muss seine guten Leistungen endlich in Punkte verwandeln und dürfte entsprechend offensiv auftreten. Stuttgart kommt aus der Champions League und könnte mit zunehmender Spielzeit defensiv verwundbarer werden. Gleichzeitig besitzen beide Teams genügend Qualität, um die Schwächen des Gegners zu bestrafen. Ein 2:2 oder 3:2 in eine der beiden Richtungen erscheint uns sehr gut vorstellbar.


