Am Sonntag (25. Oktober 2026) kommt es im Holstein-Stadion zu einem wichtigen Duell im unteren Tabellendrittel. Holstein Kiel wartet nach acht Spieltagen noch immer auf den ersten Saisonsieg und ist mit nur fünf Punkten Tabellenletzter. Immerhin gelang zuletzt beim 0:0 gegen Spitzenreiter Hertha BSC ein überraschendes Erfolgserlebnis.
Dynamo Dresden reist sogar mit einem Sieg im Rücken in den Norden: Das 2:0 im Ostduell gegen Magdeburg beendete eine fünf Spiele lange Sieglos-Serie. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, für die dieses direkte Duell enorme Bedeutung besitzt.
Quoten und Ausgangslage: Kiel wartet weiter auf den ersten Sieg
Anstoß im Holstein-Stadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr. Kiel steht mit fünf Punkten und 7:11 Toren auf dem letzten Tabellenplatz. Dynamo hat acht Zähler gesammelt und sich durch den Erfolg gegen Magdeburg auf Rang elf vorgeschoben.
Die Quoten sehen trotzdem die Störche vorne. Für einen Kieler Heimsieg werden aktuell ungefähr 2,20 angeboten. Das Unentschieden liegt bei rund 3,75, Dynamo Dresden wird für einen Auswärtserfolg mit etwa 3,00 gehandelt.
Der Heimvorteil spricht grundsätzlich für Holstein. Die bisherige Bilanz allerdings nicht: Kiel hat keines seiner ersten acht Ligaspiele gewonnen. Besonders kurios ist die Heimserie – alle vier bisherigen Partien im eigenen Stadion endeten unentschieden.
Formcheck Holstein Kiel: Stabiler – aber offensiv viel zu harmlos
Die Lage für Trainer Tim Walter bleibt angespannt. Kiel ist der einzige Zweitligist ohne Saisonsieg und hat in acht Begegnungen gerade einmal sieben Tore erzielt.
Nach dem 2:2 gegen Nürnberg kam Holstein in Heidenheim zu einer knappen 0:1-Niederlage. Es folgte ein 1:1 gegen Osnabrück und anschließend ein weiteres 0:1 in Braunschweig. Damit gelangen in den vergangenen vier Ligapartien nur zwei eigene Treffer.

Das 0:0 gegen Hertha war trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Kiel hielt gegen den zuvor siebenmal siegreichen Tabellenführer lange dagegen. Allerdings war auch reichlich Glück dabei: Hertha kam auf 2,12 Expected Goals, während die Störche lediglich 0,65 xG produzierten. Torhüter Timon Weiner war mit mehreren starken Paraden der entscheidende Mann.
Genau darin zeigt sich das derzeitige Kieler Problem. Defensiv ist die Mannschaft inzwischen stabiler, offensiv fehlt aber weiterhin die Durchschlagskraft. In den vergangenen vier Spielen kassierten die Störche nur drei Gegentreffer – erzielten selbst aber ebenfalls nur ein Tor.
Formcheck Dynamo Dresden: Der Derbysieg könnte viel verändern
Dynamo Dresden hatte ebenfalls schwierige Wochen hinter sich.
Auf Niederlagen gegen Bochum und Hertha folgten immerhin zwei Unentschieden in Braunschweig und Osnabrück. Trotzdem wartete die Mannschaft von Thomas Stamm vor dem Derby gegen Magdeburg fünf Spiele auf einen Sieg.
Dann gelang der Befreiungsschlag.
Niklas Hauptmann brachte Dresden gegen Magdeburg bereits in der neunten Minute per Elfmeter in Führung. Kurz nach der Pause erhöhte Simon Straudi auf 2:0. Dynamo verteidigte anschließend konzentriert und ließ gegen einen eigentlich offensivstarken Gegner kaum klare Möglichkeiten zu. Mit 1,89:0,97 Expected Goals war der Erfolg keineswegs unverdient.
Besonders wichtig: Erstmals seit dem zweiten Spieltag blieb Dresden wieder ohne Gegentor. Nach zuvor 15 Gegentreffern in sieben Spielen dürfte das Thomas Stamm fast genauso gefallen haben wie die drei Punkte.
Die Auswärtsbilanz bleibt allerdings ein Warnsignal. Dynamo hat in vier Auswärtspartien noch nicht gewonnen. Zwei Remis und zwei Niederlagen bei 6:11 Toren stehen zu Buche.
Matchanalyse: Zwei Mannschaften, die schwer zu greifen sind
Einen klaren Favoriten sehen wir trotz der Quoten nicht.
Kiel wartet auf den ersten Sieg, hat zuhause aber gleichzeitig noch kein Spiel verloren. Vier Heimspiele und vier Unentschieden sind eine außergewöhnliche Bilanz. Selbst Spitzenreiter Hertha fand zuletzt keinen Weg zum Sieg.
Dresden reist dagegen mit dem besseren Momentum an, ist auswärts aber ebenfalls noch sieglos. Die Sachsen könnten nach dem 2:0 gegen Magdeburg zudem wieder stärker auf defensive Stabilität setzen, statt die Partie unnötig zu öffnen.
Genau deshalb gefällt uns diesmal nicht der klassische Sieger-Tipp, sondern das Remis.
Die Ausgangslage passt dazu hervorragend: Kiel braucht endlich einen Dreier, besitzt derzeit aber kaum offensive Durchschlagskraft. Dresden hat neues Selbstvertrauen, war in der Fremde bislang jedoch nicht konsequent genug, um Spiele zu gewinnen.
Wett-Tipp und Prognose: Kiel und Dresden teilen die Punkte
Holstein wird versuchen, das Spiel zu kontrollieren und die defensive Stabilität aus dem Hertha-Spiel mitzunehmen. Dynamo dürfte nach dem wichtigen Derbysieg ebenfalls nicht von Beginn an alles riskieren.
Je länger die Partie ausgeglichen bleibt, desto wahrscheinlicher wird aus unserer Sicht das nächste enge Kieler Heimspiel.
- Unser Wett-Tipp: Unentschieden
- Empfohlene Quote: 3,76 bei 20Bet
Vier Kieler Heimspiele, vier Remis – und auch Dresden hat zwei seiner vier Auswärtspartien unentschieden gespielt. Nach den jüngsten defensiv besseren Auftritten beider Teams erscheint ein 0:0 oder 1:1 diesmal keineswegs unrealistisch. Für die vergleichsweise hohe Quote ist das Remis deshalb unser Favorit.


