Abstiegskampf statt Aufstiegsträume! Wenn Greuther Fürth am Sonntag (1. November 2026, 13:30 Uhr) Holstein Kiel im Sportpark Ronhof empfängt, treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich den Saisonstart völlig anders vorgestellt haben. Fürth ging zuletzt beim 0:3 in Osnabrück sang- und klanglos unter. Kiel hingegen feierte gegen Dynamo Dresden endlich den ersten Saisonsieg.
War das der ersehnte Befreiungsschlag für die Störche? Oder folgt beim heimschwachen Kleeblatt direkt die nächste Enttäuschung?
Ausgangslage: Beide stecken mitten im Abstiegskampf
Neun Spieltage sind absolviert, und sowohl Fürth als auch Kiel hängen tief in der unteren Tabellenhälfte fest. Die Franken stehen mit neun Punkten auf Rang zwölf, Holstein folgt mit acht Zählern direkt dahinter. Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist minimal.
Besonders bitter für Kiel: Als Bundesliga-Absteiger wollte die Mannschaft von Tim Walter eigentlich oben mitspielen. Stattdessen gelang erst am vergangenen Wochenende der erste Dreier.
Auch bei Fürth fehlt die Konstanz. Auf starke Auftritte folgen regelmäßig unerklärliche Einbrüche. Für beide Teams geht es am Sonntag deshalb um wichtige Punkte und dringend benötigtes Selbstvertrauen.
Formcheck Fürth: Nach dem Befreiungsschlag folgt die Blamage!
Was für ein bitterer Rückschlag!
Am vorletzten Spieltag hatte Fürth Eintracht Braunschweig noch mit 2:0 bezwungen und damit nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder gewonnen. Die Hoffnung auf eine Trendwende war groß.
Doch nur eine Woche später folgte das böse Erwachen.
Beim VfL Osnabrück kassierte das Kleeblatt eine verdiente 0:3-Niederlage. Innerhalb von zwei Minuten brachten Daniel-Kofi Kyereh und Robin Meißner die Gastgeber auf die Siegerstraße. Nach der Pause machte Ismail Badjie alles klar.
Fürth wirkte zeitweise völlig von der Rolle. Trainer Heiko Vogel sprach anschließend davon, dass seine Mannschaft in allen Belangen unterlegen gewesen sei. Das Hauptproblem bleibt die fehlende Stabilität. Bereits 16 Gegentreffer stehen zu Buche. Dazu kommt eine schwache Heimbilanz: Nur eines der bisherigen vier Heimspiele konnte Fürth gewinnen.
Formcheck Kiel: Endlich ist der Knoten geplatzt!
Darauf mussten die Kieler Fans lange warten!
Nach acht sieglosen Ligaspielen feierte Holstein am vergangenen Sonntag endlich den ersten Dreier. Gegen Dynamo Dresden gelang ein überzeugender 3:0-Erfolg. Giorgi Kvilitaia brachte die Störche bereits in der neunten Minute in Führung. Nach der Pause erhöhten Jonas Therkelsen und Phil Harres auf 3:0.

Allerdings war der Sieg längst nicht so souverän, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Dresden hatte ebenfalls gute Möglichkeiten, verschoss beim Stand von 0:1 sogar einen Elfmeter.
Trotzdem: Für Kiel war dieser Erfolg enorm wichtig!
Schon beim vorherigen 0:0 gegen Spitzenreiter Hertha BSC hatte Holstein defensiv überzeugt. Die Mannschaft wirkt inzwischen stabiler, offensiv fehlt allerdings weiterhin die Durchschlagskraft. Besonders auswärts läuft praktisch nichts zusammen. Vier Gastspiele, kein Sieg und gerade einmal zwei eigene Treffer – eine erschreckende Bilanz!
Personallage und Pokal: Fürth mit einem klaren Vorteil
Fürth musste in Osnabrück auf Lukas Reich verzichten. Der Außenbahnspieler hatte muskuläre Probleme und bleibt für Sonntag zunächst fraglich.
Bei Kiel fehlte zuletzt Sebastian Schonlau mit einer Muskelverletzung. Auch Lasse Rosenboom und Steven Skrzybski gehören zu den angeschlagenen Spielern. Ein wichtiger Faktor könnte die Belastung werden. Holstein empfängt am Mittwoch im DFB-Pokal Bundesligist Hoffenheim. Nur vier Tage später wartet das Auswärtsspiel in Fürth.
Das Kleeblatt kann sich dagegen die komplette Woche vorbereiten. Fürth war bereits in der ersten Pokalrunde gegen Bochum ausgeschieden.
Direkter Vergleich: In der vergangenen Saison gewann jeweils der Gast
Die beiden Duelle der Saison 2025/26 verliefen ungewöhnlich: Beide Male setzte sich die Auswärtsmannschaft durch.
Im August 2025 gewann Kiel mit 2:0 in Fürth, im Januar 2026 revanchierte sich das Kleeblatt mit einem 2:1-Auswärtssieg.
Insgesamt ist die Bilanz bemerkenswert ausgeglichen. Aus den vergangenen 14 direkten Duellen holten beide Mannschaften jeweils fünf Siege, viermal gab es ein Unentschieden.
Wettquoten: Die Buchmacher erwarten ein enges Duell
Fürth geht als leichter Favorit ins Rennen. Ein Heimsieg wird aktuell mit Quoten zwischen ungefähr 2,25 und 2,40 bewertet. Für einen Kieler Auswärtssieg gibt es etwa 2,63 bis 2,80, das Unentschieden liegt bei rund 3,70 bis 3,85.
Wir konzentrieren uns diesmal allerdings auf den Tor-Markt. Für weniger als drei Treffer werden derzeit Quoten zwischen 2,50 und 2,62 angeboten. Eine durchaus interessante Alternative zur schwer vorherzusagenden Siegwette.
Wett-Tipp und Prognose: Kein Offensivfeuerwerk im Ronhof!
Wir erwarten ein enges, umkämpftes Duell zweier Mannschaften, die derzeit vor allem eines brauchen: Punkte!
Fürth muss nach der Osnabrück-Blamage eine Reaktion zeigen. Kiel reist mit frischem Selbstvertrauen an, dürfte auswärts aber zunächst vorsichtig agieren.
Besonders die schwache Offensivausbeute der vergangenen Wochen spricht gegen ein Torfestival. Beide Mannschaften erzielten in ihren letzten fünf Pflichtspielen durchschnittlich nur 0,8 Treffer pro Partie.
- Unser Wett-Tipp: Unter 2,5 Tore
- Empfohlene Quote: ca. 2,50
Ganz ohne Risiko ist diese Wette natürlich nicht. Fürths Defensive ist anfällig, und Kiel hat gerade erst drei Tore gegen Dresden erzielt. Auch die jüngeren direkten Duelle waren teilweise torreich.
Trotzdem rechnen wir diesmal eher mit einem taktisch geprägten Spiel, in dem beide Mannschaften zunächst Fehler vermeiden wollen.
Unsere Ergebnisprognose: 1:1! Auch ein knapper 1:0- oder 0:1-Erfolg erscheint möglich. Für ein offensives Spektakel fehlen beiden Teams momentan die Argumente.


