Am Donnerstagabend treffen zwei ambitionierte Mannschaften aufeinander, die mit einem Sieg in die Ligaphase der Conference League gestartet sind. Monaco setzte sich in Sofia mit 2:1 durch, Freiburg bezwang den FK Jablonec zuhause mit 3:2. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Teams offensiv Akzente setzen können, zugleich aber nicht ohne defensive Unsicherheiten sind.
Die jüngsten Ligaspiele mahnen allerdings zur Vorsicht: Monaco verlor am Sonntag mit 0:1 bei Lorient, Freiburg musste sich Bayer Leverkusen mit 1:2 geschlagen geben. Für die Prognose ist deshalb nicht allein die Favoritenrolle entscheidend. Zu beachten sind auch die Belastung nach dem Europapokal und die Frage, ob Freiburgs Angriff seine zuletzt gute Form bestätigen kann.
Ausgangslage: Monaco leicht favorisiert, Freiburg nicht chancenlos
Mit den Dreiwegquoten von 2,25 für Monaco, 3,60 für das Remis und 3,10 für Freiburg sehen die Buchmacher die Gastgeber knapp vorn. Der Heimvorteil und die individuelle Qualität des Kaders sprechen für die Monegassen. Freiburg reist jedoch keineswegs als klarer Außenseiter an: Die Mannschaft von Julian Schuster überzeugte in den vergangenen Wochen mit einer stabilen Serie und hat auch im ersten Conference-League-Spiel eine starke Offensive gezeigt.
Monaco musste in der Ligue 1 am Wochenende einen Rückschlag hinnehmen. Bei Lorient kontrollierte die Mannschaft phasenweise den Ball, fand aber nicht konsequent den Weg zum Tor. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied ein verwandelter Elfmeter die Partie. Im Europapokal war Monaco zuvor effizienter: Paris Brunner und Ansu Fati trafen beim 2:1 in Sofia bereits vor der Pause. Der späte Anschlusstreffer der Bulgaren machte das Spiel noch einmal spannend.
Freiburg erlebte ebenfalls ein wechselhaftes Wochenende. Gegen Leverkusen ging der Sport-Club zunächst in Führung, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Es war die erste Pflichtspielniederlage der Saison. Nur drei Tage zuvor hatte Freiburg beim 3:2 gegen Jablonec überzeugt. Vincenzo Grifo traf per Freistoß, Maximilian Eggestein steuerte ein Tor bei, dazu kam ein Eigentor. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit sorgte jedoch dafür, dass Freiburg bis zum Ende verteidigen musste.
Formkurve: Beide treffen regelmäßig, jüngst gab es aber Dämpfer
Monacos letzte fünf Pflichtspiele brachten zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Neben dem Erfolg in Sofia gewann das Team unter anderem gegen Lens; gegen Toulouse und Straßburg gab es jeweils ein Remis. Die 0:1-Niederlage bei Lorient ist ein frischer Dämpfer, aber kein Beleg für eine dauerhaft harmlose Offensive. Im Europapokal zeigte Monaco, wie gefährlich es nach Ballgewinn und schnellem Umschalten werden kann.
Freiburgs Fünf-Spiele-Bilanz lautet drei Siege, ein Remis und eine Niederlage. Auf das 2:2 in Frankfurt folgten der 2:1-Heimsieg gegen Schalke und der Erfolg gegen Jablonec, ehe Leverkusen die Serie beendete. In den vergangenen drei Pflichtspielen traf Freiburg jeweils, darunter drei gegen Jablonec und eines in Leverkusen. Gegen Monaco dürfte der Sport-Club versuchen, diese Offensivgefahr auch auswärts einzubringen, muss dabei aber die Räume hinter den aufrückenden Außen absichern.
Taktik: Umschaltmomente und Flügelräume könnten entscheiden
Monaco verfügt über schnelle Offensivspieler, die nach Ballgewinnen direkt in die Tiefe starten können. In Sofia war genau das beim frühen Führungstreffer zu sehen. Auch Fatis Tor entstand nach einem Gegenstoß. Freiburg sollte deshalb vermeiden, im Aufbau leichtfertig den Ball zu verlieren. Zugleich können Grifo und die Außenbahnspieler die Monaco-Abwehr beschäftigen, wenn der Sport-Club den Ball kontrolliert nach vorn bringt.
Freiburgs Pressing und die Bewegung der Mittelfeldspieler können Monaco wiederum zu Fehlern im Spielaufbau zwingen. Gelingt den Gästen ein frühes Tor, dürfte Monaco zuhause mehr Risiko nehmen und Räume öffnen. Bleibt es zunächst ausgeglichen, können Standards und die individuelle Qualität auf beiden Seiten den Unterschied machen. Beide Mannschaften haben binnen einer Woche drei Pflichtspiele bestritten; die Belastung könnte sich besonders in der Schlussphase bemerkbar machen.
Direkter Vergleich (H2H): Erstes Pflichtspielduell
AS Monaco und der SC Freiburg treffen erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Ein historischer Direktvergleich hilft daher bei der Einschätzung kaum weiter. Aussagekräftiger sind die aktuellen Europapokal-Auftritte: Beide Teams gewannen ihren Auftakt, kassierten dabei aber jeweils zwei Gegentore. Das spricht für offensive Möglichkeiten auf beiden Seiten, ohne einen klaren Sieger vorwegzunehmen.
Wettquoten: 1X und Treffer beider Teams als passende Kombination
Die Dreiwegquoten zeigen eine leichte Tendenz zu Monaco (Quoten um 2,20), lassen Freiburg aber eine realistische Chance (Auswärtssieg-Quoten: um 3,00. Das Remis bewegt sich um 3,50 herum). Ein reiner Heimsieg wäre angesichts der jüngsten Niederlage der Gastgeber und der guten Freiburger Form riskant.
Die Kombination aus doppelter Chance und Toren beider Teams berücksichtigt sowohl den Heimvorteil als auch Freiburgs Angriffsstärke. Sie gewinnt bei jedem Monaco-Sieg oder Remis, sofern beide Mannschaften mindestens einmal treffen.
Wett-Tipp & Prognose: AS Monaco – SC Freiburg (22.10.2026)
Die Quote von 2,18 bei Emirbet bietet einen interessanten Mittelweg: Monaco muss nicht zwingend gewinnen, darf die Partie aber auch nicht verlieren. Freiburgs Offensivauftritte gegen Jablonec und Leverkusen machen einen Gästetreffer plausibel, während Monaco zuhause über genug Qualität verfügt, um ebenfalls erfolgreich zu sein. Ein 1:1 oder 2:1 wäre mit der Empfehlung abgedeckt.
Das größte Risiko liegt darin, dass eine Mannschaft ohne eigenen Treffer bleibt – wie Monaco zuletzt bei Lorient. Insgesamt sprechen Heimvorteil und die offensive Qualität beider Teams dennoch für 1X in Verbindung mit „Beide Teams treffen“.
- Unser Wett-Tipp: 1X + Beide Teams treffen
- Empfohlene Quote: 2,18 bei Emirbet


